Manga und Anime sind in den letzten Jahren auch in Deutschland extrem populär geworden. Die ursprünglich japanischen Medien haben hierzulande sogar eine eigene Szene hervorgebracht – mit deutschen Künstler*innen, die ihre eigenen Werke veröffentlichen.
Um genau diese kreativen Personen zu würdigen, wurde der Tancho Award ins Leben gerufen. Am 20. März 2026 wurde er erstmals auf der Manga Comic Con im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen.
Wer die Gewinner*innen in den Kategorien Verlagspublikation und Selfpublishing sind, worum es in ihren Werken geht und wie hoch das Preisgeld ausfällt, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten.
- Was der Tancho Award, seine Teilnahmebedingungen und wie hoch das Preisgeld ist
- Verlagspublikation-Sieger*in und worum es im Manga geht
- Selfpublishing-Sieger’*in und worum es im Manga geht
Was der Tancho Award, seine Teilnahmebedingungen und wie hoch das Preisgeld ist
Bei dem Tancho Award handelt es sich um einen Preis, der nur an deutschsprachige Werke im Stil von japanischen Mangas verliehen wird.
Für den Tancho Award 2026 konnten Mangas aus dem DACH-Raum (DACH = Deutschland, Austria (Österreich) und CHonfoederatio Helvetica (Schweiz)), die zwischen Januar 2025 und Dezember 2025 erschienen sind, teilnehmen.
Der Zeitraum für die Teilnahme und der Einreichung der Werke beschränkte sich auf den 11. September bis zum 30. November 2025. Die Nominierten wurden am 30. Januar 2026 bekannt gegeben, die Gewinner*innen am 20. März 2026 gekürt. Pro Kategorie betrug das Preisgeld 1000 Euro.
Gewinner*in in der Kategorie Verlagspublikation und worum es im Manga geht
In der Kategorie Verlagspublikation holte sich die 30-jährige Sozan Coskun mit dem dritten Band des Manga "Kiela und das letzte Geleit" den ersten Platz. Sozan hatte bereits in der Vergangenheit an einigen Manga-Wettbewerben teilgenommen und gewonnen.
2018 veröffentlichte sie eine Manga-Kurzgeschichte namens "Sternenstaub". Die ersten beiden Kapitel ihres Mangas "Green Garden" dienten als Abschlussarbeit für ihr Studium.
Danach veröffentlichte sie eine weitere Serie, die bereits mit vier Bänden abgeschlossen wurde. Seit Juli 2023 arbeitet sie an "Kiela und das letzte Geleit".
Worum geht es in "Kiela und das letzte Geleit"? Der Manga erzählt die Geschichte der namensgebenden Protagonistin Kiela, die ihren Zwillingsbruder Quin in jungen Jahren verlor und seinen Tod nur schwer verarbeiten kann.
Um ihn noch einmal sehen zu können, sucht sie die Helsheim AG auf – eine Organisation, die ihren Kunden sicheres Geleit ins Jenseits garantiert. Quin hatte vor seinem Tod nämlich einen Vertrag mit der Helsheim Ag abgeschlossen und Kiela erhofft sich durch diesen Vertrag, ihren Bruder wiedersehen zu können.
Gewinner*in in der Kategorie Selfpublishing und worum es im Manga geht
In der Kategorie Selfpublishing wurde die 38-jährige Lisa Santrau, auch bekannt unter ihrem Künstlernamen LIAN, mit dem dritten Band ihres Mangas "Rabenfluch" mit dem Tancho Award 2026 ausgezeichnet.
Mit ihrem Debüt-Manga "Mechanical Princess" – einem Mix aus Steampunk- und Shojo-Elementen – machte sie sich bereits einen Namen in der Indie-Szene der deutschsprachigen Mangas. Rabenfluch ist ihr zweites Werk.
Worum geht es in "Rabenfluch"? Rabenfluch erzählt die Geschichte des Hexers Askell, der Menschen hasst und sie meidet. Damit er ihnen nicht begegnen muss, lebt er mit seiner Ente Mia zurückgezogen und isoliert in einem magischen Wald.
Eines Tages erhält er jedoch einen Brief aus dem Schloss des Königs, mit der Bitte, dem König dabei zu helfen, seinen gierigen und von Eitelkeit zerfressenen Sohn zu verändern. Getrieben von Neugier macht sich Askell auf den Weg zum Schloss, um sich den verzogenen Prinzen Ryland selbst anzusehen und ahnt nicht, wie das sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird.
Habt ihr von den beiden Mangas schon gehört und welche deutschen Mangas würdet ihr empfehlen?
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