Sonic Frontiers: Erstes Open World-Gameplay stürzt mich ins Gefühlschaos

SEGA haben erste Spielszenen aus Sonic Frontiers gezeigt, die bei Dennis gemischte Gefühle hervorrufen.

von Dennis Michel,
02.06.2022 15:05 Uhr

Sonic darf bald in einer offenen Spielwelt umherflitzen. Sonic darf bald in einer offenen Spielwelt umherflitzen.

Update, 02. Juni: Gestern wurden via IGN First sieben Minuten Gameplay aus Sonic Frontiers gezeigt. Ich habe die Kolumne daher um einen weiteren Absatz ergänzt.

Seid ihr Fans des blauen Igels, solltet ihr euch heute Abend um 18 Uhr besser nichts vornehmen. Denn pünktlich zum Abendbrot zeigen SEGA, wohin die Reise von Sonic Frontiers, dem ersten Open World-Spiel der Reihe, führt.

Vorab wurde jedoch schon ein Trailer zum Spiel veröffentlicht, der erstes Gameplay zeigt und mich in ein regelrechtes Gefühlschaos gestürzt hat. Auf der einen Seite schaut das Gezeigte nämlich super interessant und schick aus, auf der anderen Seite schwirrt bei mir seit der Ankündigung im vergangenen Jahr der Gedanke im Kopf, dass das Projekt alles wird, nur kein gutes Sonic.

Erstes Gameplay zu Sonic Frontiers

Doch zunächst einmal die Fakten: Sonic Frontiers soll laut SEGA ein 3D-Jump 'n Run in einer offenen Spielwelt werden, das Ende 2022 für PS4/PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch und auch für den PC erscheint.

Angekündigt wurde das Spiel bereits im vergangenen Jahr mit einem ersten Teaser und wie das Ganze jetzt in Aktion aussieht, davon könnt ihr euch im neuen Trailer einen ersten Eindruck machen:

Sonic Frontiers - Trailer zeigt erstes Gameplay aus der Open World 0:38 Sonic Frontiers - Trailer zeigt erstes Gameplay aus der Open World

Es ist nur ein Gefühl ...

Eines vorweg: Das Gezeigte im Trailer oben macht mächtig Lust auf mehr. Sonic Frontiers sieht hier schick aus, die Musik ist wirklich ganz hervorragend gewählt und allein der bloße Gedanke daran mit dem blauen Igel durch eine Zelda: Breath of the Wild-eske Open World zu flitzen, na das ist schon überaus verlockend.

Bereits seit der Ankündigung ist das Spiel für mich nach der jüngsten, positiv formuliert, durchwachsenen Sonic-Vergangenheit (mit Sonic Generations als einzig positiven 3D-Ausflug) eines der spannendsten kommenden Open World-Spiele.

"Aber Dennis, es ist doch alles supi": Das mag schon sein und ich wünsche mir als Fan der rasanten 2D-Ableger, dass Sonic mal wieder einen echten Hit landet. Aber drei Punkte geistern mir durch den Kopf, welche meine Alarmglocken laut klingeln lassen.

  • Der Open World-Hype: Überspitzt formuliert braucht heutzutage jedes Franchise bzw. das Portfolio jedes Entwicklers eine weitläufige Open World. Das mag im Fall von Zelda oder Assassin's Creed für viele funktionieren, – ich hab die mehr linearen Teile lieber gemocht – kann aber auch an jüngsten Beispielen wie Ghostwire Tokyo oder Biomutant in die Hose gehen.
  • Open World-Verwässerung: Auch bei Sonic Frontiers kommt mir unweigerlich der Gedanke in den Kopf, ob nicht ein kompakteres Weltendesign, gerne auch in 3D, nicht weit besser zum blauen Igel passen würde. Bei Sonic will ich doch rasante Action, doch bekomme ich die in einer weitläufigen Open World?
  • Das Kopfkino: Aktuell und mit Blick auf den Trailer stelle ich es mir auf Dauer doch recht repetitiv vor, durch die weitläufige Spielwelt zu flitzen, auf Türme zu rasen und ab und an mal einem Gegner übers Gesicht zu laufen. Ich bin mir dabei sogar ziemlich sicher, dass das 1-2 Stunden lang spaßig ist, doch kann emich ein solches Prinzip auf Dauer bei Laune halten?

Ich irre mich hier sehr, sehr gerne!

Doch ich will hier Sonic Frontiers ausdrücklich nicht vorverurteilen und ein Scheitern herbeireden. Vielleicht überzeugt mich bereits der Reveal heute Abend um 19 Uhr vom kompletten Gegenteil und wenn ich mich Ende 2022 ins Spiel stürze, hab ich den unerwartet zweitgrößten Open World-Spaß des Jahres – sorry, aber Elden Ring noch übertreffen, ich bitte euch. Aber das Gefühl, dass hier allerhand schief gehen könnte, das ist da.

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Wie es am Ende auch kommt, neben Diablo Immortal gehört Sonic Frontiers zumindest auf meine Liste der spannendsten Veröffentlichungen des Jahres ganz weit nach oben. Denn genau wie bei der Frage, ob Blizzard mal wieder abliefert oder den nächsten Shitstorm heraufbeschwört, zählt das neue Abenteuer mit dem Igel zu den Spielen, wo alles möglich ist.

Mehr Gameplay, gleiche Bedenken

Die Kolleg*innen von IGN durften gestern exklusives Gameplay veröffentlichen und das hab ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Leider muss ich aber sagen, dass sich meine Bedenken was Sonic Frontiers anbelangt eher noch verstärkt haben.

Ja, das Spiel sieht auf den ersten Blick richtig gut aus und es entsteht der Eindruck, dass uns hier ein frisches Open World-Konzept erwartet. Doch je mehr Sekunden im Video verstrichen, desto weniger konnte mich das Gezeigte davon überzeugen, dass mich das Spiel auch nach der ersten Spielstunde noch abholt.

Hier könnt ihr euch das Video anschauen:

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Das Geschwindigkeitsgefühl der Sonic-Spiele kommt kaum mehr zum tragen, die Welt wirkt recht ausgestorben und ein richtiger Gameplay-Flow ist auch nicht zu erkennen. YouTuber Ricky Berwick hat es mit seinem Kommentar perfekt zusammengefasst, Sonic Frontiers wirkt mehr wie eine Tech-Demo als ein richtiges Spiel. Hier ein paar platzierte Gleitschienen, da ein paar Ringe und dann rennt der Igel ungewohnt langsam durchs Gras.

Größter Lichtblick beim Gezeigten war dann die Puzzle-Einlage am Ende des Videos. Die gibt mir zumindest eine Idee davon, was ich hier wirklich im Spiel mache außer ziellos durch die Gegend zu hüpfen. Aber gut, warten wir mal weiter ab, was uns SEGA in den kommende Monaten vom Spiel präsentiert. Spannend bleibt das Ganze weiterhin.

Wie geht es euch mit Blick auf das Gameplay? Meint ihr das Open World-Konzept mit dem Igel geht auf?

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