Eigentlich nichts Ungewöhnliches für Konsolenbesitzer*in: Die Katze rennt über den Schoß, der Dark Souls-Boss ist zu hart oder man nickt nach einer langen Gaming-Session kurz ein – und zack, der Controller macht Bekanntschaft mit dem Fußboden oder sogar der Wand, weil der Frust so tief sitzt. Sollte euch etwas ähnliches passieren und das Gerät danach heiß werden oder sich sogar verformen, solltet ihr allerdings schnell reagieren.
Wenn der Akku zum Problem wird
In genau solch einer Situation befand sich ein User des Subreddit r/switch2. Ihm fiel der rechte Joy-Con der Nintendo-Konsole herunter. Kurz danach sah das Teil aus wie ein aufgehendes Hefebrötchen.
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Ich habe meinen Joy-Con fallen lassen, das war ein ordentlicher Sturz … jetzt verbindet er sich nicht mehr, die Unterseite ist heiß und das Plastik bläht sich auf … habe ich hier gerade eine Bombe? Repariert Nintendo so etwas überhaupt?
Was hier sehr wahrscheinlich passiert ist, kennt man auch von Smartphones oder Laptops: Der Lithium-Ionen-Akku im Inneren wurde durch den Aufprall beschädigt. Diese Akkus speichern Energie über chemische Reaktionen. Werden ihre inneren Schichten verletzt oder überhitzt, kann es zur sogenannten Ausgasung kommen. Dabei bildet sich Gas im Inneren der Zelle – der Akku bläht sich auf, das Gehäuse wölbt sich und die Temperatur steigt.
Kurz gesagt: ein ernstzunehmender Hardware-Defekt mit potenzieller Brandgefahr.
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Schnee, Wasser – und warum das keine gute Idee ist
Darauf wiesen auch viele Kommentare den User hin: Hier liegt im schlimmsten Fall eine tickende Zeitbombe herum, die man nicht unterschätzen sollte.
Der betroffene Spieler reagierte entsprechend der Kommentare und warf den Joy-Con kurzerhand in den Schnee, um den Controller abzukühlen. Eine gute Idee ist das allerdings nicht. Lithium-Ionen-Akkus lassen sich nicht zuverlässig mit Wasser "beruhigen". Gerät ein Akku in Brand, kann Wasser die Situation sogar verschlimmern. Es wieder an eine Stromquelle zu stecken ist ebenfalls keine gute Idee.
Empfohlen wird stattdessen, das Gerät von brennbaren Materialien fernzuhalten und – wenn möglich – mit Sand oder in einem feuerfestem Gefäß zu sichern. Auch ein Feuerlöscher sollte griffbereit sein.
Ein aufgeblähter Akku ist außerdem kein Bastelprojekt für zwischendurch. Beim Öffnen können giftige Dämpfe entweichen, zudem besteht akute Brandgefahr. Einschicken ist ebenfalls schwierig: Ein beschädigter Akku gilt als Gefahrgut – im schlimmsten Fall verschickt man damit eine kleine Briefbombe.
Ihr solltet solch ein kaputtes Gerät stattdessen zum nächsten Werkstoffhof bringen, damit der Akku fachgerecht entsorgt werden kann. Manche Elektrofachmärkte nehmen auch kleinere Hardware an, um sie zu entsorgen, aber hier besteht immer das Risiko, dass sie es als Gefahrengut ablehnen. In keinem Fall solltet ihr den Akku im Hausmüll entsorgen!
Hattet ihr schon einmal ein Gerät mit aufgeblähtem Akku oder ist euch so etwas bisher zum Glück erspart geblieben?
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