The Last of Us 2 hätte beinahe ein anderes, viel düsteres Ende gehabt

Achtung, Spoiler: Neil Druckmann und Halley Gross verraten in einem Interview, dass das Ende von The Last of Us Part 2 ursprünglich ein anderes hätte sein sollen.

von Linda Sprenger,
25.06.2020 08:00 Uhr

The Last of Us: Part 2 hatte ursprünglich ein anderes Ende gehabt. The Last of Us: Part 2 hatte ursprünglich ein anderes Ende gehabt.

Achtung, Spoiler: In diesem Artikel gehen wir explizit auf das Ende von The Last of Us Part 2 ein beziehungsweise auf Schlüsselmomente in der Story, die zu dem Ende führen.

Das Ende von The Last of Us 2 ist in erster Linie tragisch, lässt aber gleichzeitig viel Raum für Hoffnung, was es letztendlich so schön macht. Ellie mag zwar alles, was ihr wichtig war, verloren haben, aber sie hat den Kreislauf der Gewalt für sich selbst durchbrochen und kann ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen.

Wie Director Neil Druckmann und Narrative Lead Halley Gross in einem Interview mit Indiewire verraten, hätte das Ende von The Last of Us 2 allerdings ursprünglich ganz anders ausgesehen. Und höchstwahrscheinlich hätte das Spiel insbesondere in Bezug auf Ellies Charakter wesentlich düsterer geendet.

So hätte der Kampf zwischen Ellie und Abby ursprünglich ausgehen sollen

Das alternative Ende, das Druckmann im Interview beschreibt, bezieht sich in erster Linie auf den Kampf zwischen Ellie und Abby am Strand von Santa Barbara. Im finalen Spiel verschont die von Rache getriebene junge Frau ihre Widersacherin im letzten Moment. Aber das war nicht immer so.

Ellie hätte Abby ursprünglich in Santa Barbara töten sollen. Sie hätte ihre Rache bekommen und ein anderer Charakter hätte laut Druckmann den Kreislauf der Gewalt durchbrechen sollen. Nicht Ellie selbst, wie es sich im finalen Spiel zuträgt.

An dieser Idee hielten die Macher bis zur Hälfte der Entwicklung des Spiels fest, ließen letztendlich aber davon ab.

Der Kampf im Video:

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Warum tötet Ellie Abby nicht?

Der Grund ist simpel: Laut Druckmann würde dieser harte, kaltblütige Schritt nicht zu Ellies Charakter passen. Sie sei im Kern ein guter Mensch.

Vielmehr soll der Spieler deshalb die Hoffnung entwickeln, dass Ellie auf ihrer guten Seite aufbaut und ihr Leben friedlich weiterführen kann. Zumindest so friedlich, wie es die gnadenlose Welt von The Last of Us erlauben würde.

Ellie kriegt am Ende doch noch die Kurve und bleibt ihrem gutherzigen Charakter treu, den wir in Teil 1 so lieben gelernt haben. Ellie kriegt am Ende doch noch die Kurve und bleibt ihrem gutherzigen Charakter treu, den wir in Teil 1 so lieben gelernt haben.

Im finalen Spiel verschont Ellie Abby also, aber warum? Das erklären wir in unserer Interpretation des Endes ausführlich, hier die Kurzfassung: Während Ellie Abby würgt und Unterwasser drückt, erinnert sie sich plötzlich an ihr Gespräch mit Joel zurück, das sie am Abend der Feier in Jackson geführt haben. Dabei macht sie einen Schritt auf ihren Ziehvater zu und verspricht ihm, dass sie versuche, ihm endlich dafür zu verzeihen, dass er sie bezüglich der schrecklichen Ereignisse im Krankenhaus der Fireflies angelogen hat.

Beim Kampf mit Abby, kurz bevor Ellie sie im Meer ertränkt, erinnert sie sich an dieses Versprechen zurück und realisiert, dass sie vor einer neuen Herausforderung steht. Nämlich die Herausforderung, zu verhindern, dass sie ihre barmherzige und vergebende Seite mit dem Mord an Abby komplett zerstört.

The Last of Us 2 ist exklusiv für PS4 erhältlich.

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