Es gab nie einen einen besseren Zeitpunkt, in Kingdom Come: Deliverance reinzuschauen. Mit der Current-Gen-Version erlebt ihr Henrys Anfänge in deutlich hübscherem Gewand. Doch Kingdom Come hat einige Besonderheiten, die ihr unbedingt kennen solltet – vor allem zu Beginn.
1. Lasst euch am Anfang Zeit
Falls das euer erster Ausflug in die Welt von Kingdom Come ist, solltet ihr es ruhig angehen lassen.
Gerade zu Beginn in Skalitz und später in Rattay seid ihr vergleichsweise sicher und müsst nicht ständig um euer Leben kämpfen. Stattdessen könnt ihr an euren Fähigkeiten feilen und erste Level sammeln.
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Kingdom Come Deliverance: Current Gen-Version für PS5 und Xbox Series enthüllt - und sie ist ab sofort verfügbar
Geht ein paar Pflanzen pflücken und verkauft sie beim Händler, sprecht mit möglichst vielen NPCs, um eure Redekunst zu verbessern, oder erleichtert Dorfbewohner um ein paar Münzen, solange das Schlossknacken noch einfach ist.
2. Es ist keine Schande zu fliehen
Zu Beginn ist Henry noch sehr schwach. Schon kleine Auseinandersetzungen können euch deshalb schnell ins virtuelle Grab bringen. Wenn es brenzlig wird, solltet ihr also besser die Beine in die Hand nehmen.
Einzelne Banditen sind oft noch besiegbar, aber Gegner in Rüstungen oder größere Gruppen erfordern nicht nur bessere Ausrüstung, sondern auch Fähigkeiten, die ihr erst später freischaltet. Zieht euch also ruhig zurück, wenn die Situation aussichtslos scheint.
3. Ehrlichkeit wird nicht belohnt
So verlockend es auch ist, Henry als strahlenden Ritter zu spielen: Diebstahl, Verbrechen und sogar Mord solltet ihr nicht grundsätzlich ausschließen.
Schleichen und Schlösserknacken gehören zu den einträglichsten Fähigkeiten im Spiel, vor allem, wenn ihr sie früh verbessert. Nachts könnt ihr ganze Häuser ausräumen und eure Beute anschließend beim nächsten Müller verkaufen. Die Groschen werdet ihr brauchen, denn Reparaturen an Ausrüstung gehen schnell ins Geld.
Auch im Kampf ist Schleichen nützlich. Ihr könnt euch etwa nachts in ein Lager schleichen und das Essen vergiften. So schaltet ihr mehrere Gegner auf einmal aus und könnt ihre Ausrüstung anschließend einsammeln.
4. Trainiert eure Fähigkeiten möglichst effizient
Das Skillsystem von Kingdom Come folgt dem Prinzip "Übung macht den Meister". Je häufiger ihr etwas tut, desto besser werdet ihr darin. Oft gibt es aber einen einfacheren Weg zum Ziel.
Bogenschießen ist dafür ein gutes Beispiel. Zu Beginn zittern Henrys Hände stark, was das Treffen extrem erschwert. Statt jagen zu gehen, solltet ihr euch eine unbeobachtete Schafherde suchen. Die Tiere sterben meist durch einen Schuss, ihr bekommt die Pfeile zurück und erhaltet genauso viele Erfahrungspunkte wie bei einem Kopfschuss auf einen Banditen.
Ähnlich verhält es sich mit Stärke. Normalerweise müsstet ihr dafür kämpfen, doch mit dem Kräuterkunde-Talent "Kreuzheben" steigert ihr eure Stärke schon beim Blumenpflücken.
Besonders viel Zeit solltet ihr beim Kampflehrer Bernard in Rattay einplanen. Mit Holzschwertern könnt ihr dort gefahrlos trainieren und gleichzeitig Waffenfertigkeiten, Kampf, Verteidigung, Stärke, Agilität und Vitalität verbessern.
Zwar erhaltet ihr nur einen Bruchteil der normalen Erfahrung, dafür geht keine Ausrüstung kaputt. Mit genügend Geduld könnt ihr so sogar Werte maximieren, ohne jemals einen echten Gegner zu besiegen.
5. Wichtige Skills für den Start
Talente lassen sich in Kingdom Come zwar neu verteilen, das ist aber teuer. Überlegt euch daher früh, in welche Fähigkeiten ihr investieren wollt, zumal sich manche gegenseitig ausschließen.
Bei der Hauptstufe sind "Asket" und "Aufgedreht" besonders hilfreich. Ihr werdet langsamer hungrig und müde, was den Spielfluss deutlich angenehmer macht. Auf Stufe sechs empfiehlt sich "Bürger", da viele wichtige Story-Ereignisse in Städten stattfinden.
"Kreuzheben" haben wir bereits erwähnt. Fangt am besten schon in Skalitz an, Brennnesseln zu sammeln. So steigert ihr Kräuterkunde, verdient ein paar Groschen und schaltet sogar das geheime Talent "Resistent" frei, das euch dauerhaft zwei Punkte Vitalität verleiht.
Beim Stärke-Training solltet ihr außerdem jede Stufe von "Packesel" mitnehmen. Noch wichtiger ist jedoch "Schädelbrecher". Damit habt ihr die Chance, Gegner mit Kopftreffern sofort auszuschalten – ein enormer Vorteil in vielen Kämpfen.
6. Nutzt das Speichersystem zu eurem Vorteil
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten zu speichern: Entweder ihr trinkt einen teuren Retterschnapps oder ihr schlaft in einem euch gehörenden Bett.
Zusätzlich gibt es aber noch "Speichern & Beenden". Dabei erstellt das Spiel einen Speicherstand an eurer aktuellen Position und schließt sich danach komplett. Beim nächsten Start spielt ihr genau an dieser Stelle weiter. Der Speicherstand bleibt bestehen, bis ihr erneut schlaft, Schnaps trinkt oder wieder "Speichern & Beenden" nutzt.
Geht etwas schief, könnt ihr das Spiel einfach über das Konsolen-Menü beenden oder am PC Alt + F4 drücken. Startet ihr danach neu, ist der Speicherstand weiterhin vorhanden. So könnt ihr vor riskanten Aktionen kurz absichern und es bei Bedarf erneut versuchen.
7. Nehmt nicht zu viele Quests gleichzeitig an
Betretet ihr eine neue Stadt, ist es verlockend, gleich alle verfügbaren Quests anzunehmen. Das kann jedoch schnell zum Problem werden.
Viele Aufgaben in Kingdom Come sind zeitgebunden. Wenn ihr einen NPC am nächsten Morgen zu einer bestimmten Uhrzeit treffen sollt, ist das wörtlich gemeint. Verpasst ihr den Termin, scheitert die Quest.
Nehmt ihr mehrere solcher Aufgaben gleichzeitig an, könnt ihr leicht durcheinanderkommen oder euch sogar gegenseitig blockieren. Konzentriert euch daher lieber auf eine Quest nach der anderen.
Weitere Tipps sind immer gern gesehen
Habt ihr noch weitere Punkte, bei denen ihr glaubt, dass neue Mittelalter-Enthusiast*innen sie unbedingt kennen sollten? Dann schreibt sie uns gern in die Kommentare.
Aber auch wenn ihr Fragen habt oder an einer Stelle nicht weiterkommt, helfen wir euch gern weiter – oder schreiben direkt zusätzliche Guides für euch.

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