Seite 2: Playerunknown's Battlegrounds im Test - PUBG legt den Frühstart hin

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Fantastisches Spiel, furchtbare Technik

Umso enttäuschender ist es, dass dieses simple aber fantastische Spielprinzip auf der Xbox One unter den vielen technischen Schwächen der Preview-Version leidet. Die Grafikqualität ist in der aktuellen Version geradezu eine Beleidigung für die Konsole. Häufig sehen die Texturen von PUBG so aus, als stammten sie aus einem PS2- oder Xbox-Spiel (nicht One, nicht 360, sondern die erste Xbox). Grauer oder grünbrauner Matsch sowie hässliche Baummodelle »zieren« die gesamte Insel. Auch die Häuser- und Waffenmodelle sehen bei Weitem nicht so gut aus wie auf dem PC.

PUBG ohne Objekte Zu Beginn eines Matches fehlen noch alle Objekte in der Spielwelt, …

PUBG mit Objekten … sogar Treppen tauchen erst nach einigen Sekunden auf.

Das größte Ärgernis der Xbox-Version ist aber, dass sich die gesamte Spielwelt erst langsam im Verlauf der ersten Spielminute aufbaut. Bäume, Felsen, Häuser und sogar die Inneneinrichtung von Gebäuden poppen erst nach und nach auf. Wenn wir also früh aus dem Flugzeug abspringen, landen wir grundsätzlich in einer noch nicht geladenen Umgebung. Schlimmstenfalls fehlen in Häusern ganze Wände oder Treppen, sodass man noch nicht mit dem Looten anfangen kann und erstmal eine halbe Minute machtlos weil unbewaffnet in der Gegend rumstehen muss.

Hinzu kommen immer wieder auftretende Lags, nerviges Rubberbanding und Serverprobleme. Die stören zwar meist nur wenige Sekunden und anschließend läuft die Partie wieder, aber der Spielfluss ist auf jeden Fall gestört. Besonders ungünstig ist sowas, wenn man sich gerade mitten in einem Feuergefecht befindet und plötzlich die Kontrolle über die Spielfigur verliert oder das Spiel einfach vollkommen abstürzt. Beim Testen von PUBG haben wir keine einzige Runde erlebt, die komplett reibungslos verlief. Sowas sollte in keinem Spiel passieren, das 30 Euro kostet, selbst wenn es nur eine frühe Preview-Version ist.

PUBG - PC gegen Xbox One: Grafikvergleich und Frame-Rate Test Video starten 3:15 PUBG - PC gegen Xbox One: Grafikvergleich und Frame-Rate Test

Selbst auf One X keine stabilen 30 FPS

Die Performance von PUBG auf der Xbox One ist trotz den niedrigen Grafikdetails ebenfalls ernüchternd. Stabile 30 Frames pro Sekunde werden nie erreicht, und in vielen Situationen fällt die Bildrate sogar unter 15 FPS. Vor allem in der Spiellobby, bei der Landung mit dem Fallschirm und wenn mehrere Gegner in der Nähe sind, ruckelt das Spiel deshalb extrem. Wenn man nur durch die Landschaft streift und alles ruhig ist, kommt Battlegrounds zwar annähernd an die 30 FPS heran, aber allein das Betreten eines Hauses kann schon wieder zu Einbrüchen der Bildrate sorgen.

Mit einem kleinen Trick lässt sich die Performance allerdings ein wenig verbessern: Wenn man in den Einstellungen der Xbox One die Möglichkeit zur Übertragung und Aufzeichnung von Spielaufnahmen deaktiviert, spielt sich PUBG ein ganzes Stück flüssiger. Streamer-freundlich ist das freilich nicht, zumal sich Playerunkown's Battlegrounds eigentlichideal für Mixer, Twitch und Co. eignen würde.

Auf der Xbox One X gibt es etwas mehr Weitsicht als auf den "normalen" One-Modellen. Auf der Xbox One X gibt es etwas mehr Weitsicht als auf den "normalen" One-Modellen.

Auf der Xbox One X läuft PUBG ebenfalls nicht gerade rund, und dass obwohl Microsoft den Titel offiziell als "Xbox One X Enhanced" kennzeichnet. Im Gegensatz zur normalen One werden auf der X lediglich die Texturen nicht mehr auf niedrigster, sondern auf mittlerer Detailstufe dargestellt. Zudem hält sich die Bildrate ein wenig besser, kommt allerdings ebenfalls nur selten an stabile 30 FPS heran. Wenn man sich im Vergleich anschaut, welche Grafikpracht die Xbox One X aus Spielen wie etwa Forza Motorsport 7 oder auch anderen Perview-Programm-Titeln wie Astroneer oder Subnautica herausholt, enttäuscht Battlegrounds doch gewaltig.

In Sachen Audio kann die Konsolenversion ebenfalls noch nicht mit der PC-Version mithalten. Explosionen und Schüsse hören sich oftmals zu leise an, manchmal bleibt der Knall sogar komplett aus, wenn man die Waffe abfeurt. Wer kann, sollte PUBG übrigens nicht nur über die Fernsehlautsprecher laufen lassen, sondern am besten mit Kopfhörern spielen. So nehmt ihr die Geräuschkulisse in 360 Grad um euch herum wahr, und das kann euch notfalls das Leben retten. Denn Schuss- und Laufgeräusche helfen in Battlegrounds ungemein dabei, einen Gegner in der Nähe aufzuspüren.

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