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Seite 8: Xbox One im Test - Microsofts NextGen-Konsole im Test

Gesamtwertung und Pro & Contra

Microsoft hat einen harten Ritt hinter sich. Die bei der Ankündigung der Xbox One aufbrandende Kritik musste man ernst nehmen in Redmond. Zumal Sony mit schnellen und präzisen PR-Attacken das Debakel des Xbox One-Auftaktes perfekt zu machen drohte.

Im Ergebnis verschwanden Gebrauchtspielsperre als auch Kinect- und Online-Zwang in der Versenkung- bravo zu so viel Mut beim Zurückrudern, auch wenn den Managern wohl wenig anders übrig blieb. Das schlichte Gehäuse ist aber geblieben und die Xbox One gewinnt als unauffälliger schwarzer Kasten keine Design-Preise.

» PlayStation 4: Gesamtwertung und Pro & Contra

Die Kombination von glänzenden und matten Oberflächen soll wohl möglichst viele potenzielle Käufer ansprechen, Microsoft macht es damit aber keiner Seite so richtig Recht. In die Durchschnittswohnzimmer-Unterhaltungselektronik zwischen Festplattenrekorder und Surround-Receiver integriert sich die unspektakuläre Xbox One aber problemlos.

Muss sie auch nicht, denn Microsoft sieht die Xbox One neben ihrem Kerneinsatzgebiet als Spielekonsole vor allem als im Hintergrund agierende Steuerzentrale des gesamten medialen Entertainments.

Gesamtwertung: 21 von 25 Sternen

Pro Xbox One
Unauffällig im besten Sinne verhält sich die neue Xbox auch im Betrieb. Zwar packt Microsoft nicht nur in die Konsole selbst, sondern auch in die Kinect-Einheit und sogar in das Netzteil einen eigenen Lüfter, die bleiben aber zum Glück alle stets flüsterleise.

Richtig praktisch ist auch das An- und Abschalten von TV, Receiver und Sound-Anlage per IR-Blaster in der Kinect-Einheit. Oder die erstaunlich gute (wenn auch noch lange nicht perfekte) Sprach- und Gestensteuerung.

In der Praxis geht zwar das meiste mit dem Gamepad schneller, trotzdem erspart euch Kinect 2.0 häufig das Hantieren mit der heute üblichen Batterie an Fernbedienungen.

Auch den praktisch nahtlosen Wechsel zwischen Spiel, Film, TV-Programm oder einem Skype-Chat gab es so bisher noch nie und Microsoft hat das Versprechen, die Xbox One zur neuen Wohnzimmerzentrale zu machen, eindeutig gehalten. Sehr gut gefällt uns auch der neue Controller.

Microsoft verbessert ihn an genau den richtigen Stellen, sodass sich kein Fan des zu Recht sehr beliebten Vorgängers groß umstellen muss. Mit den neuen Force-Feedback-Triggern bringt er sogar ein innovatives und einzigartiges Element mit, die das Spielerlebnis in (entsprechend angepassten) Titeln spürbar atmosphärischer machen.

Contra Xbox One
Den ersten Patzer leistet sich die Xbox One genau da, wo es ihre vielseitigen Steuermöglichkeiten gar nicht brauchen können: Der Stromverbrauch im Stand-By-Betrieb ist mit 19 Watt eindeutig zu hoch und dazu läuft auch noch der Lüfter des Netzteils durch.

Zwar können wir die One auch ganz schlafen legen, mit schnellem Hochfahren (20 Sekunden statt einer guten Minute) und Aufwecken per Sprachkommando ist dann aber nichts mehr. Auch wer seinen TV-Receiver über die Xbox laufen lässt, muss sich mit etwa 65 Watt zusätzlichem Stromverbrauch durch die Xbox One abfinden - im Stand-By wird das TV-Signal nämlich nicht durchgeschleift, die Box muss also komplett eingeschaltet sein.

Als für Spieler gravierender empfinden wir aber die gegenüber der PlayStation 4 eindeutig langsamere Grafik-Einheit der Xbox One. Da die beiden Konkurrenzkonsolen ja praktisch die gleiche 3D-Hardware nutzen, ist es relativ einfach, einen Vergleich anzustellen. Und da hat die PS4 rund 50 Prozent mehr reine 3D-Leistung! Zwar schlägt sich das nicht direkt in verminderten Grafikeffekten oder schlechterer Texturqualität nieder, denn das würde zusätzliche Anpassungen extra für die Xbox One bedeuten.

Stattdessen schrauben die Entwickler bei der Xbox One (zumindest bei einigen bereits erhältlichen Launch-Titeln) einfach die Auflösung herunter. Battlefield 4 oder Call of Duty: Ghosts laufen auf der Xbox One nur in 1.280x720 Pixeln statt den bei Fernsehern mittlerweile üblichen 1.920x1.080 Pixel (Full HD). Zwar skaliert die Xbox One das Bildsignal auf Full HD hoch, trotzdem stören im Vergleich zu nativ in 1.920x1.080 berechneter Spielegrafik das insgesamt pixeligere und gröber wirkende Bild.

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