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Seite 2: The Surge - Du bist, was du zerstückelst

Dystopie wie im Film

Was das Szenario angeht, setzt The Surge wie Lords of the Fallen auf eine ebenso dreckige wie bodenständige Spielwelt. Unser »Held« ist wieder eine feste Figur, nämlich ein gewöhnlicher Fabrikarbeiter und obendrein körperlich gehandicapt. Erst mit seinem Exoskelett läuft er zum großen Krieger auf. Und selbst das braucht etwas Arbeit, denn die Items von The Surge sind oft gar keine Kriegsgeräte. Das Exoskelett soll eigentlich die Schweißerarbeit erleichtern und das Kettensägenschwert unserer Hauptfigur war zum Stahlschneiden gedacht.

Die Welt soll keine offene sein, aber trotzdem einiges zu entdecken bieten. Die Welt soll keine offene sein, aber trotzdem einiges zu entdecken bieten.

Das alles klingt richtig stimmig, weil es hervorragend in die dystopische Zukunft des Spiels passt. 60 bis 70 Jahre nach unserer Zeit vegetiert der kleine Mann in einer Zweiklassengesellschaft vor sich hin und die Technologie konnte Probleme wie den Welthunger nicht lösen - im Gegenteil, die Lage ist schlimmer denn je und Großkonzerne regieren die Welt.

Als Vorbild nennen die Entwickler den Film Elysium, der ebenfalls Unterdrückung und eine geteilte Gesellschaft thematisierte. Die Welt wird wie in Lords of the Fallen keine frei begehbare Open World, aber es soll mehr zu entdecken geben. So finden wir Abkürzungen oder neue Fähigkeiten eröffnen uns in bekannten Gebieten frische Wege. Als Spielzeit peilt Deck13 rund zwölf bis 20 Stunden an.

Diesmal eine bessere Story?

Zu den größten Kritikpunkten an Lords of the Fallen gehörte die mäßige Story, die soll diesmal deutlich besser werden. Bei Lords of the Fallen sei alles um das Kampfsystem aufgebaut worden, diesmal werkelt von Anfang an ein Team an einer wendungsreichen Handlung. Wenn sie auch nicht die Entscheidungsfreiheit eines Witcher 3 oder Mass Effect bieten wird: Satt schwerwiegender moralischer Dilemmas will The Surge eine eher lineare, dafür aber einfach spannende Geschichte erzählen und den Spieler mitfiebern lassen, wie es weitergeht.

Sowohl unsere Waffen als auch unsere Feinde sind eigentlich zur Arbeit statt für den Kampf konzipiert. Sowohl unsere Waffen als auch unsere Feinde sind eigentlich zur Arbeit statt für den Kampf konzipiert.

Genauso soll die Dystopie vor allem ein interessantes Gedankenexperiment sein. Wo könnte der technologische Fortschritt hinführen, wenn er sich gegen uns wendet? Können auch hehre Weltverbesserungsabsichten zu schrecklichen Entwicklungen führen? Und wie lässt sich das alles weitmöglichst auf die Spitze treiben, um ein richtig cooles SciFi-Szenario zu basteln?

Es geht auch ohne Freiheit:Kolumne zu Entscheidungen in Spielen

Tiefschürfende Gesellschaftskritik an aktuellen Zuständen will The Surge dabei aber ausdrücklich nicht sein, hier steht vor allem - wenn auch düstere - Unterhaltung auf dem Programm. »Die aktuellen Ereignisse sind so schon schlimm genug«, so die Entwickler. Zumal wir sie uns noch nicht einmal mit The Surge versüßen können, das erscheint erst 2017. Zu einer ersten Präsentation einer spielbaren Version wollen die Entwickler voraussichtlich im Februar 2016 laden, wir sind gespannt!

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