Das neue A Plague Tale im Test: Besser als Resonance kann eine Fortsetzung kaum sein

Kevin hat Resonance schon vor dem Release durchgespielt und verrät euch im Test, warum das neue Plague Tale das bisher beste für ihn ist.

Resonance: A Plague Tale Legacy im GamePro-Test. Resonance: A Plague Tale Legacy im GamePro-Test.

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

25% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

GameStar Plus ist das Online-Abo für Gamer, denen gute Spiele wichtig sind. Schon ab 5,99€ im Monat. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle exklusiven Tests, Guides, Videos und Reportagen von GameStar
Jede Woche ein exklusiver Podcast und zwei exklusive Newsletter
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Wenn ich an die Vorgänger von Resonance: A Plague Tale Legacy zurückdenke, schießen mir als Erstes die beängstigenden Rattenschwärme, die beeindruckende Optik, die tollen Charaktere und die packende Geschichte rund um Amicia und Hugo in den Kopf.

Direkt im Anschluss denke ich aber auch an das Schleich-Gameplay und die Kämpfe. Beides hat mich teils so sehr genervt, dass ich mich trotz der vielen Vorzüge des Spiels oft zum Weiterspielen überwinden musste.

Genau das ist der Grund, warum Resonance für mich ganz klar der bisher beste Teil des Franchises ist. Es bringt alles mit, was die Vorgänger so toll gemacht hat, verbindet das Ganze aber endlich mit spaßigem Gameplay.

Was euch im Abenteuer von Plünderin Sophia erwartet und wo es trotz des dicken Lobes noch kleine Abzüge in der B-Note gibt, verrate ich euch im Test.

Die Suche nach dem Schatz

In Resonance schlüpfe ich 15 Jahre vor den Ereignissen der Vorgänger in die Haut von Sophia, die zu Beginn des Spiels noch ein kleines Mädchen ist und für Experimente in einer Art Kloster festgehalten wird.

Dort wird ihr Blut injiziert, um Visionen auszulösen, die sie in Trance in ein Buch zeichnet. Im Intro werde ich zum Glück Zeuge, wie sie von ihrem Vater befreit wird und zu ihren Leuten – einer Fraktion aus Plündernden – zurückkehrt.

Zu Beginn des Spiels ist Sophia noch keine große Kriegerin. Zu Beginn des Spiels ist Sophia noch keine große Kriegerin.

Sophias Bande ist seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem sagenumwobenen Schatz, der eng mit den Eingebungen von Sophia und den Zeichnungen im Buch verwoben ist.

Bevor Sophia selbst zum aktiven Teil dieser Suche wird, erlebe ich in der ersten Spielstunde, wie sie heranwächst und zur Kriegerin ausgebildet wird. Später führt sie ihre Reise von ihrer Heimat im Mittelmeerraum unter anderem nach Venedig und auf die mystische Insel, die den gesuchten Schatz beherbergen soll.

Mit dabei ist ihr Sidekick Leni, eine Plünderin, zu der Sophia eine sehr enge Beziehung hat. Sie unterstützt mich in den Kämpfen, hilft beim Lösen der Rätsel – zu denen gleich mehr – und ist dazwischen meine ständige Gesprächspartnerin.

Beim Erkunden der Welt folgt nämlich ein unterhaltsam geschriebener Dialog auf den nächsten. Dabei erfahre ich immer mehr über die Figuren und die Spielwelt – wie gewohnt untermalt von einer erstklassigen deutschen Synchronisation.

Video starten 1:17 Kurz vor Release bereitet euch der neue Story-Trailer auf das kommende Plague Tale-Prequel vor

Ich kann und will storytechnisch gar nicht viel mehr verraten, denn im Rahmen des rund 15-stündigen Abenteuers erwarten euch etliche Überraschungen und Wendungen. 

Die Geschichte bleibt bis zum Abspann spannend und wird maßgeblich von den tollen Charakteren – wie dem bereits genannten Gespann, aber auch anderen, wie Sophias Mentor Ezra oder ihrem Ziehvater Faro – getragen.

Fans der Vorgänger kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, denn natürlich gibt es neue Erkenntnisse in Bezug auf die Reise von Amicia und Hugo – und mit Sophia eine Figur, die bereits in Requiem einen Auftritt hatte. Dennoch könnt ihr Resonance auch komplett ohne Vorwissen genießen.

Schwert schlägt Schleichen

Erzählerisch baut das ‚Plague Tale‘-Prequel qualitativ also auf den bisherigen Teilen auf. Spielerisch geht der Titel aber neue Wege – zumindest in einem zentralen Punkt: den Kämpfen. 

Sophia ist nämlich sehr geübt im Umgang mit Schwert und Dolch und scheut keine noch so große Herausforderung. 

In den Gefechten teilt die bewegliche Kriegerin schnelle Schläge aus, landet Tritte sowie tödliche kritische Treffer mit dem Dolch und wirft herumliegende Flaschen auf ihre Feinde.

Gleichzeitig verteidigt sie sich, indem sie blockt, pariert oder ausweicht. Mit ihrem Greifhaken zieht sie zudem nahe Feinde bei Bedarf an sich heran – oder befördert Bogenschützen auf Podesten in tiefe Abgründe.

Nicht zuletzt erlernt Sophia mit der Zeit neue Skills, die es ihr etwa erlauben, größere Ausweichmanöver durchzuführen oder besonders effektiv mit Wurfwaffen umzugehen. Einige extrem mächtige Fähigkeiten wie ein wuchtiger Rundumschlag kommen ebenfalls dazu.

Video starten 7:29 7 Minuten Gameplay zu Resonance: A Plague Tale Legacy – Kämpfe, Erkundung und Rätsel

Das spielt sich butterweich und sieht dank zahlreicher stylisher Kampf- und Kill-Animationen verdammt cool aus.

Die Herausforderung findet auf dem normalen Schwierigkeitsgrad dabei die perfekte Balance. Ich spiele hier zwar kein bockschweres Soulslike, muss mich aber durchaus konzentrieren, um nicht überwältigt zu werden.

Wer es dennoch härter oder entspannter mag, kann auf einen der vier anderen Schwierigkeitsgrade umstellen; zudem lässt sich in den Optionen eine Unverwundbarkeit aktivieren.

Schwierigkeitsgrade: Es gibt insgesamt fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade, angefangen bei Story bis hin zu Albtraum. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad sind Ausweichen und Parieren automatisiert, zusätzlich kann eine Unverwundbarkeit aktiviert werden.

Accessibility: Resonance bietet eine ganze Reihe verschiedenster Accessibility-Einstellungen.

  • Die Kameraeinstellungen können umfassend angepasst werden, Kamerahilfen können hinzugeschaltet werden
  • Es gibt verschiedene Einstellungen, um das Lesen von Untertiteln zu vereinfachen
  • Viele Bildeffekte, wie Bewegungsunschärfe oder Bildverzerrungen können abgeschwächt oder gänzlich abgeschaltet werden
  • Ein Hochkontrastmodus und verschiedene Einstellungen zur Unterstützung bei Rot-, Grün- und Blausehschwäche können genutzt werden
  • Steuerung, Vibrationen und Funktionsweisen wie für das Drücken/Halten können angepasst werden
  • Die Darstellung von Blut kann reduziert werden

Sophia tritt stets gegen Soldaten mit unterschiedlicher Bewaffnung an. Bei schwer gepanzerten Kriegern mit Schild muss ich etwa erst die Abwehr durchbrechen, dicke Brocken machen mir das Leben hingegen mit anfangs nicht parierbaren Angriffen schwer.

Von diesen Typen gibt es eine Handvoll. Auch ein paar wenige Bosse mit eigenen Angriffsmustern und dicker Lebensleiste gesellen sich dazu – alles in allem bleibt die Gegnervielfalt aber überschaubar, was mich allerdings wenig gestört hat.

Das liegt vor allem daran, da sich die Kämpfe wunderbar mit Erkundungs-, Schleich- und Rätsel-Passagen abwechseln und so nie große Monotonie aufkommt.

1 von 4

nächste Seite



Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.