PS5-Update bringt VRR erst später, aber was ist das eigentlich?

Sonys PlayStation 5 unterstützt VRR (Variable Refresh Rate) über HDMI 2.1, allerdings aktuell noch nicht. Das Feature kommt erst per Update in der Zukunft und wir klären hier, was das bedeutet.

von David Molke,
23.11.2020 11:47 Uhr

Bis die PS5 mit Hilfe von VRR gegen Screen Tearing vorbeugt, kann es noch dauern. Bis die PS5 mit Hilfe von VRR gegen Screen Tearing vorbeugt, kann es noch dauern.

Die PS5 ist da und unterstützt theoretisch auch 8K oder eine Variable Refresh Rate (VRR). Diese Features werden durch den HDMI 2.1-Standard ermöglicht, sind aktuell aber leider noch nicht verfügbar. Wie Sony in einem FAQ erklärt, soll VRR zum Beispiel erst durch ein zukünftiges Software-Update nachgereicht werden. Was wirklich schade ist, weil die Funktion das Spielen sehr viel angenehmer machen kann.

PS5 bekommt das VRR-Feature erst irgendwann per Update

Noch nicht verfügbar: Die PS5 wird zwar mit Hinweisen auf 8K-Auflösung und den HDMI 2.1-Standard beworben, nutzt den aber aktuell noch gar nicht richtig aus. Das heißt, dass ihr selbst mit einer PlayStation 5, dem richtigen Kabel und einem neuen, HDMI 2.1-fähigen Fernseher gar nicht aus dem Vollen schöpfen könnt und aktuell noch auf VRR verzichten müsst.

Kein genaues Datum: Die VRR-Funktion soll irgendwann noch nachgereicht werden. Nur wann, scheint noch nicht festzustehen. Auf der offiziellen FAQ-Seite verspricht Sony die Variable Refresh Rate-Unterstützung für ein "zukünftiges System-Software-Update".

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Was heißt das für PS5-Fans und was ist VRR überhaupt?

Was bedeutet VRR? VRR steht für Variable Refresh Rate und bezeichnet eine Technik, die die Bildwiederholraten von Grafik-Ausgabegeräten wie einer Konsole oder Grafikkarten mit denen von Bildschirmen oder Fernsehern synchronisiert. Wie bei Free-Sync oder G-Sync soll so vermieden werden, dass es zum sogenannten Screen-Tearing kommt.

Dieses Screen Tearing oder auf Deutsch Bildschirmreißen kann dadurch entstehen, dass Grafik-Einheiten schneller mit der Berechnung von Bildern sind, als sie auf dem Bildschirm oder TV angezeigt werden können. Das äußert sich dann in horizontalen Streifen und Verschiebungen im Bild, die sehr unangenehm wirken können.

Software-seitig wird diese Problematik oft durch V-Sync und mehrfaches Buffern der Bild-Ausgabe gelöst, was aber oft zu Performance-Einbußen, Rucklern und mehr Latenz führen kann. Nvidias G-Sync, die Alternative Freesync oder eben VRR setzen stattdessen Hardware-seitig an und merzen diese Probleme aus. Das Bild kann dadurch extrem flüssig, fehlerfrei und ohne das Bildschirmreißen ausgegeben werden.

Hier seht ihr ein Beispiel zu Screen Tearing in Horizon Zero Dawn. Hier seht ihr ein Beispiel zu Screen Tearing in Horizon Zero Dawn.

Ärgerlich, dass es fehlt: Wer eine der oben genannten Techniken erst einmal kennen- und zu schätzen gelernt hat, will sie nicht mehr missen. Insbesondere bei Spielen und TVs mit höheren FPS-Zahlen kann VRR den Spielfluss entscheidend angenehmer machen. Dass die PS5 eigentlich dazu in der Lage wäre, die Funktion aber erst später kommt, ist wirklich schade.

Das sorgt zum Beispiel dafür, dass das Bildschirm-Reißen aka Screen Tearing in den PS5-Versionen von Spielen wie AC Valhalla auftaucht, während die Xbox Series X-Fassung diese Probleme dank VRR-Unterstützung gar nicht erst aufkommen lässt und davon verschont bleibt. Insbesondere ärgerlich für alle, die sich extra für die PS5 einen Fernseher mit HDMI 2.1-Unterstützung zugelegt haben.

Wie findet ihr VRR & Co? Vermisst ihr das Feature bei eurer PS5?

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