PS5 & Xbox Series X/S - Wie wichtig ist uns Abwärtskompatibilität?

Für die einen ist sie ein großes Plus, andere nutzen sie so gut wie nie. Wir verraten euch, wie wichtig uns eine Abwärtskompatibilität auf den Next Gen-Konsolen ist.

von Redaktion GamePro,
12.09.2020 14:00 Uhr

So wichtig ist uns Abwärtskompatibilität auf PS5 und Xbox Series X/S. So wichtig ist uns Abwärtskompatibilität auf PS5 und Xbox Series X/S.

Nachdem wir erst vor kurzem von euch erfahren haben, dass Abwärtskompatibilität bei der GamePro-Community hoch im Kurs steht, wollen wir euch jetzt verraten, wie beliebt das Feature bei uns ist. Wie steht es um unsere physische Spiele-Bibliothek, spielen wir bei all den neuen Games überhaupt noch Klassiker und wie wichtig ist uns dieser Punkt mit Blick auf die Next-Gen?

Hannes findet, Game Pass und PS Now können davon nur profitieren

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt


Meine "Sammlung" an physischen Spielen hält sich sehr in Grenzen. Ja, früher habe ich meine Spiele oft klassisch im Laden gekauft. Ebenso oft habe ich sie dann aber auch wieder ausgeliehen, verschenkt, verkauft, verloren. Eine Abwärtskompatibilität in der Hinsicht, dass ich meine Bibliothek weiter nutzen kann, interessiert mich kaum. Ich habe mit meinen PS2-Hüllen abgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass ich diese alten Spiele nicht noch sehr mag. Ich möchte gern die Möglichkeit haben, in Erinnerungen zu schwelgen - ohne jede Barriere.

Und das bedeutet für mich ein uneingeschränkter Zugriff auf die Lieblingsspiele meiner Kindheit und Jugendzeit. Gleichzeitig kenne ich mich aber gut genug, dass ich weiß, viel mehr als 2-3 Stunden spiele ich in die alten Schinken ohnehin nicht mehr rein. Und da kommen dann Abo-Dienste wie Game Pass und PS Now ins Spiel. Wie bei Netflix oder Amazon Prime einfach aus Nostalgie in kultige Sachen stöbern zu können, ist ein immenses Verkaufsargument für mich, wenn es um den Abschluss solcher Streaming-Dienste geht. Manchmal reicht eine halbe Stunde Gran Turismo 2 halt aus, um mich sehr glücklich zu machen.

Dennis könnte auch auf Abwärtskompatibilität verzichten

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Da ich trotz Arbeit in der Branche seit jeher kein großer Sammler von physischen (Retro-) Spielen bin, war mir eine Abwärtskompatibilität nie sonderlich wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass ich keine alten Spiele zocke. Ganz im Gegenteil. Immer wieder landet mal ein Klassiker im digitalen Einkaufskorb - die Suikoden-Reihe aus der PS1-Ära als bestes Beispiel - oder via Game Pass oder PS Now wird ein verpasstes Spiel wie Fable nachgeholt.

Geht es also darum, ältere Spiele auf der Next-Gen zugänglich zu machen, beispielsweise meine Lieblinge Breath of Fire 3 und 4 nur einen Klick entfernt zu wissen, bin ich Feuer und Flamme was eine entsprechende Abwärtskompatibilität angeht. Wenn Microsoft und Sony auf ihren neuen Konsolen also möglichst viele ältere Spiele anbieten, ist das eine feine Sache. Aber sollte Sony, so wie es aktuell ausschaut, auf eine volle Abwärtskompatibilität verzichten, ist das für mich kein großes Problem. Es ist ja nicht so, dass es nicht genug frisches Zockfutter gibt. Und Remaster und Remakes, die gibt es ja zum Glück auch zuhauf.

Tobi findet Abwärtskompatibilität klasse, braucht sie aber nicht unbedingt

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Auch meine Spielebibliothek hat sich im Laufe der Jahre hauptsächlich in eine digitale verwandelt. Es kommt tatsächlich nur noch sehr selten vor, dass ich zum Regal gehe, eine Disc aus ihrer Hülle hole und diese dann in meine Konsole lege. Durch die stark wachsenden Digitalbibliotheken gewinnt Abwärtskompatibilität natürlich wieder mehr an Bedeutung bzw. ist auf dem Papier mutmaßlich einfacher zu gewährleisten. Ich bin jedenfalls jemand, der diese Frage mit einem klaren: "Ist ein nettes Feature, aber ich brauche es nicht unbedingt" beantwortet.

Denn ich kenne mich: Spiele aus älteren Generationen habe ich meistens bereits in der jeweiligen Generation gespielt und meist nicht das Bedürfnis, diese noch ein zweites oder gar drittes Mal zu spielen. Sicherlich ist es schön, wenn es diese Option gibt und Titel wie etwa bei der Xbox Series S/X sogar verbessert dargestellt werden, schließlich habe ich so das Gefühl, dass mir eine Konsole einen Mehrwert schafft. Der Reiz des Neuen ist für mich persönlich aber trotzdem stärker.

Basti liebt es zu sammeln, will alte Spiele aber nur selten erneut spielen

Sebastian Zeitz
@Citronat

Ich bin super interessiert an alten Spielen und hab auch über meine Kindheit hinweg alle Konsolen gespielt. Wenn der GameCube aktuell war, hab ich trotzdem meinen NES angeschlossen und Klassiker nachgeholt. So hab ich auch noch eine Sammlung mit hunderten Spielen über die gesamten Konsolengenerationen angestaut.

Über die letzten Jahre hinweg hat sich mein Verhalten etwas verändert. Anstatt Spiele immer wieder zu spielen, sind sie für mich nach dem ersten Mal durch und verschwinden dann für immer im Schrank. Deshalb brauche ich auch keine Abwärtskompatibilität, denn will ich ein älteres Spiel dann doch noch einmal spielen, dann schließe ich die Konsole einfach an. Mir ist es da auch egal, wie aufgeblasen und schlecht das Bild aussieht, ich kenne die Spiele ja sowieso schon. Warum sollte ich das PS1-Spider-Man spielen, wenn sich Miles Morales in 4K und 60FPS auf meine PS5 schwingen kann.

Max spart mit der Abwärtskompatibilität Platz im Regal

Max Franke
@mafra_tw

Abwärtskompatibilität ist eine gute Sache und ich finde es super, dass beide Konsolen hier etwas zu bieten haben. Mir reicht die PS4/Xbox One-Kompatibilität allerdings vollkommen. Das liegt vor allem daran, dass ich damit Platz und Mühe spare. Am Ende einer Generation bleiben immer Spiele übrig, die ich aus verschiedenen Gründen nicht geschafft habe. Ich bin mit den jetzigen Konsolen also noch lange nicht fertig.

Trotzdem möchte ich auch nicht noch 1 oder 2 Jahre mit der Next-Gen warten. Gäbe es keine Abwärtskompatibilität, müsste ich also entweder eine weitere Konsole ins Regal stellen (was bei mir schwer bis unmöglich wäre), oder bei Bedarf immer umstöpseln. Nervig. Den Kabelsalat hinterm Fernseher spare ich mir aber gerne und so hält mich nichts davon ab z.B. Uncharted: Lost Legacy nachzuholen. Dazu kommt, dass ich die alte Konsole guten Gewissens verkaufen oder verschenken kann. Das Feature ist für mich also mehr eine Art "Arbeitserleichterung", eine coole Bonus-Komfortfunktion. Kein Kaufgrund, aber ich nehme es sehr gerne mit.

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