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Seite 2: Resident Evil 2 im Test - Alte Liebe gammelt nicht

Erkunden und Rätseln in Perfektion

Die Göttinnen-Statue stellt euch vor das erste große Rätsel. Die Göttinnen-Statue stellt euch vor das erste große Rätsel.

Rein spielerisch erfindet das Remake von Resident Evil 2 das Rad nicht neu, zeigt sich beim Erkunden und Rätseln jedoch in Bestform und führt eingestaubte Elemente (etwa die ewig langen Türanimationen aus dem Original) in moderne Zeiten.

So dürft ihr gleich zu Beginn das berühmte Rätsel um die Göttinnen-Statue lösen, für das ihr drei Medaillons benötigt. Die sind in der ganzen Polizeistation verteilt. Die Suche vorbei an den neuen, unheimlichen Bewohnern beginnt. Nach getaner Arbeit, das verspricht die Zeichnung aus einer gefundenen Notiz, soll sich so ein Fluchtweg öffnen, der den Weg in die Freiheit bedeutet.

Schritt für Schritt bewegt ihr durch die Polizeistation, kombiniert Items, löst optionale Rätsel und öffnet mit gefundenen Schlüsseln weitere Räume. Durch die Suche nach Gegenständen, die ihr zum Lösen der Rätsel benötigt, stoßt ihr immer tiefer in die hintersten Ecken des Gebäudes vor. Spätere Spielgebiete funktionieren nach dem gleichen Prinzip, sorgen jedoch durch abwechslungsreiches Level-Design dafür, dass nie Langeweile aufkommt.

Die Mischung aus rätseln, erkunden und kämpfen motiviert ungemein und gibt euch in kurzen Abständen kleine Erfolgserlebnisse.Sogar ein Blick auf die Karte kann für Glückshormone sorgen. Nämlich dann, wenn sich darauf ein Zimmer blau färbt, weil ihr alle Aufgaben dort erledigt habt.Gesichtete Gegenstände, Interaktionspunkte und Türen werden übrigens hervorgehoben, was die spätere Suche erleichtert.

Echte Menschen statt Action-Helden

Leon und Claire sind keine Action-Helden sondern spielen sich wie echte Menschen. Leon und Claire sind keine Action-Helden sondern spielen sich wie echte Menschen.

Deutlich erleichtert wird im Remake auch das Zielen mit eurer Waffe. Capcom hat sich wie bereits in den Teilen 4 bis 6 der Hauptreihe für eine Verfolgerperspektive entschieden, was für deutlich mehr Dynamik und mehr Gefühl für den Charakter sorgt. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Kamera fest positioniert nur einen kleinen Bildausschnitt zeigt und Schusswechsel dadurch unnötig knifflig werden.

Das Remake wandelt die einstige Schwäche zu einer großen und unglaublich spaßigen und befriedigenden Stärke um. Das Schießen mit der Pistole und der Pumpgun fühlt sich "echt" an. Ihr zielt bewusst auf einzelne Körperteile und feuert nicht entgegen jedem Realismus ein ganzes Magazin in eure Gegner. Benutzt ihr eure Pistole, hat das dank hervorragendem Treffer-Feedback eine spürbare Wirkung auf den Charakter und auf euren Gegner. Ihr spielt eine glaubhafte Person, die eine Waffe nutzt, um sich zu schützen, und keinen Action-Helden, der alles vor sich über den Haufen mäht.

Insgesamt findet ihr im gesamten Spiel nur wenige Macht-Momente, ihr müsst jeden Gegner ernst nehmen. Eine Unachtsamkeit kostet das nächste Kraut (mit dem ihr eure Gesundheit regeneriert), jeder Fehlschuss nagt am knappen Munitionsvorrat.

Eine Frage der Balance

Das Inventar lässt sich wie bereits in Teil 7 schnell und reibungslos bedienen. Das war nicht immer so. Das Inventar lässt sich wie bereits in Teil 7 schnell und reibungslos bedienen. Das war nicht immer so.

Resident Evil steht mit wenigen Ausnahmen - Teil 5 und 6, ihr seid gemeint - seit jeher für Survival-Horror vom Feinsten. Jeder verfehlte Schuss aus der Pistole schmerzt. Von grausamen Fehlschüssen aus der Pumpgun fangen wir erst gar nicht an.

Zwar werden erfahrene Spieler auf dem normalen Schwierigkeitsgrad, der euch jederzeit die Möglichkeit gibt zu speichern und gelegentliche Auto-Saves bietet, nur selten in Munitionsarmut geraten, doch das Entscheidende ist, dass die Ressourcen-Balance stimmt. Weder seid ihr vom Mangel genervt, noch fragt ihr euch, was ihr mit dem ganzen Kram anstellen sollt.

Diese drei Schwierigkeitsgrade gibt es
- Assistiert: Zielhilfe, Erholung der Gesundheit, schwächere Gegner
- Standard: Der normale Spielmodus
- Veteran: Speichern erfordert ein Farbband, kein Auto-Save, stärkere Gegner

Stets findet sich im rechten Moment das nötige Schießpulver um Munition herzustellen, das lebensrettende Kraut oder die nützliche Nebenwaffe in Form von Granaten und Kampfmessern. Und selbst wenn die Gegenstände aus eurem Inventar (das aufgeräumt und übersichtlich stark an das aus Resident Evil 7 erinnert) mal zur Neige gehen, hilft oft die kluge Flucht an euren Gegnern vorbei. Das spart Ressourcen und Nerven.

Zu guter Letzt müssen wir jedoch noch ein kleines Haar aus der sonst so köstlichen Survival-Suppe fischen. Die (zum Glück) seltenen Kämpfe mit den toll inszenierten Bossgegnern, sind spielerisch eher seicht und passen nicht ganz ins sonst so tolle Horror-Konzept. Mal schießen wir im Rückwärtsgang so lange auf einen fieses Monster, bis es über die Reling geht, mal müssen wir markante Stellen der Reihe nach treffen oder einfach so lange standhaft bleiben und Blei in den Körper des Feindes ballern, bis eine Cutscene ausgelöst wird.

Das ist jetzt kein kompletter Totalausfall, hätte allerdings mit ein wenig mehr Kreativität an der richtigen Stelle zu Momenten geführt, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Von diesen erinnerungswürdigen Situationen bietet Resident Evil 2 allerdings eine ganze Menge, weswegen die Bosskämpfe letztendlich nur ein kleiner Schönheitsfehler in einem unglaublich guten und stimmigen Horror-Spektakel sind.

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