Return to Silent Hill setzt mit 6% auf Rotten Tomatoes neuen Negativrekord für die Film-Reihe: sogar der Streifen von 2012 war besser bewertet

Der neue Silent Hill-Film, der das zweite Spiel adaptiert, unterbietet sogar die Wertung von Revelation aus dem Jahr 2012.

Vieles in seinem Leben hätte sich James anders vorgestellt. Bestimmt auch die Kritikerwertung. Vieles in seinem Leben hätte sich James anders vorgestellt. Bestimmt auch die Kritikerwertung.

Der 2012er Silent Hill-Film Revelation wurde von der Kritik schon ganz schön hart abgestraft. Auf Rotten Tomatoes steht er gerade mal bei 8%. Trotzdem hat die neueste Verfilmung das noch unterboten.

Die Silent Hill 2-Verfilmung floppt bei der internationalen Kritik

Der neue Streifen namens Return to Silent Hill wählt einen anderen Ansatz als die bisherigen Adaptionen und hält sich an die Handlung aus dem zweiten Videospiel, samt bekannter Charaktere. Die ersten beiden Filme aus den Jahren 2006 und 2012 gingen dagegen etwas freier mit dem Ausgangsmaterial um.

Video starten 2:15 Der Regisseur des ersten Silent-Hill-Films kehrt mit einer Fortsetzung zurück - diesmal geht es um die Geschichte von Silent Hill 2

Der erste Film mit Radha Mitchell in der Hauptrolle erreichte bei Rotten Tomatoes einen Kritikerschnitt von immerhin 33%. Die Publikumswertung ist mit 66% deutlich höher und allgemein gibt es in der Horrorfilm-Community durchaus Fans. Auch ich selbst finde diese Verfilmung durchaus gelungen.

Beim zweiten Film sieht das schon etwas anders aus. Die Publikumsbewertung ist ebenfalls höher als die 8% der Kritik, steht aber auch nur noch bei 35%.

Bei Return to Silent Hill führte Christophe Gans Regie, wie auch schon beim ersten Titel, den Negativrekord konnte das aber nicht abwenden. Aktuell steht der Film mit 17 Reviews bei 6% auf Rotten Tomatoes (Stand vom 22. Januar, 12:15 Uhr).

Die User-Bewertungen stehen bisher noch aus. Auf Metacritic steht der Film bei einer 30 (bei nur 6 Reviews).

Das wird kritisiert

In den Reviews gibt es, wie beim Wertungsschnitt zu erwarten, diverse Kritikpunkte: Immer wieder wird angemerkt, dass der Gruselfaktor fehle und es der Adaption einfach nicht gelingen wolle, die Atmosphäre des Videospiels einzufangen.

Ein Reviewer merkt hierbei an, dass es denkbar schwierig sei, einen Horrorfilm zu inszenieren, bei dem die Hauptfigur keine Angst hat, sondern eher neugierig und verwirrt beobachtet. Auch die schauspielerische Leistung und Storytelling wird kritisiert. Manche Personen fanden die Geschichte verwirrend, anderen haben gut inszenierte Twists gefehlt. Teilweise wirkte der Plot sogar unfreiwillig komisch auf die Zuschauenden.

Was das Visuelle betrifft, gehen die Meinungen auseinander: Die Effekte werden in einigen Reviews kritisiert oder als mittelmäßig bezeichnet, während in der ein oder anderen Kritik angemerkt wird, dass das Setting an sich gut eingefangen sei. Wie das Kinopublikum den Film bewertet, bleibt abzuwarten.

Fest steht, dass das Team vor einer extrem großen Herausforderung stand. Schon beim Remake des Spiels von Bloober Team stellte sich die Frage, ob das überhaupt gelingen kann. In dem Fall hat es funktioniert, im Fall der Film-Adaption anscheinend nicht. Die Silent Hill-Spiele – und insbesondere der großartige und sehr beliebte zweite Teil – leben von ihrer ganz besonderen, bizarren Atmosphäre.

Zudem ist auch die Handlung des Spiels sehr speziell, gibt uns lange Zeit erst einmal Rätsel auf. Bis zu den unterschiedlichen Enden, mit denen sich sehr viel klärt, wirkt alles vielmehr wie ein surrealer Traum, sehr viel findet auf einer Meta-Ebene statt. Im oben verlinkten Artikel haben wir die Story für euch noch mal aufgerollt und erklärt, aber Vorsicht: Spoiler!

Was sagt ihr: Seid ihr von vornherein davon ausgegangen, dass es keine gute Idee ist, Silent Hill für die Kino-Leinwand zu adaptieren oder habt ihr gedacht, gerade mit Christophe Gans kann das klappen?


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