PNY XLR8 CS3140 im Test: Wilder Buchstabensalat, gute SSD für die PS5

Mit der CS3140 liefert PNY ein hochwertiges Produkt, das gegenüber der starken und gleichzeitig günstigeren Konkurrenz das Nachsehen hat.

Der Heatsink der XLR8 CS3140 übersteigt die Vorgaben von Sony - aber spielt das überhaupt eine Rolle? Der Heatsink der XLR8 CS3140 übersteigt die Vorgaben von Sony - aber spielt das überhaupt eine Rolle?

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Das Feld an bezahlbaren NVMe-SSDs, die über ein blitzschnelles PCI-Express-Interface der vierten Generation verfügen, wird immer breiter, viele Modelle tummeln sich bereits auf dem Markt. So auch die XLR8 CS3140 von PNY, die ihr mit einem oder zwei Terrabyte für 180 bzw. 320 Euro erstehen könnt. Wir lassen sie gegen die von uns getestete SN850 von Western Digital antreten.

Lesegeschwindigkeit

Wie erwartet besteht die CS3140 locker den Benchmark der PS5 mit ungefähr 6,5 Gigabyte pro Sekunde. Dass der Test der Lesegeschwindigkeit nicht gerade exakt ist, bewiesen bereits Untersuchungen des Teams von DigitalFoundry, in denen deutlich langsamere SSDs ähnliche Spitzenwerte erzielten.

In Spielen ergab sich jedoch ein vergleichbares Bild wie bei der SN850; wir konnten, abgesehen von einigen Ausnahmen, stets ein paar Sekunden oder Sekundenbruchteile früher ins Spiel starten, nehmen wir die interne SSD der PS5, welche mit 5,5 Gigabyte pro Sekunde angegeben wird, als Ausgangspunkt. Die gemessene Lesegeschwindigkeit erscheint uns daher realistisch und deckt sich mit den technischen Spezifikationen.

Ladezeiten: Ratchet & Clank Lange müsst ihr im neuesten Ratchet & Clank nie warten.

Alan Wake Remastered Auch bei der Neuauflage von Alan Wake liegen die getesteten Speichermedien nah beieinander.

Bloodborne Beide Speicherweiterungen haben in Bloodborne die Nase vorn.

Metro Exodus Die Ladezeiten von Metro Exodus sind für ein optimiertes Spiel vergleichsweise lang, mit einer erweiternden NVMe-SSD holen wir nur knapp eine Sekunde raus.

Uncharted 2 Im PS3-Klassiker Uncharted 2: Among Thieves hat die SSD von PNY hauchdünn die Nase vorn, wie bei den anderen Tests können aber verschiedene Faktoren für leichte Diskrepanzen sorgen.

Die einzelnen Komponenten sind durchweg erstklassig: Neben dem aktuellen Topmodell des Speicher-Controller-Herstellers Phison entdecken wir ein Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher von SK Hynix, welcher als Cache verwendet wird, sowie vier 256-GB-Flash-Module von Micron auf der Platine.

PNY verwendet bei der CS3140 bewährte und leistungsfähige Bauteile. PNY verwendet bei der CS3140 bewährte und leistungsfähige Bauteile.

Mit oder ohne Heatsink? Eigentlich egal.

Unser Produkt-Sample wurde mit einem vorinstallierten Heatsink geliefert. Dieser ist siebzehn Millimeter hoch und drei Millimeter tief, überschreitet also die Vorgaben von Sony. Bei der Tiefe spielt das keine große Rolle, hier rechnet der PlayStation-Hersteller sehr konservativ, der Kühler ragt jedoch knapp fünf Millimeter aus dem Schacht heraus.

Ärgerlicherweise konnten wir vorab keinerlei Dokumente auf der Webseite von PNY entdecken, in denen über die Maße der SSD informiert wird. Ebenso fehlt eine nachvollziehbare Angabe zur theoretischen Lebensdauer.

Für uns ist es ein glücklicher Zufall, dass wir ein Exemplar mit Kühler erhalten haben, da wir so unseren Testablauf ein wenig erweitern konnten. Unter Anderem im Hinblick auf die Schreibgeschwindigkeiten, die wir zusätzlich für einen Umbau auf einen Kühlkörper von be quiet! festgehalten haben. Die Demontage fällt übrigens sehr einfach aus: sechs Kreuzschrauben müssen mit einem Bit der Größe „00“ herausgedreht werden.

Schreibgeschwindigkeit: Leere SSD Erneut verwendeten wir Cyberpunk 2077 mit seinen 100 GB Datenvolumen als Übertragungspaket. Mit vorinstalliertem Heatsink wurde der Transfer einige Sekunden schneller als mit dem MC1 von be quiet! erledigt.

Volle SSD Ist die SSD nahezu vollständig mit Spielen gefüllt, ergibt sich bei der Schreibgeschwindigkeit ein Defizit von ungefähr 40 Prozent. Erneut bildet die CS3140 mit dem Kühler vom Drittanbieter das Schlusslicht.

Verschieben wir viele Spiele hintereinander, kehrt sich die Datenlage jedoch um. Hier war die CS3140 mit dem MC1 von be quiet! knapp 30 Sekunden eher fertig. Die Unterschiede bei der Kühlkonzeption könnte eine potenzielle Erklärung liefern. Im Auslieferungszustand mit vorinstalliertem Kühler verwendet PNY sogenannten „Thermal Putty“, eine Art Wärmeleitpaste, die aber angedickt wurde und sich daher eher wie Silikon zwischen die einzelnen Komponenten legt. Be quiet! nutzt hingegen Wärmeleitpads, die über eine geringere Wärmeleitfähigkeit verfügen, jedoch die gesamte Platine bedecken.

Kopiervorgang Im Dauertest schlug sich der MC1 trotz geringerer Fläche besser.

Demontage Das könnte auf den besseren Kontakt zum Kühlkörper zurückzuführen sein. Die Paste bedeckt im Auslieferungszustand nicht gleichmäßig alle Module und lässt freie Stellen am Speicher-Controller.

Sprungartige Temperaturanstiege könnten vom vorinstallierten Kühler aufgrund der besseren Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Paste zügiger abgefangen werden, während der MC1 von be quiet! Hitze bei längeren Aufgaben effizienter abtransportiert, da der höhere Druck im geschlossenen Schacht mehr Luft über die Kühllamellen zieht.

Am Beispiel von The Last of Us Part II wird deutlich, dass kein gravierender Unterschied in Spielen besteht:

Mit vorinstalliertem Kühler dauert der Ladevorgang je nach Auslastung der SSD etwa 46,5 Sekunden. Dasselbe Test-Sample mit dem be quiet! MC1 lag bei denselben Konditionen (Speicherauslastung, Außentemperatur, Betriebsdauer) gerade einmal eine halbe Sekunde dahinter. Mit vorinstalliertem Kühler dauert der Ladevorgang je nach Auslastung der SSD etwa 46,5 Sekunden. Dasselbe Test-Sample mit dem be quiet! MC1 lag bei denselben Konditionen (Speicherauslastung, Außentemperatur, Betriebsdauer) gerade einmal eine halbe Sekunde dahinter.

Wir ziehen daher ein klares Resultat: Grundsätzlich ergeben sich keine Abweichungen bei der Performance, sollten unterschiedliche Kühler verwendet werden. Auch die Öffnung des Schachts scheint kein großes Problem darzustellen. Dass der deutlich kleinere Kühler des Drittanbieters nahezu gleichauf liegt, zeigt unserer Ansicht nach eher, wie gut das Kühlkonzept der PS5 mit geschlossenem Schacht funktioniert. Dieses verhindert außerdem, dass Staub über den SSD-Schacht in die Luftkanäle gezogen wird.

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