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State of Decay 2 im Test - Spaziergang durch die Zombie-Apokalypse

Die Mischung aus Survival-Horror und Action-RPG ist auch in State of Decay 2 für die Xbox One ein gelungenes Konzept. Doch die menschlichen Protagonisten verkommen erneut zu einer bloßen Statistik.

von Michael Cherdchupan,
22.05.2018 16:15 Uhr

State of Decay 2 - Test-Video zum Open-World-Zombiespiel 5:30 State of Decay 2 - Test-Video zum Open-World-Zombiespiel

Habt ihr schon einmal wegen Reparaturarbeiten daheim euren Hauptwasserhahn zudrehen müssen? Kaffee kochen, Hände waschen, Geschirrspülen - all das geht auf einmal nicht mehr. Ihr merkt schneller als euch lieb ist, wie sehr man sich an eine Grundversorgung gewöhnt hat.

Die letzten Überlebenden aus State of Decay 2 würden für eine saubere Wasserleitung ihr letztes Hemd geben. Nach dem Ausbruch einer Zombie-Apokalypse kämpfen sie in einem fiktionalen amerikanischen Staat um die letzten Ressourcen.

Das Spiel mischt dabei Elemente aus Survival-Horror und Action-Rollenspiel mit einer kleinen Priese Echtzeitstrategie. Ihr verwaltet eine sichere Behausung und erschließt neue Gebiete in verlassenen Kleinstädten. Aber beides ist nicht so einfach, wenn die Untoten an jeder Person knabbern wollen, die zu bauen oder erforschen imstande ist.

Charakterloses Ende

Das klassische Untoten-Szenario also, bloß lange nach Seuchenausbruch und Massenpanik. Das Militär glänzt durch Abwesenheit, verstreute Wissenschaftler haben nur kleine Dosen des Heilmittels. Jetzt gilt es, auch noch die letzten Konserven und Brotkrumen aus den Ruinen zu sammeln.

Munition für Schusswaffen ist nicht besonders rar. Ein weiterer Grund, weshalb die Gegner nur äußert selten zur ernsthaften Bedrohung werden.Munition für Schusswaffen ist nicht besonders rar. Ein weiterer Grund, weshalb die Gegner nur äußert selten zur ernsthaften Bedrohung werden.

Und doch gibt es einen Twist: Die Hauptrolle spielen keine Superhelden wie die Übermenschen aus Resident Evil, sondern normale Zivilisten. Zu Beginn des Spiels könnt ihr aus mehreren Paaren auswählen: Zerstrittene Geschwister, alte Schulfreunde oder ein ungleiches Liebespaar zum Beispiel.

Das Tutorial stellt die Figuren anschließend mit natürlich wirkenden Dialogen und guten Sprechern vor. Uns sind die Charaktere gleich sympathisch! Doch die schöne Einführung löst ihr Versprechen im Hauptspiel nicht ein. Welche zwischenmenschlichen Probleme auch immer zwischen den Paaren herrschen: Sie werden durch optionale Dialoge zur Nebensache.

Der Ansatz, die Zombie-Apokalypse aus einer geerdeten Perspektive zu zeigen, ist großartig. Aber State of Decay 2 nutzt diese Chance nie. Relevant sind nach kurzer Zeit bloß die körperlichen Fähigkeiten der Charaktere, nicht ihre Persönlichkeit an sich.

Auf Funkmasten oder anderen Türmen könnt ihr die Gegend auskundschaften. Daraufhin tauchen Symbole auf der Karte auf.Auf Funkmasten oder anderen Türmen könnt ihr die Gegend auskundschaften. Daraufhin tauchen Symbole auf der Karte auf.

Dafür gelingt es den Entwicklern, die verlassenen Orte glaubwürdig wirken zu lassen. Die zerstörte Inneneinrichtung erzählt von vergangenen Kämpfen. Müll, provisorische Schlafplätze oder Nachrichten für Nachzügler: Die Areale wirken gelebt, als wären hier wirklich Menschen gewesen. Das geht durch die schwache Grafik beinahe verloren. Es ist ein unattraktiver Brei aus matschigen Texturen und eindimensionaler Beleuchtung.

Vor allem nachts wirkt die Optik flach, und selbst die Taschenlampe kann nichts dagegen ausrichten. Trotzdem gibt es immer wieder gute Momente. Etwa, wenn die Weitläufigkeit der Landschaft eine gewisse Tragik vermittelt: Alles scheint ausgestorben. Hier und da gibt es Enklaven, doch sie wirken winzig in den weitgehend von der Natur beherrschten Weiten der Landschaft. Ein Tick zu idyllisch, wenn ihr uns fragt, denn ein Gefühl von Bedrohung kommt nur sehr selten auf.

Die einfachen Zombies stellen selbst in Gruppen keine Gefahr dar. Die hohe Frequenz, mit der ihr sie tötet, macht sie beliebig. Und von den generell wenigen Varianten bergen bloß ein, vielleicht zwei ein gewisses Risiko. Am relevantesten ist dabei eine Sorte, die die Blutseuche übertragen kann. Hat sich einer der Charaktere eurer Gemeinschaft angesteckt, muss bald ein Heilmittel her. Nebst Krankheitsfortschritt hemmender Medikamente verbraucht das einiges an Ressourcen.

Es liegt auf der Hand: Die Krankenstation ist von ungeheurer Wichtigkeit. Neben der Herstellung von Heilmitteln, die mit einem Garten unterstützt werden muss, geht ihr hier auch gegen die Blutseuche vor.Es liegt auf der Hand: Die Krankenstation ist von ungeheurer Wichtigkeit. Neben der Herstellung von Heilmitteln, die mit einem Garten unterstützt werden muss, geht ihr hier auch gegen die Blutseuche vor.

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