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Seite 3: Rainbow Six: Siege im Test - Ein Traum für Teamplayer

Spezialisten braucht die Welt

Um eine clevere Strategie zu entwickeln, braucht man natürlich auch clevere Möglichkeiten. Rainbow Six: Siege will das mit den 20 Spezialisten erreichen, die mir als Spieler zur Auswahl stehen. Vor jedem Match entscheide ich ähnlich wie im Multiplayer von Call of Duty: Black Ops 3, in welche Rolle ich schlüpfen will. Dabei stehen fünf Antiterror-Einheiten zur Auswahl: GIGN, GSG9, Spetznaz, SAS und FBI. Die Charaktere teilen sich in Offensive und Defensive auf - Angreifer reißen beispielsweise als Haudrauf Sledge Wände mit Schlaghammer ein oder erspähen als Fräulein IQ mit Sensor Minen.

Meine Überlebenschancen sind drastisch gesunken. Der Kollege hat die Sprengung der Tür mit dem Leben bezahlt. Meine Überlebenschancen sind drastisch gesunken. Der Kollege hat die Sprengung der Tür mit dem Leben bezahlt.

In der Defensive kann Russe Kapkan Türen verminen, Franzose Rook gibt den Kollegen verbesserte Rüstungen, während Amerikaner Castle Türen besonders bombensicher verrammelt. Die Spezialisten sind eine tolle Idee, die sich spürbar auf die Spielweise auswirken. Doof nur, dass wir sie erst nacheinander mit Ingame-Währung freischalten müssen. Jedes Match bringt uns sogenanntes Renown, mit dem wir neue Figuren kaufen und Aufsätze freischalten. Das funktioniert bei einem Spiel wie Call of Duty, das sehr auf diverse Belohnungsspiralen ausgelegt ist - in Siege sind die Unlockables jedoch eher hinderlich.

Bei so einem knüppelharten Taktik-Shooter will ich experimentieren, unterschiedliche Kombinationen austüfteln, Waffenaufsätze durchschalten und, und, und. Klar wird man für eine gewonnene Partie recht ordentlich belohnt, kann also getrost auf den Echtgeld-Shop verzichten. Trotzdem wirkt die ganze Freikauferei wie ein aufgesetztes Feature, das mich in meinen Strategien ausbremst - Rainbow Six spielt man nicht für Level-Ups und Unlockables, sondern weil man gewinnen und auftrumpfen will.

Der Kampf um die Community

Nicht zuletzt durch diesen Unterschied ist Rainbow Six: Siege eine wirklich spannende Alternative zu den gegenwärtigen Genre-Giganten und Ubisofts Trumpf im Ringen um die besten Multiplayer-Titel. Es will all die Spieler abholen, denen Star Wars: Battlefront und Call of Duty zu seicht sind, gibt sich aber gleichzeitig ein wenig einsteigerfreundlicher als CS: GO. Die große Frage ist: Kann es das schaffen?

Die Antwort hängt ganz davon ab, was Ubisoft in den kommenden Monaten an Inhalten nachreicht. Denn der Umfang der Release-Version - und das ist einer der größten Kritikpunkte - richtet sich gegenwärtig wirklich nur an hartgesottene Spezialisten, denen es nicht langweilig wird, immer wieder quasi denselben Modus zu spielen. Die Partien sind ohnehin recht langatmig, lockere Matches dauern fünf Runden, Ranglistenspiele sogar noch länger - gern mal bis zu 40 Minuten. Hier wären abwechslungsreichere und auch kurzweiligere Spieltypen eine wünschenswerte Ergänzung.

Außerdem gibt es gegenwärtig noch einige Probleme mit der Netzwerkstabilität. In meiner Testzeit schlug knapp jedes fünfte Matchmaking fehl, weil das Spiel sich in einer Ladepause aufgehangen, keine Spieler gefunden oder schlicht abgebrochen hat. Damit Rainbow Six: Siege nicht ähnlich versandet wie beispielsweise ein Evolve, müssen die Entwickler diese Fehler schnell in den Griff kriegen - und möglichst bald die kostenlosen Inhalte nachreichen, die sie für 2016 versprochen haben (unter anderem acht neue Karten). Das taktische Grundgerüst gehört zu den besten Multiplayer-Konzepten, die ich seit langem erlebt habe - es wäre schade, wenn in einem Jahr kaum jemand noch darüber reden würde.

Nach draußen wagt man sich als Verteidiger quasi nie. Aber manchmal überrascht man den Feind dann doch an der Schwelle. Nach draußen wagt man sich als Verteidiger quasi nie. Aber manchmal überrascht man den Feind dann doch an der Schwelle.

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