34-Jähriger will offizieller Pokémon-Professor werden, Nintendo verwehrt ihm Status wegen krimineller Vergangenheit - jetzt fordert er 300.000 Euro Schadensersatz

Offizielle Pokémon-Professoren dürfen Events austragen und haben Zugriff auf spezielle Ressourcen. Darum klagt ein Mann jetzt, dem dieser Status verwehrt geblieben ist – zu Unrecht, wie er meint.

Diese Pokémon-Professoren sehen durchaus auch so aus, als könnten sie eine kriminelle Vergangenheit werden. Diese Pokémon-Professoren sehen durchaus auch so aus, als könnten sie eine kriminelle Vergangenheit werden.

Ja, auch ihr könnt offiziell Pokémon-Professor werden! Nein, dafür müsst ihr keinen weißen Kittel tragen, aber einen Test bestehen und euch womöglich auch einem Background-Check unterziehen. Genau der verlief bei einem 34-Jährigen aus dem US-Staat Iowa nicht so gut, weshalb er den offiziellen Status nicht bekommen sollte.

Pokémon-Professor sein oder nicht sein: Die Frage geht vor Gericht

Als Pokémon-Professor darf man bei offiziellen Play! Pokémon-Events helfen, kann Punkte verdienen, um sie in einem exklusiven Professoren-Shop einzusetzen, an Professoren-Cups teilnehmen und besondere Goodies abgreifen. Manche Pokémon-Professoren werden auch noch zu bestimmten Meisterschaften eingeladen und mehr.

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Laut dem Kläger aus den USA ist dieses Programm aber nicht einfach nur dazu da, um damit Spaß zu haben. Die Teilnehmenden bekämen auch Zugriff auf bestimmte Tools, Karten- und Videospiel-Events, und noch mehr, auch kommerzielle Vorteile:

"Es dient als strukturierte Zertifizierung und Autorisierungs-System, das offiziellen Status gewährt, Zugriff auf offizielle Event-Tools, die Fähigkeit, sanktionierte Karten- und Videospiel-Matches zu hosten, in einem Event-Locator gelistet zu werden und Gelegenheiten, die Geschäftsverkehr, Kunden-Aufmerksamkeit, Produktverkäufe, guten Willen und kommerzielle Vorteile generieren."

Darum wollte es der 34-Jährige nicht auf sich sitzen lassen, dass er kein Pokémon-Professor werden durfte. Immerhin soll er laut eigenen Angaben den Test dafür mit einer Erfolgsquote von 100 % bestanden haben. Aber das ist eben nicht alles.

Bei dem Background-Check sei die kriminelle Vergangenheit des Mannes zum Problem geworden. Zunächst soll ihm zufolge "ein altes, leichtes Verbrechen, das über zehn Jahre alt war" entdeckt worden sein. Darum habe man ihm die Zertifizierung verwehrt.

Später sei die Begründung dann aber geändert worden. Jetzt beziehe sie sich auf drei Klagen wegen geringfügiger Vergehen, bei denen er aber nie für schuldig befunden und verurteilt worden sei.

Er ist wohl allerdings auch nie vor Gericht erschienen, um sich in diesen Fällen zu verteidigen, weswegen in einem anderen US-Bundesstaat ein Haftbefehl gegen ihn ausstehe, wie KCRG berichtet. Dem Mann wurde wohl Fehlverhalten wegen einer körperlichen Auseinandersetzung, das Besitzen, Reparieren oder Verkaufen einer Angriffswaffe sowie Sachbeschädigung vorgeworfen.

Die Schadensersatzklage des Mannes beziffert sich auf 341.000 US-Dollar, die Nintendo of America und die Pokémon-Company dem Mann zahlen sollen. Umgerechnet entspricht das in etwa 294.000 Euro. Das Problem sei vor allem eben der kommerzielle Aspekt des Ganzen. Bisher haben sich die beiden angeklagten Unternehmen wohl noch nicht zu dem Vorgang geäußert.

Wusstet ihr, dass man offizieller Pokémon-Professor werden kann? Was sagt ihr zu der Story?


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