Fazit: The Tomorrow Children im Test - Eine hübsche, aber unglaublich frustrierende Free-to-Play-Hölle

Fazit der Redaktion

Dom Schott:
@R3nDom

The Tomorrow Children hat mich nicht nur enttäuscht, sondern auch ziemlich schnell unheimlich frustriert. Hinter dem wirklich hübschen Grafikstil verbirgt sich ein langatmiges, für Einsteiger viel zu forderndes und insgesamt unübersichtliches Free-to-Play-Gekringel, das euch früher oder später Geld aus den Rippen leiern will, um zumindest ein paar der unerträglich repetitiven Aufgaben durchzuhalten.

Die Idee, Wahlen in den Städten abhalten zu können, ist wirklich nett, fühlt sich aber in ihren Auswirkungen extrem belanglos an. Mehrfach vorhandene Gebäude desselben Typs, die meine Bastelarbeit fast völlig unnötig machen, minutenlanges Warten auf den Bushaltestellen, das nagende Gefühl der Einsamkeit, die langweilig-monochromatische Landschaft und gnadenlos unfaire Gegner jenseits der Stadtgrenze trieben mich in The Tomorrow Children fast in den Wahnsinn. In dem fehlenden Spielspaß erkenne ich auch keine moralische Botschaft, die auf die Alltagsrealität im Kommunismus oder das Leben in Arbeitslagern anspielen soll. Was ich allerdings sehr deutlich sehe, ist unbefriedigendes Spieldesign, das selbst mit der für Tester beigelegten Vorschussfinanzen kaum auszuhalten war. Leider muss ich es so deutlich sagen: Schon lange war ich nicht mehr so froh darüber, einem Spiel endgültig wieder den Rücken kehren zu können.

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