Ihr dachtet, die Speicherkrise sei schlimm? Laut eines Berichts droht dem CPU-Markt eine ganz ähnliche Entwicklung

So wie es aussieht, steigen die Preise für Hardware auch in anderen Sparten demnächst stark.

Die Preise für Prozessoren sollen schon bald steigen. Die Preise für Prozessoren sollen schon bald steigen.

Der Hardware-Markt ist seit ein paar Monaten ordentlich in Aufruhr geraten. Die Preise für RAM sind seit Herbst 2025 extrem gestiegen und ein Ende ist nicht in Sicht. Demnächst könnte sich die Situation auch auf andere Produkte übertragen.

Nach dem Arbeitsspeicher sind die Prozessoren dran

Ein Bericht von TechCrunch, in dem verschiedenste Artikel und Stimmen aus der Branche zusammengetragen werden, zeichnet ein ziemlich düsteres Bild für den Consumer-Hardware-Markt in den kommenden Monaten.

Video starten 39:01 3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!

Demnach sind zuletzt auch die Preise für Prozessoren – sowohl für PCs als auch für Server – um zehn bis 15 Prozent gestiegen. Intel und AMD, die beiden wichtigsten Hersteller, sollen Kunden zudem mitgeteilt haben, dass die Preise im März und April weiter steigen werden.

Gleichzeitig werden auch die Lieferzeiten immer länger. Wartezeiten haben sich offenbar schon von "ein paar Wochen" auf "ein paar Monate" verlängert. Betroffen sind davon etwa die Hersteller von Komplett-PCs, die direkt mit den Herstellern zusammenarbeiten.

Früher oder später wird sich diese Preisverschiebung aber auch bei den Endkunden bemerkbar machen. Wenn es dann überhaupt ausreichend lieferbare CPUs gibt. Ähnlich wie bei der RAM-Krise kommen nämlich immer weniger Produkte überhaupt im Endkundenmarkt an.

Der Grund dafür ist – wenig überraschend – der KI-Boom der letzten Jahre. Rechenzentren brauchen nicht nur jede Menge Speicher, sondern auch die nötige Rechenpower. Die erhöhte Nachfrage führt zu einem deutlich besseren Geschäft für die Hersteller in diesem Bereich.

Intel, AMD und Co. können von KI-Unternehmen schlicht deutlich höhere Preise verlangen, da diese auf den schnellen Ausbau der Infrastruktur angewiesen sind. Die Umsätze im Consumer-Segment sind quasi Peanuts dagegen.

Es ist derselbe Mechanismus, der auch beim Arbeitsspeicher am Werk ist und zuletzt auch für gestiegene SSD-Preise gesorgt hat. Da das alles grundlegende Komponenten für viele Produkte wie Smartphones, Handhelds oder Konsolen sind, sind auch dort Preissteigerungen leider nicht ausgeschlossen.


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