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Seite 2: Turok

Grüne Tristesse

Das Level-Design von Turok ist ziemlich geradlinig und überraschungsarm: Ihr ballert euch die meiste Zeit durch den Urwald, der zwar zunächst dank der Unreal Engine 3 ziemlich beeindruckend aussieht, aber auf Dauer an Faszination verliert. Viel Abwechslung bringen aber auch die tristen Höhlen und langweiligen Bunker der Söldner nicht, in denen ihr euch außerdem herumdrückt. Um euch davon abzulenken, ballern euch die Entwickler mit Gegnern förmlich zu: Ständig werdet ihr von Dinos angesprungen, die besonders in späteren Kapiteln scheinbar nur noch in größeren Rudeln auftreten. Oder ein Helikopter lädt einfach mal einen Trupp schwarz gepanzerter Finsterlinge direkt vor eurer Nase ab. Die Gegner scheinen nahezu auf der Stelle wieder nachzuwachsen, sobald ihr einige davon erledigt habt. Zwar habt ihr zumindest in der ersten Hälfte des Spiels immer einen Kollegen an eurer Seite, doch eine wirkliche Hilfe sind die tumb agierenden KI-Soldaten nicht, wenn ihr es mit drei hungrigen Raptoren und vier gegnerischen Söldnern gleichzeitig zu tun habt.

Speicherfrust

Ein ganz großes Manko sind die hirnrissig verteilten Speicherpunkte: Oft müsst ihr euch minutenlang durch mehrere Stellungen ballern, bevor ihr die erlösende »Spielstand wird gespeichert«-Meldung in der Bildschirmecke seht. Es zehrt ganz schön an der Motivation, die gleichen Angriffswellen immer und wieder erledigen zu müssen, nur um dann vom nächsten Trupp ins Pixel-Jenseits geschickt zu werden und einen erneuten Anlauf zu starten. Die im Vorfeld bei jeder Präsentation gepriesenen taktischen Möglichkeiten entpuppen sich als Augenwischerei: Zwar werden Dinosaurier von Leuchtmunition angelockt, mit der ihr Gegner markieren könnt, doch ist es meist viel einfacher, den Taktik-Kram beiseite zu lassen und stumpfsinnig loszuballern. Das liegt auch an der merkwürdigen künstlichen Intelligenz, die Stealth-Angriffe zum Glücksspiel werden lässt: Mal werdet ihr sofort gesehen, mal scheinen die Söldner vergessen zu haben, das Visier ihres Helms zu putzen. Turok lockt außerdem mit einem Online-Mehrspieler-Modus, den wir bisher aber noch nicht ausprobieren konnten. Zur Wahl stehen die üblichen Shooter-Modi wie »Deathmatch« oder »Capture the Flag« – mit einem kleinen, aber feinen Detail: Statt euch nur mit euren Mitspielern herumzuärgern, müsst ihr auch noch auf die Dinos aufpassen, die das Spielareal unsicher machen.

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