Worum geht's in Death Stranding? - Wir raten, was in Kojimas rätselhaftem Spiel passiert

Obwohl ein zeitnaher Release durchaus möglich ist, sind nahezu keine Details über Death Stranding bekannt. Aber wir haben da so unsere Theorien.

von Maximilian Franke,
26.01.2019 12:00 Uhr

Wer ist das? Und was soll das Gerät auf seinem Rücken?Wer ist das? Und was soll das Gerät auf seinem Rücken?

Death Stranding wurde auf der E3 2016 angekündigt. Seitdem wurden bereits etliche Trailer veröffentlicht und die Entwickler streuen viele Brotkrumen.

Das Besondere: Auch nach über zwei Jahren und einigen Minuten Videomaterial wissen wir im Grunde nichts über das Spiel. Jedenfalls nichts Konkretes. Norman Reedus, Mads Mikkelsen und einige andere berühmte Schauspieler machen mit, es gibt übernatürliche Wesen und ein Baby spielt irgendeine Rolle.

Alles andere ist lediglich Material für krude Fan-Theorien, oder wirft nur Fragen auf. Wir verraten euch welche Ideen wir für Death Stranding haben und mit welchen Prämissen wir rechnen.

Disclaimer: Einige der Theorien sind mit einem lachenden Auge zu betrachten. Außer die von Dennis, der meint das wirklich ernst.

Wir wissen weiterhin kaum etwas zur Story.Wir wissen weiterhin kaum etwas zur Story.

Rae denkt alles dreht sich um Guillermo del Toro

Rae Grimm
@freakingmuse

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich in Death Stranding eigentlich alles um Guillermo del Toro dreht. Dieser ist vom Trauma gebeutelt, dass fast 30 seiner Projekte vor der Realisierung eingestellt wurden. Sein Herz ist gebrochen, seine Kreativität ist dahin, sein Verstand ein postapokalyptisches Wasteland.

Finstere Mächte (Vertreter Hollywoods verkörpert durch Mads Mikkelsen und Troy Baker) setzen alles daran, ihn endgültig in den Wahnsinn zu treiben und sein kreatives Schaffen für immer zu beenden, damit er nur noch finanziell erfolgreiche, aber letztlich von Fans und Kritikern gehasste Reboots dreht.

Aber natürlich besteht noch Hoffnung. Guillermo del Toros Kreativität wird wiedergeboren - im wahrsten Sinne des Wortes, dabei handelt es sich nämlich um das Baby aus den Trailern. Dieses fällt in die Hände von Norman Reedus, der den letzten Rest von Guillermo del Toros einstiger Brillanz darstellt, der noch nicht von der Tristesse des Wastelands verschlungen wurde.

Er macht es sich zur Aufgabe, das Baby aka die Wiedergeburt der Kreativität mit seinem Leben zu verteidigen und an einen Ort zu bringen, an dem sie von neuem erblühen kann: in die Hände von Hideo Kojima, der eigentlich nur ein Fragment von Toros Verstand ist und sich somit auch nur selbst spielt.

Ihr haltet das Ganze für ausgemachten Blödsinn? Dann beantwortet mir diese Frage: Wäre das wirklich die verrückteste Idee, die Hideo Kojima je hatte? Dachte ich mir.

Ann-Kathrin sagt, dass Norman Reedus Schuld ist!

Ann-Kathrin Kuhls
@casual_kuhls

Das erste, woran ich bei einem Hideo-Kojima-Spiel denke, sind viertelstündige Cutscenes. Und da ihm bei Death Stranding niemand mehr dazwischenreden kann, werden sie wahrscheinlich mindestens halbstündig. Außerdem erwarte ich ellenlange Traumsequenzen, die einem französischen Independent-Film alle Ehre machen würden. Ach, was soll's, wahrscheinlich ist ein Teil des Spiels ein französischer Independent-Film, inklusive Untertiteln.

Außerdem ist bei Kojima niemand, wer er zu sein scheint. Norman Reedus ist gar kein freundlicher Paketbote, der ein Babyradargerät nutzt, um den seltsamen Viechern auszuweichen, die in einer feindlichen Welt leben. Stattdessen war er Schuld an der Zerstörung der Welt, weil er den Viechern ihr Junges gestohlen und in Babyform umgewandelt hat. Deswegen kann es nämlich die Monster (oder: besorgte Eltern) auch sehen, weil sie seine Artgenossen sind!

Mads Mikkelsen macht das dann wahrscheinlich zum Familienanwalt, der für die besorgten Eltern mit der Tentakelwesen-Staatsanwaltschaft in Kontakt steht, um den aktuellen Stand der Ermittlungen in Erfahrung zu bringen. Nichts zu wissen ist ja bekanntlich das Schlimmste. Ob Kind und Eltern wieder zusammenfinden? Wer weiß. Am Ende geht es gar nicht um Kindesentführung, sondern um Umweltschutz. Schließlich stranden da ja auch Wale.

Norman Reedus und Mads Mikkelsen spielen eine wichtige Rolle.Norman Reedus und Mads Mikkelsen spielen eine wichtige Rolle.

Max vermutet eine aussterbende Menschheit

Maximilian Franke
@mafra_tw

Worum es in der Story von Death Stranding gehen wird, kann ich nicht mal vermuten. Obwohl ich nicht herum komme, von dem ewigen Rätseln langsam etwas genervt zu sein, hat es Kojima doch geschafft mich damit an das Spiel zu fesseln.

Was relativ sicher scheint, ist, dass Sam das allgegenwärtige Baby transportieren muss. Vielleicht ist es das letzte Kind auf Erden. Ein Szenario wie im Film Children of Men, in dem die Menschheit auszusterben droht, weil keine Nachkommen mehr geboren werden, stelle ich mir durchaus spannend vor. Vielleicht sind dafür die übernatürlichen Wesen verantwortlich, die mit dem Streuen einer solchen Krankheit größere Ziele verfolgen, die es im Laufe des Spiels aufzudecken gilt.

Was das Gameplay angeht, rechne ich entweder mit einer Open World, oder sehr weitläufigen Leveln. Darauf lassen zumindest die wenigen Sekunden echtes Gameplay-Material schließen, die bisher stets weite Flächen gezeigt haben. Außerdem hat Kojima angedeutet, dass an den Stellen, an denen wir sterben, Krater in der Welt zurückbleiben. Dieses Feature würde in linearen Leveln kaum Sinn ergeben.

Tobi rechnet mit Leben und Tod (auch in Death Stranding)

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Puuuuh … also zu mutmaßen, worum es denn in Death Stranding geht, fällt mir wirklich schwer. Ganz ehrlich: Wenn ich mir die nebulöse bisherige Geschichte des Titels so betrachte, bin ich nicht mal sicher, ob Hideo Kojima wirklich hundertprozentig weiß, worum es geht. Spaß beiseite, das Wirrwarr, das das Spiel bisher noch umgibt, ist ziemlich faszinierend.

Ich persönlich denke einfach mal, dass Kojima für das große Ganze die ewig junge Thematik "Leben/Tod" in seinem Spiel aufgreifen wird. Werden und vergehen, kommen und gehen, eben sowas mit klarem Einschlag in die philosophische Richtung. Mads Mikkelsen hin, Norman Reedus her. Warum ich das vermute? Naja, der Name lässt einen Schluss in dieser Richtung zu, genau wie die Tatsache, dass das ominöse Baby wohl eine größere Rolle spielen wird.

Spielerisch geht's wohl in die Metal Gear-Richtung, aber das ist bei Hideo Kojimas Historie auch kaum verwunderlich. Ich würde mir ja eine ähnlich tolle Sandbox wünschen wie in Metal Gear Solid 5, aber das bisherige Material lässt eher auf eine linearere, auf Bildwirkung und Bombast ausgerichtete Spielerfahrung.

Ich mag mich irren - und wahrscheinlich tu ich das auch - aber ein gut funktionierendes Gameplay-Gerüst stände Death Stranding meiner Meinung nach deutlich besser als eine möglichst vertrackte Geschichte mit tausend Interpretationsmöglichkeiten.

Die ersten Bilder sahen grafisch sehr gut aus.Die ersten Bilder sahen grafisch sehr gut aus.

Hannes will "Death Stranding meets Robinson Crusoe"

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt

Für mich ist in Death Stranding der Name auch Programm. Und das bedeutet, dass Norman Reedus der personifizierte Tod ist, der nach einem bedauernswerten Unfall auf einer Insel gestrandet ist. Da alles augenblicklich sterben muss, was er berührt, lassen sich so auch die vielen toten Wale und Fische am Strand erklären.

Sensenmann Norman macht sich mit seinen Utensilien also auf den Weg und wandert allein durch Landschaft, immer auf der Suche nach einem Weg nach Hause. Im Rest der Welt führt das zu allerlei Problemen, denn wenn der Tod nicht da ist, herrscht natürlich das Chaos.

Unsterbliche Armeen terrorisieren unter der Leitung von Mads Mikkelsen die Welt und suchen auch nach dem Baby, dass Guillermo del Toro, ein Vertrauter des Sensenmanns, im Arm trägt. Jetzt wird es etwas verrückt: Das Baby ist die einzige Verbindung zu Norman Reedus und ist der Schlüssel zu dessen Rückkehr.

Bis wir also endlich die Ordnung in der Welt herstellen können, müssen wir mit diversen Survival-Mechaniken auf der Insel überstehen und eine Basis aufbauen. Das wird uns allerdings schwer gemacht, denn mysteriöse Figuren wie Troy Bakers Schädelgesicht wollen uns an der Rückkehr ebenfalls hindern. Allerdings aus ganz anderen Gründen.

Dennis rechnet mit Kojimas größtem Troll-Move

Dennis Michel
@RecaBlog

Achja, Death Stranding, das Spiel mit den ganzen Schauspielern und den Trailern, dir mir absolut nichts sagen außer, dass ich nach jedem neuen Schnipsel noch planloser bin als zuvor. Um was es geht? Um Aliens, ein Baby, Baby-Aliens (?), Wale, das Leben des Norman Reedus, Mads Mikkelsen, noch mehr von Mads Mikkelsen.

Meine Vermutung ist schon seit einer langen, langen Zeit, dass Kojima den größten Troll-Move der Gaming-Geschichte hinlegt und wir 2020 anstelle eines neuen Spiels seinen ersten Hollywood-Blockbuster präsentiert bekommen. Zutrauen würde ich es ihm. Schließlich hat er mich in seinen Spielen schon oft genug mit den verrücktesten Ideen überrascht.

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