Top PSVR-Spiele 2018 - Das sind die besten VR-Games für PS4

In unserer Top 5 findet ihr die PlayStation VR-PS4-Spiele, die uns dieses Jahr besonders aufgefallen sind.

von Ann-Kathrin Kuhls,
29.12.2018 12:00 Uhr

Das sind unsere Top PSVR-Spiele 2018 .Das sind unsere Top PSVR-Spiele 2018 .

Die Lage der PSVR ist ungewiss. Während Experten verkünden, dass Virtual Reality schon bald Geschichte sei und die Verkaufszahlen noch im Summer "unterhalb der Erwartungen der Firma" lagen, hat sich die PSVR seit dem Launch über drei Millionen Mal verkauft: Für Virtual-Reality Hardware gar nicht mal so schlecht.

Unabhängig davon sind natürlich auch 2018 jede Menge Spiele für die Brille erschienen, in denen wir in eine andere Welt schlüpfen können. Doch welche der Titel lohnen sich? Wir haben euch unsere Top 5 der besten VR-Spiele zusammengestellt.

Moss

Moss - Gameplay-Trailer zum PSVR-Spiel 1:59 Moss - Gameplay-Trailer zum PSVR-Spiel

Moss ist ein Muss. Verzeiht uns diesen Wortwitz, aber deutlicher können wir es wirklich nicht sagen. Die Geschichte der kleinen, aber sehr tapferen Mäusin Quill, von einer großartigen Erzählerin vorgelesen, zieht uns vom ersten Moment an in ihren Bann.

Sowohl die Welt als auf die Mäusin selbst sind im wahrsten Sinne des Wortes greifbar. Die Welt, weil viele der im detaillierten Dioramen-Stil gehaltenen Level Rätsel enthalten, die wir durch Drehen, Kippen oder Wenden der Umgebung lösen. Wir sind so sehr Teil der Welt, dass wir uns im Wasser spiegeln, wenn wir in den Bach sehen.

Und auch Quill sind wir nah, weil die kleine Maus ihre Kämpfe gegen böse Hirschkäfer(gesteuert von uns) selbst schlägt und hinterher nur dann heilt, wenn sie liebevoll von uns gestreichelt wird.

Quill ist zurecht stolz auf ihr Spiel.Quill ist zurecht stolz auf ihr Spiel.

Aber bei all der Niedlichkeit hat Moss auch Anspruch. Die Rätsel sind bisweilen echte Kopfnüsse und die Kämpfe sind so schnell, dass das Spiel dem "Action" vor dem Adventure ohne Probleme gerecht wird. Gleichzeitig sorgt die Vogelperspektive dafür, dass uns zu keinem Zeitpunkt schlecht wurde, dafür sind die Animationen zu flüssig und der Überblick zu gut.

Manchmal ertappen wir uns sogar dabei, dass wir vom Sofa aufstehen und uns den Hals verrenken, um einen Sammelgegenstand hinter einer Säule zu erspähen. Niedlichkeit, Anspruch und Komfort: Eigentlich gibt es keinen Grund mehr, als PSVR-Spieler auf Moss zu verzichten.

Astro Bot Rescue Mission

Astro Bot Rescue Mission - Launch-Trailer des VR-Jump'n'Runs 1:52 Astro Bot Rescue Mission - Launch-Trailer des VR-Jump'n'Runs

Auch in Astro Bot Rescue Mission sind wir Teil des Spiels, allerdings helfen wir hier keiner tapferen Maus, sondern, wie man am Namen schon erkennen kann, einem Roboter. Den kennen wir bereits aus Playroom VR, jetzt hat er jedoch sein eigenes Spiel.

Und eine wichtige Mission: Unsere Freunde und Teile unseres Raumschiffs wiederzufinden und einzusammeln, die ein fieser Bösewicht zuvor quer durchs Universum verstreut hat. Unser Astro Bot blieb als einziger übrig und muss deswegen die Suppe auslöffeln. Dabei hüpft, gleitet und rennt er mit uns durch 20 Level auf fünf unterschiedlichen Planeten und nutzt dabei das Medium VR voll aus.

Nicht nur der Stick auf dem Controller, auch unser Kopf ist zum Beispiel Teil der Spielmechaniken. Auch die Soundbits aus dem Lautsprecher des DualShock-Controllers, die geringen Ladezeiten und das minimalistische, aber dadurch sehr fehlerfreie Design des Spiels machen die Immersion noch stärker, als sie bei einem VR-Titel sowieso schon ist.

Dieser riesige Roboter reicht eine helfende Hand.Dieser riesige Roboter reicht eine helfende Hand.

Egal ob Unter Wasser, in einem felsigen Canyon oder auf Lianenranken über den Wolken: Astro Bot kann in Sachen Gameplay ohne Probleme mit Plattformern wie Super Mario Odyssey mithalten. Und je nachdem, ob wir die normale- oder die VR-Optik lieber haben, sogar übertreffen.

Wer übrigens noch nicht sicher ist, ob Astro Bot als Spiel interessant ist, kann sich Robo und seine Freunde auch in Playroom VR ausprobieren. Das ist auf jeder PSVR vorinstalliert und zeigt, was mit dem VR-Headset alles möglich ist.

Tetris Effect

Tetris Effect - Ankündigungs-Trailer zum PS4-Geschicklichkeitsspiel mit PS VR-Unterstützung 2:57 Tetris Effect - Ankündigungs-Trailer zum PS4-Geschicklichkeitsspiel mit PS VR-Unterstützung

In unserem Test zu Tetris Effect bezeichnen wir das Spiel als musikalische Liebeserklärung an einen Klassiker. REZ-Entwickler Tetsuya Mizuguchi gibt dem Klassiker eine lang verdiente Generalüberholung, die das Spiel in die virtuelle Realität holt. Jetzt geht es jedoch nicht mehr nur darum, unterschiedlich geformte Blöcke in Reihen zu ordnen und komplettierte Reihen aufzulösen.

Vielmehr steuern wir mit jedem Block und jeder Reihe zu dem vielschichtigen Soundtrack bei, den Tetris Effekt in einem Spieldurchgang erschafft. Der unterscheidet sich jedes Mal, immer davon abhängig, in welchem der 30 Level wir uns befinden. Im Urwald klingen die fallenden Steine wie Buschtrommeln, im tiefblauen Ozean fühlen wir uns hingegen wie in einer Meditations-Sitzung.

Je weiter wir kommen, desto größer wird das Effektgewitter aus Partikeln und Lichtern, die wir mit jeder Handlung auslösen. Dabei sind die Effekte jedoch nie störend, sondern fügen sich in das Spiel ein. Puristen können die jedoch auch deaktivieren.

So ein Effektgewitter könnte auch deutlich unübersichtlicher ausfallen.So ein Effektgewitter könnte auch deutlich unübersichtlicher ausfallen.

Auch für die Schwierigkeit ist die Musik wichtig: Der steigt nämlich nicht mit der reinen Spielzeit, sondern mit dem Rhythmus an. So ahnen wir bereits durch ein immer stärker werdendes Crescendo, dass es gleich happig wird. Eine andere sinnvolle Erweiterung ist der Mystery-Modus, bei dem wir zufällig generierte Handycaps serviert bekommen. Einmal spielen wir dazu auf dem Kopf, ein anderes Mal haben die Tetrissteine die seltsamsten Formen.

Zwar haben wir beim Anspielen einen Multiplayer vermisst, trotzdem liefert Tetris Effect jedoch so viele Modi, dass wir das Geschicklichkeitsspiel trotzdem problemlos zu den besten 5 VR-Spielen das Jahres zählen können.

Beat Saber

Beat Saber - "Laserschwert-Techno" offiziell für PlayStation VR bestätigt 1:06 Beat Saber - "Laserschwert-Techno" offiziell für PlayStation VR bestätigt

Zwar gibt es Beat Saber erst seit dem 22. November für die PSVR, auf den anderen Brillen hat das Rhythmus-Spiel jedoch schon für einigen Wirbel gesorgt. Der Titel stattet uns mit zwei virtuellen Lichtschwertern aus, die wir im Rhythmus zur Musik schwingen mit ihnen umherfliegende Würfel zersäbeln. Ein bisschen wie Guitar Hero, nur eben mit Schwertern anstatt Gitarrenseiten.

Treffen wir den Würfel zum richtigen Punkt in der richtigen Richtung, werden wir mit Punkten belohnt, treffen wir zu viele nicht, verlieren wir das Spiel. Die Beat Saber-Songbibliothek besteht zum großen Teil aus Titeln von DJs aus aller Welt, die Entwickler planen außerdem, mindestens drei DLC mit jeweils 10 neuen Songs zu veröffentlichen. Die sind dann jedoch kostenpflichtig.

Beat Sabers Spielprinzip ist sehr einfach zu verstehen, gerade die höheren Schwierigkeitsgrade können jedoch zu einer ganz schönen Herausforderung werden. Wer am Ende eines schweren Durchgangs nicht mindestens außer Atem ist, trainiert wahrscheinlich gleichzeitig für einen Marathon.

Muskelkater ist bei besonders intensiven Sessions ebenfalls garantiert, Beat Saber ist kein Spiel, das gemütlich auf dem Sofa gespielt werden kann. Aber genau das macht den Reiz an Beat Saber aus: Zuzuschauen, wie sich eure Freunde mit der VR-Brille auf dem Kopf gegen imaginäre Blöcke zur wehr setzen.

The Persistence

Diese Dame sieht nicht aus, als wolle sie uns helfen. Diese Dame sieht nicht aus, als wolle sie uns helfen.

The Persistence gehört zu dem wohl nervenaufreibendsten Genre für VR-Spiele: 1rst Person-Shooter mit Survival Horror-Elementen. Im Spiel wachen wir in einem kaputten Raumschiff auf, das wir fahrtüchtig (weltraumtüchtig?) machen müssen.

Das allein würde ja ein wunderbares Puzzle-Adventure abgeben, aber leider sind wir auf dem Schiff nicht die einzigen lebenden Wesen. Auch eine Horde mutierter ehemaliger Kollegen streift durch die Gänge des Raumfrachters, und die mögen uns gar nicht.

Zu Beginn nur mit einem Schutzschild bewaffnet machen wir uns auf den Weg zum Antrieb des Schiffes. Dabei schleichen wir zunächst um die Feinde herum und entnehmen ihnen Biomasse, um stärker zu werden, später kommen auch starke Schusswaffen oder Gravitationsbomben hinzu. An die sollten wir uns jedoch nicht gewöhnen.

The Persistence ist nämlich ganz und gar nicht, wie der Name vermuten lässt, beharrlich gleichbleibend. Das Roguelike generiert sich nach jedem Tod neu und nimmt uns auch all unsere gefundenen Waffen. Unsere Perks bleiben zwar, aber dafür werden dann auch unsere mutierten Kollegen stärker. Dadurch wird kein Spieldurchgang wirklich gleich.

Zu Beginn des Spiels haben wir nichts anderes als einen Schutzschild.Zu Beginn des Spiels haben wir nichts anderes als einen Schutzschild.

Aber Achtung: Während unser Tester beim Spielen keine Probleme hatte, gab es innerhalb der Redaktion durchaus Fälle von Übelkeit. Wer also weiß, dass Mit dem Kopf zu Zielen in VR-Spielen bei ihm oder ihr für Übelkeit sorgt, ist wird mit The Persistence vielleicht nicht glücklich.

Das waren unsere Top 5 der 2018 erschienenen PSVR-Spiele. Sind eure Lieblinge dabei? Und wenn nicht, möchten wir natürlich wissen, was für euch in der Liste fehlt.

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