Xbox Series X & S – Die besten Gaming-Headsets im Vergleich

Die Auswahl an Headsets, die mit Xbox Series X und S kompatibel sind, ist groß. Wir stellen euch einige der besten Modelle vor, mit Kabel oder wireless.

von Benjamin Herbst,
23.05.2021 19:30 Uhr

Viele Gaming-Headsets sind mit Xbox Series X und S kompatibel. Wir zeigen euch, welches am besten zu euch passt. Viele Gaming-Headsets sind mit Xbox Series X und S kompatibel. Wir zeigen euch, welches am besten zu euch passt.

Neu im Update: Das Microsoft Xbox Wireless Headset ist im Moment leider ausverkauft. Als günstige Alternative haben wir dafür das PDP LVL50 in unsere Liste der Wireless Headsets aufgenommen. Um auch bei den kabelgebundenen Headsets für etwas mehr Auswahl zu sorgen, haben wir mit dem Astro A10 und dem Logitech G Pro X zwei weitere Modelle eingefügt.

Die Xbox Series X und die günstigere Xbox Series S sind noch nicht lange auf dem Markt, aber die Auswahl an Gaming-Headsets für die Konsolen ist bereits groß. Das liegt daran, dass die meisten (aber nicht alle!) Headsets, die mit der Xbox One funktioniert haben, auch mit der Xbox Series problemlos kompatibel sind. In dieser Kaufberatung stellen wir euch einige der besten Modelle vor, sowohl kabelgebundene als auch wireless.

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Inhalt:

1. Wireless Headsets für Xbox Series X & S

Kabellose Headsets kosten in der Regel deutlich mehr als kabelgebundene Modelle. Das liegt daran, dass sie einen Akku brauchen und zudem die Verbindungstechnologie teurer ist. Unter 100 Euro ist hier kaum gute Qualität zu bekommen. Wenn euch das Kabel nicht stört, bekommt ihr bei den kabelgebundenen Headsets oft mehr Leistung für weniger Geld.

Beim Kauf kabelloser Headsets für Xbox müsst ihr zudem genau darauf achten, dass das Headset mit der Konsole kompatibel ist. Die Xbox benötigt nämliche eine spezielle Funkverbindung, ihr könnt nicht einfach ein beliebiges Bluetooth-Headset anschließen.

Das First-Party-Headset: Microsoft Xbox Wireless Headset

Xbox Wireless Headset Das Microsoft Xbox Wireless Headset bietet gute Qualität zu einem moderaten Preis.

Pro
  • Bluetooth zusätzlich zum Xbox Wireless Protocol
  • Klang nach manueller Anpassung sehr gut
  • gute Zubehör-App
  • komfortable Regulierung von Lautstärke und Game-Chat-Balance
Contra
  • kein 3,5-mm-Kabelanschluss
  • Klang im Auslieferungszustand etwas dumpf
  • automatisches Einschalten der Xbox kann nerven

Microsoft Xbox Wireless Headset bei MediaMarkt*

Preis: circa 100 Euro (momentan ausverkauft)

Kein Kabelanschluss, aber Bluetooth: Unter dem schlichten Titel Xbox Wireless Headset hat Microsoft im März 2021 sein eigenes kabelloses Headset auf den Markt gebracht, zu einem relativ günstigen Preis von knapp 100 Euro. Die Verbindung kann direkt mit der Konsole wird per Xbox Wireless Protocol hergestellt. Wollt ihr es am PC verwenden, solltet ihr euch den Xbox Wireless Adapter besorgen. Alternativ lässt sich das Headset auch per Bluetooth nutzen. Das taugt aufgrund der höheren Latenz aber eher zum Musikhören als fürs Gaming. Einen 3,5-mm-Kabelanschluss gibt es nicht, lediglich ein USB-Ladekabel liegt bei.

Komfortabel zu bedienen: Das Headset ist für den Preis recht gut verarbeitet und sitzt bequem. An den Hörer finden wir neben dem Power-Knopf einen Button zum Einschalten des Mikros. Die Regulierung der Lautstärke und der Game-Chat-Balance funktioniert über zwei große Räder an der Außenseite der Hörer, die sehr viel komfortabler zu bedienen sind als die kleinen Drehrädchen, die wir von anderen Headsets gewohnt sind. Der Akku hält laut Microsoft circa 15 Stunden, nach unserer Erfahrung schafft er sogar eher noch mehr.

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Guter Klang: Den Klang des Xbox Wireless Headsets haben wir als sehr gut empfunden, aber erst nachdem wir ihn über die Xbox Zubehör-App eingestellt haben. Im Auslieferungszustand war er etwas zu dumpf. Die App bietet neben dem Equalizer weitere Optionen, z.B. zum automatischen Stummschalten. Dass das Headset automatisch die Konsole einschaltet, lässt sich bis jetzt hingegen nicht verhindern. Das Mikrofon erfüllt seine Aufgabe problemlos, wir sind jederzeit gut zu verstehen. Das Ausblenden von Umgebungsgeräuschen klappt wie bei den meisten Konkurrenten aber eher mäßig.

Fazit: Es gibt schon Dinge, die man an Microsofts Xbox Wireless Headset noch verbessern könnte. Dass das Headset auch dann automatisch die Konsole einschaltet, wenn wir es an einem ganz anderen Gerät verwenden wollen, ist eine dieser kleinen Kinderkrankheiten, die hoffentlich noch behoben werden. Insgesamt schneidet das Headset jedoch sehr gut ab, zumal es für ein kabelloses Headset, das sowohl über Xbox Wireless Protocol als auch über Bluetooth verfügt, vergleichsweise günstig ist.

Microsoft Xbox Wireless Headset bei MediaMarkt*

Headset mit Feintuning: Razer Kaira Pro

Razer Kaira Pro Das Razer Kaira Pro bietet über seine App eine Menge Einstellungsmöglichkeiten.

Pro
  • Regler für Chat-Game-Balance
  • App mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten
  • Verbindung mit anderen Geräten per Bluetooth
  • schneller Wechsel zwischen vorgefertigten EQ-Einstellungen
Contra
  • keine alternative Verbindung per Kabel

Preis: ca. 170 Euro

Razer Kaira Pro bei Amazon*

Verbindung nur direkt: Das Razer Kaira Pro verbindet sich kabellos direkt mit der Xbox-Konsole. Ein Dongle oder ähnliches ist nicht im Lieferumfang enthalten. Das beigelegte USB-Kabel ist nur zum Aufladen oder für Software-Updates. Einen 3,5-mm-Anschluss gibt es nicht. Die Verbindung per Bluetooth mit anderen Geräten ist aber möglich, sogar parallel zur Verbindung mit der Konsole. Beim günstigeren Razer Kaira* fehlt diese Möglichkeit.

Bequemer Sitz und viele Bedienelemente: Das Razer Kaira Pro ist gut verarbeitet und sitzt dank der dicken Polsterung an Hörern und Kopfbügel bequem. Die Hörer sind zudem drehbar. An den Hörern findet ihr neben dem Powerknopf und einem Knopf zur Verbindung mit der Xbox einen Lautstärkeregler, einen Stummschalter für das Mikrofon und einen Regler für die Chat-Game-Balance. Die dezente Beleuchtung des Logos lässt sich abschalten. Der Akku hält circa 15 Stunden mit und 20 Stunden ohne Beleuchtung.

Guter Sound mit Feintuning-Option: Das Razer Kaira Proverfügt über 50-mm-Treiber. Bei Bässen und Mitten schlägt es sich gut, ohne zu glänzen. Die Höhen sind etwas schwächer, aber zufriedenstellend. Die Balance könnt ihr in der kostenlosen App selbst einstellen und Soundprofile anlegen. Außerdem könnt ihr über doppeltes Antippen der Verbindungstaste schnell zwischen vorgefertigten Equalizer-Einstellungen wechseln. Das abnehmbare Mikrofon gibt Sprache klar und verständlich wieder.

Fazit: Das Razer Kaira Pro lässt kaum Wünsche offen. Die Möglichkeit zum kabelgebundenen Betrieb wäre ganz nett gewesen, aber ansonsten schneidet das Headset von der Verarbeitung über die Bedienelemente bis hin zum Sound und den Einstellungsmöglichkeiten gut ab. Viel falsch machen kann man hier also nicht. Wer kein Bluetooth braucht, kann allerdings auch zum günstigeren normalen Razer Kaira* greifen.

Razer Kaira Pro bei Amazon*

Vielseitig einsetzbar: SteelSeries Arctis 9X

SteelSeries Arctis 9X Das Steelseries Arctis 9X bietet verschiedene Anschlussmöglichkeiten und erlaubt diverse Soundeinstellungen.

Pro
  • zusätzliche Anschlussmöglichkeiten (Bluetooth, 3,5-mm-Klinke)
  • insgesamt guter Sound
  • hervorragende Einstellungsmöglichkeiten
  • bequem
Contra
  • Mikro nur durchschnittlich
  • kleine Schwächen bei den Bässen

Preis: circa 190 Euro

SteelSeries Arctis 9X bei Amazon*

Nicht nur für Xbox: Das SteelSeries Arctis 9X wird kabellos über das Xbox Wireless Protocol mit der Konsole verbunden. Für andere Geräte stehen Bluetooth und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss zur Verfügung. Die Verarbeitungsqualität ist gut, die Polsterung der Hörer bequem. Am Bügel wird auf eine Polsterung zugunsten eines Kopfbandes verzichtet, das auch der Anpassung an die Kopfgröße dient. Das mag auf den erste Blick etwas billig wirken, funktioniert aber sehr gut. Die Akkulaufzeit liegt bei circa 20 Stunden.

Alles Wichtige vorhanden: An den Hörern finden sich alle nötigen Bedienelemente vom Power- und Pairing-Button über Regler für Lautstärke und Game-Chat-Balance bis hin zum Mute-Schalter fürs Mikrofon. Das Mikro lässt sich in den Hörer einfahren, sodass nur noch die Spitze herausschaut. Abnehmbar ist es hingegen nicht und seine Qualität ist nur durchschnittlich. Sprache bringt es klar und verständlich rüber, aber das Noise Cancelling, mit dem der Hersteller wirbt, funktioniert eher mäßig.

Viel Feintuning: Das SteelSeries Arctis 9X bietet insgesamt guten und ausgewogenen Sound, allerdings mit kleinen Schwächen bei den Bässen. Der virtuelle Raumklang mit Windows Sonic funktioniert gut, noch besser ist das Sounderlebnis allerdings mit dem kostenpflichtigen Dolby Atmos. Außerdem erlaubt das SteelSeries Arctis 9X diverse Einstellungen am PC über die SteelSeries Engine 3. Hier können sogar eigene Soundprofile für bestimmte Spiele angelegt werden. Die Einstellungen werden auf dem Headset gespeichert und bleiben somit bei der Verwendung an der Konsole erhalten.

Fazit: Das SteelSeries Arctis 9X ist nicht perfekt, gleicht aber durch seine umfassenden Einstellungsmöglichkeiten die kleinen Schwächen mehr als aus. Den Sound an die eigenen Vorlieben anpassen zu können, ist ein riesiger Vorteil. Man muss sich aber natürlich die Mühe machen, diesen auch zu nutzen. Wenn ihr weder die App noch die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten nutzt, bekommt ihr mit dem SteelSeries Arctis 9X zwar noch immer ein gutes Xbox-Headset, viel besser als andere Headsets der Preisklasse ist es dann aber nicht mehr.

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Praktische Soundprofile: Turtle Beach Stealth 600 Gen 2

Turtle Beach Stealth 600 Das Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 für Xbox kann schnell zwischen vorgefertigten Soundprofilen wechseln.

Pro
  • schneller Wechsel zwischen Soundprofilen
  • gute Polsterung
  • für die Preisklasse guter Sound
Contra
  • kleine Schwächen bei Höhen und Tiefen
  • keine zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten
  • Ohrmuscheln etwas schmal

Preis: ca. 100 Euro

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 bei Otto*

Nur für Xbox: Im Gegensatz zur PS-Version, die einen USB-Stecker verwendet, verbindet sich die Xbox-Version des Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 direkt mit der Konsole. Über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss oder Bluetooth verfügt das Headset nicht. Am PC braucht ihr also einen Xbox Wireless Adapter. Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung, auch wenn das Headset nur aus Plastik besteht. Die Polsterung an Bügel und Hörern ist recht bequem, die Ohrmuscheln können für manche Ohren aber etwas zu schmal sein. Die Akkulaufzeit ist mit circa 15 Stunden zufriedenstellend.

Schneller Wechsel zwischen Profilen: Am Hörer des Stealth 600 Gen 2 findet ihr neben dem Power-Button einen Lautstärkeregler für den Sound und einen fürs Mikrofon. Außerdem gibt es einen Knopf, mit dem ihr jederzeit zwischen vier vorgefertigten Soundprofilen wechseln könnt. Die Möglichkeiten zur Feinjustierung per Software, wie sie das Steelseries Arctis 9X und das Razer Kaira Pro bieten, gibt es hingegen nicht.

Durchschnittliche Klangqualität: Das Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 besitzt 50-mm-Treiber, offenbart aber leichte Schwächen bei Höhen und Tiefen. Für den Preis ist die Klangqualität trotzdem noch recht gut, mit teureren Headsets kann das Stealth 600 jedoch nicht ganz mithalten. Die Möglichkeit, schnell zwischen Soundprofilen zu wechseln, gleicht die kleinen Mängel zumindest teilweise aus. Das Mikrofon erfüllt zuverlässig seine Aufgabe und gibt Sprache gut verständlich wieder, hohe Qualität sollte man aber nicht erwarten.

Fazit: Das Turtle Beach Stealth 600 ist die richtige Wahl, wenn ihr ein kabelloses Headset wollt, das nicht zu viel kostet und das ihr nur an der Xbox verwenden wollt. Mit der Möglichkeit, schnell zwischen verschiedenen Soundprofilen zu wechseln, hat es sogar vielen teureren Headsets ein praktisches Feature voraus. Trotzdem kann man für mehr Geld natürlich deutlich bessere Qualität bekommen. Wer zudem nach einem vielseitig einsetzbaren Headset sucht, ist hier aufgrund der fehlenden Anschlüsse falsch.

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 bei Otto*

Hochwertiges Mikro: Corsair HS75 XB

Corsair HS 75 XB Das Corsair HS75 XB zeichnet sich nicht zuletzt durch sein hochwertiges Mikrofon aus, das Umgebungsgeräusche gut ausblendet.

Pro
  • sehr gutes Mikrofon mit gutem Noise Cancelling
  • Regler für Game-Chat-Balance
  • gute Verarbeitung
  • insgesamt guter Sound
Contra
  • keine zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten
  • kleine Schwächen beim Bass

Preis: ca. 170 Euro

Corsair HS75 XB bei Amazon*

Beschränkte Möglichkeiten: Das speziell für die Xbox entwickelte Corsair HS 75 XB verbindet sich direkt mit der Konsole. Zusätzliche Anschlussmöglichkeiten etwa für den kabelgebundenen Betrieb gibt es nicht, für die Nutzung am PC braucht ihr einen Xbox Wireless Adapter. Mit circa 170 Euro ist es deutlich teurer als das Corsair HS70 Pro, das für PC und PlayStation geeignet ist und nur etwa 110 Euro kostet. Immerhin bietet das HS75 dafür eine längere Akkulaufzeit von circa 20 Stunden.

Gut verarbeitet: Die Verarbeitung wirkt nicht zuletzt dank der Metallhalterungen der Hörer recht hochwertig, auch beim Tragekomfort schneidet das Headset aufgrund der bequemen Polsterung gut ab. Bei den Bedienelementen bietet das HS75 XB neben dem Lautstärkeregler, dem Power-Button und dem Mute-Button fürs Mikrofon auch noch einen Regler für die Game-Chat-Balance, den das HS70 Pro nicht besitzt.

Gut, aber nicht toll: Bei der Soundqualität liegt das Corsair HS75 XB ungefähr auf demselben Niveau wie das HS70 Pro. Das bedeutet: Die Qualität ist gut, aber nicht hervorragend. Die manchmal etwas zu scharf klingenden Höhen, die wir beim HS70 Pro bemängelt haben, waren hier zwar nicht feststellbar. Dafür zeigen sich beim HS75 XB leichte Schwächen beim Bass. Das Mikrofon macht einen guten Job und zeichnet sich durch gute Aufnahmequalität und gutes Noise Cancelling aus, das sogar noch besser funktioniert als beim HS70 Pro.

Fazit: Kein Frage, das Corsair HS75 XB ist ein wirklich gutes Gaming-Headset für Xbox One und Xbox Series. Insbesondere das Mikrofon, das bei anderen Gaming-Headsets gerne ein bisschen vernachlässigt wird, kann hier überzeugen. Dass es trotzdem ein kleines bisschen enttäuscht, liegt vor allem daran, dass Corsair mit dem HS70 Pro für deutlich weniger Geld nur ein bisschen schlechtere Leistung bietet. Leider haben Xbox-Spieler nicht die Wahl und müssen zum teureren Produkt greifen - oder eben zur Konkurrenz.

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Großer Akku: HyperX CloudX Flight

HyperX CloudX Flight Das HyperX CloudX Flight bietet gute Qualität und lange Akkulaufzeit.

Pro
  • Regler für Game-Chat-Balance
  • lange Akkulaufzeit (ca. 30 Stunden)
  • insgesamt guter Sound
  • gut transportierbar dank drehbaren Hörern und abnehmbarem Mikro
  • gutes Noise Handling beim Mikrofon
Contra
  • keine alternativen Anschlussmöglichkeiten
  • kleine Schwächen bei den Höhen
  • Mikro ein wenig dumpf

Preis: ca. 150 Euro

HyperX CloudX Flight bei Amazon*

Bequem, aber nicht vielseitig: Die Xbox-Variante des HyperX Cloud Flight nennt sich CloudX Flight und wird über einen USB-Adapter mit der Konsole verbunden. Sie ist mit ca. 150 Euro etwas teurer als die PS4- und PC-Variante, die man schon für etwa 130 Euro bekommt. Alternative Anschlussmöglichkeiten fehlen, dem Headset liegt lediglich ein USB-Ladekabel bei. Das CloudX Flight ist bequem gepolstert, die drehbaren Hörer sorgen für zusätzlichen Komfort und machen das Headset beim Transport weniger sperrig.

Großer Akku: Bei den Bedienelementen gibt sich das CloudX Flight keine Blöße. Im Gegensatz zur PlayStation-Version ist hier auch ein Regler für die Chat-Game-Balance mit dabei. Außerdem gibt es natürlich einen Power-Button, einen Lautstärkeregler und einen Mute-Button für das Mikrofon. Des Weiteren kann das CloudX Flight mit der langen Akkulaufzeit von circa 30 Stunden punkten.

Auf Augenhöhe: Beim Sound macht das CloudX Flight eine gute Figur, wobei es bei den Höhen ein kleines bisschen schwächer abschneidet als beim Bass und den Mitten. Insgesamt ist der Qualitätsunterschied zum Corsair HS75 oder SteelSeries Arctis 9 nicht allzu groß. Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht. Das abnehmbare Mikro macht einen ordentlichen Job, klingt aber manchmal ein wenig dumpf. Immerhin funktioniert das Noise Handling sehr gut und es gibt eine Monitoring-Funktion, durch die man den Klang der eigenen Stimme überprüfen kann.

Fazit: Das Hyper X CloudX Flight ist ein gutes kabelloses Headset, das sich bei der Klangqualität nicht vor etwas teureren Konkurrenten wie dem Corsair HS75 oder dem Steelseries Arctis 9X zu verstecken braucht. Allerdings: Das Arctis 9X ist durch seine zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten deutlich vielseitiger einsetzbar, während das HS75 beim Mikrofon noch etwas besser abschneidet. Ob das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie viel Wert man auf diese Funktionen legt.

HyperX CloudX Flight bei Amazon*

Günstige Alternative: PDP LVL50 Wireless

PDP LVL50 Für seinen Preis liefert das PDP LVL50 sehr gute Leistung, nur beim Mikrofon gibt es Verbesserungsbedarf.

Pro
  • Game-Chat-Regler
  • zwei verschiedene Sound-Modi
  • 50-mm-Treiber mit gutem Klang
Contra
  • keine alternativen Verbindungsmöglichkeiten
  • Mikrofon von mäßiger Qualität

Preis: circa 80 Euro

PDP LVL50 Wireless Headset bei Amazon*

Verbindung nur per Dongle: Das PDP Wireless Headset wird über einen USB-Dongle mit der Konsole verbunden. Über einen 3,5-mm-Anschuss verfügt es ebenso wenig wie über Bluetooth. Für unterwegs wäre es aufgrund seiner unflexiblen Form und des nicht abnehmbaren Mikrofons ohnehin kaum geeignet. Das Headset sitzt recht bequem und ist ordentlich verarbeitet. Für circa 40 bis 50 Euro gibt es übrigens auch eine kabelgebundene Version des PDP LVL50*.

Zwei Sound-Modi: An der Außenseite des rechten Hörers befindet sich ein großer Lautstärkeregler. Unten am linken Hörer gibt es neben dem Anschluss für das Ladekabel auch einen Game-Chat-Regler sowie einen Mode-Button, mit dem man zwischen dem normalen Modus und einem bassbetonten Modus hin-und herschalten kann. Im Bass-Modus kommen beispielsweise Explosionen in Spielen etwas besser rüber, in der Regel ist man mit dem deutlich ausgewogeneren normalen Modus aber besser dran.

Guter Sound, nerviges Mikro: Am Sound der Kopfhörer mit ihrem 50-mm-Treibern gibt wenig Grund zur Kritik. Er ist ausgewogen und bietet bei Bass, Mitten und Höhen gleichermaßen gute Leistung. Das Mikrofon, das sich durch Hochklappen stumm schalten lässt. gibt die Stimme klar und deutlich, wenn auch etwas dünn wieder. Die Qualität hängt allerdings stark davon ab, wie ihr den flexiblen Mikrofonarm positioniert. Ihr solltet damit rechnen, dass ihr bei jeder Nutzung erst mal neu justieren müsst.

Fazit: Das Mikrofon ist der klare Schwachpunkt des PDP LVL50. Es kann gut klingen, wenn es optimal positioniert ist, aber der Spielraum ist gering und das Nachjustieren lästig. Das ist schade, denn ansonsten bietet das PDP LVL50 eine sehr gute Leistung. Der Klang kann sich für den Preis wirklich hören lassen und auch die beiden Sound-Modi sind ein nettes Feature. Falls ihr das Mikro sowieso nur gelegentlich nutzt, ist das Headset deshalb durchaus zu empfehlen.

PDP LVL50 Wireless Headset bei Amazon*

2. Kabelgebundene Headsets für Xbox Series X & S

Unter den kabegebundenen Headsets ist die Auswahl deutlich größer, weil fast alle Geräte mit der Xbox Serie X und S (und auch mit der Xbox One) kompatibel sind, sofern sie über einen vierpoligen 3,5-mm-Klinkenstecker verfügen. Zudem könnt ihr hier auch zu sehr viel günstigeren Preisen gute Qualität bekommen. Wir haben uns deshalb bemüht, im Folgenden ein breites Preisspektrum abzubilden, und präsentieren euch Kaufempfehlungen von High End bis Low Budget.

Für hohe Ansprüche: Beyerdynamic MMX 300

Beyerdynamic MMX 300 Das Beyerdynamic MMX 300 der zweiten Generation wird mit seiner Klangqualität auch sehr hohen Ansprüchen gerecht.

Pro
  • sehr hohe Soundqualität
  • gutes Mikrofon
  • hochwertig verarbeitet
  • bequeme Polsterung
Contra
  • kein Regler für Game-Chat-Balance
  • Ohren erwärmen sich leicht

Preis: circa 235 Euro

Beyerdynamic MMX 300 bei Amazon*

Sehr bequem: Das Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation) ist ein kabelgebundenes High-End-Gaming-Headset und so hochwertig verarbeitet, wie man es für den Preis erwarten kann. Es sitzt äußerst bequem dank der großzügigen Polsterung. Die Velours-Polster an den Hörern können allerdings den Nebeneffekt haben, dass sich die Ohren spürbar erwärmen. Immerhin sind die Polster abnehm- und austauschbar. Das gilt sogar für die Polsterung des Bügels. Im Lieferumfang ist zudem eine Transporttasche enthalten.

Alles außer Game-Chat-Balance: Die Kabelfernbedienung bietet unter anderem einen Lautstärkeregler, einen Mute-Button und Möglichkeiten zur Mediensteuerung. Was allerdings fehlt, ist ein Regler für die Game-Chat-Balance. Das Kabel ist abnehmbar. Durch das mitgelieferte Adapterkabel kann das Beyerdynamic MMX 300 sowohl an der Konsole als auch am PC verwendet werden. Das mit einem Pop-Schutz und einem flexiblen Galgen ausgestattete Mikrofon lässt qualitativ nichts zu wünschen übrig.

Hohe Klangqualität: Beim Sound erfüllt das Beyerdynamic MMX 300 höchste Ansprüche, was daran liegen dürfte, dass es auf dem Studiokopfhörer Beyerdynamic DTS 770 basiert. Vor allem die Bässe und Mitten kommen hervorragend rüber, aber auch bei den Höhen kann es überzeugen. Die Position von Gegnern lässt sich zudem gut erahnen. Somit ist das MMX 300 sowohl fürs Gaming als auch zum Musikhören sehr gut geeignet. Sein volles Potential kann das MMX 300 aber übrigens erst ausspielen, wenn ihr es nicht über den Controller, sondern über einen Verstärker wie den Sound BlasterX G6* anschließt, der derzeit etwa 140 Euro kostet. Wer wirklich das Optimum will, muss also noch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Fazit: Unser High-End-Kauftipp für die Xbox Series ist noch immer derselbe wie für die Xbox One (und auch für die PS4 und PS5). Das Beyerdynamic MMX 300 bietet hervorragende Soundqualität zu einem zwar hohen, aber der Leistung angemessenen Preis. Allerdings: Unter den kabelgebundenen Headsets gibt es weit günstigere Modelle, die zwar nicht ganz so hohe, aber noch immer sehr gute Qualität liefern. Man muss sich also die Frage stellen, ob die eigenen Ansprüche wirklich hoch genug sind, um den Aufpreis zu rechtfertigen.

Beyerdynamic MMX 300 bei Amazon*

Tolle Höhen: EPOS Sennheiser Game Zero

Sennheiser Game Zero Das EPOS Sennheiser Game Zero macht mit seinen hervorragenden Höhen Feinheiten hörbar, die bei anderen Headsts untergehen.

Pro
  • hervorragende Mitten und Höhen
  • gutes Mikrofon
  • anpassbar durch stabile Gelenke
  • bequeme Polster
Contra
  • leichte Schwächen beim Bass
  • wenige Bedienelemente
  • Mikro etwas sperrig und nicht abnehmbar

Preis: circa 180 Euro

EPOS Sennheiser Game Zero bei Amazon*

Geschlossenes Headset: Das EPOS Sennheiser Game Zero ist ein geschlossenes Headset, das Außengeräusche gut abschirmt. Ob das für euch das richtige ist, hängt vom persönlichen Geschmack und vom Umfeld ab. Wenn ihr Headsets mit offener Bauweise bevorzugt, könnt ihr stattdessen zum EPOS Sennheiser Game One* greifen. Ansonsten handelt es sich um ein gut verarbeitetes Headset mit bequemer Polsterung. Auffällig sind die stabilen Gelenke, durch die sich die Stellung der Hörer anpassen lässt.

Gutes Mikro und Standardausstattung: Das Game Zero besitzt lediglich einen Lautstärkeregler. Das Mikrofon lässt sich durch Hochklappen stumm schalten. Es bietet eine sehr gute Aufnahmequalität und auch das Ausblenden von Umgebungsgeräuschen klappt recht gut. Allerdings hat es eine etwas sperrige Form und ist nicht abnehmbar. Zum Musikhören unterwegs taugt das Game Zero daher eher weniger. Die Kabel hingegen können abgenommen und ausgetauscht werden. Es liegen Kabel für den PC und Konsolen bei.

Gute Höhen, schwache Bässe: Was den Klang angeht, liefert das Sennheiser Game Zero bei den Mitten eine hervorragende Leistung ab und auch die Höhen kommen sehr gut rüber. Gerade Letzteres ist bei Gaming-Headsets oft nicht der Fall, hier zeigt sich auch ein deutlicher Qualitätsunterschied zum günstigeren HyperX Cloud Alpha. Beim Bass allerdings zeigt das Game Zero kleine Schwächen. Auch hier ist der Klang noch immer gut, aber in der Preisklasse haben wir schon Besseres gehört. Bei der Ortung von Geräuschquellen gibt es keine Probleme.

Fazit: Die Bässe kommen beim Sennheiser Game Zero leider nicht ganz so wuchtig rüber, wie man es von einem Headset dieser Preisklasse erwarten würde. Auf der anderen Seite bietet es bei den Mitten und Höhen sehr gute Leistung, auch im Vergleich zu ähnlich teuren Headsets. Hier sind Feinheiten herauszuhören, die bei anderen Headsets gern untergehen. Insgesamt ist die Qualität deshalb durchaus überzeugend. Bei der Ausstattung erfüllt Sennheiser zwar die Erwartungen, bietet aber nicht viel darüber hinaus.

EPOS Sennheiser Game Zero bei Amazon*

Der Preis-Leistungs-Tipp: HyperX Cloud Alpha

HyperX Cloud Alpha Das HyperX Cloud Alpha bietet für seinen moderaten Preis erstaunlich hohe Klangqualität.

Pro
  • ausgewogener Klang
  • gutes Mikrofon
  • gute Verarbeitung
  • bequeme Polsterung
Contra
  • wenige Bedienelemente an Kabelfernbedienung

Preis: ca. 90 Euro

HyperX Cloud Alpha bei Amazon*

Gute Verarbeitung: Die Verarbeitung des HyperX Cloud Alpha wirkt vom Aluminiumrahmen über den Kunstlederüberzug der Ohrpolster bis hin zum stoffummantelten und abnehmbaren Kabel hochwertig und stabil. Die Polsterung aus Memory-Schaum lässt an Bequemlichkeit ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Wie üblich liegt neben dem Kabel mit vierpoligem Klinkenstecker ein zusätzliches Kabel für den Anschluss am PC bei. Außerdem ist im Lieferumfang eine dünne Stofftasche enthalten.

Gutes Mikrofon: Die Kabelfernbedienung bietet mit einem Stummschalter fürs Mikro und einem Lautstärkeregler nur den Standard. Das Mikrofon erfüllt seine Aufgabe gut, Sprache wird klar und deutlich wiedergegeben. Hier ist es dem kabellosen (und deutlich teureren) HyperX CloudX Flight überlegen. Auch die Rauschunterdrückung funktioniert recht gut. Da das Mikrofon abnehmbar ist, eignet sich das Cloud Alpha zudem gut zum Musikhören unterwegs.

Ausgewogener Klang: Beim Sound kann das HyperX Cloud Alpha zwar nicht mit einem High-End-Headset wie dem Beyerdynamic MMX 300 mithalten, trotzdem bietet es sehr gute Qualität und steckt so manches kabellose Headset im Preisbereich 150 bis 200 Euro locker in die Tasche. Der Klang ist ausgewogen und zeigt keine größeren Schwächen. Beim Bass und den Mitten schneidet es hervorragend ab, bei den Höhen ist es etwas schwächer, aber immer noch recht gut. Auch die Ortung von Gegner in Spielen funktioniert gut.

Fazit: Mit der Klangqualität von High-End-Headsets wie dem Beyerdynamic MMX 300 kann das HyperX Cloud Alpha zwar nicht mithalten. Dafür ist es aber nicht nur viel günstiger, sondern ein Allround-Talent ohne große Schwachpunkte: Ob man Wert auf guten Sound oder Bequemlichkeit legt oder ein Headset möchte, das auch für unterwegs geeignet ist: Das HyperX Cloud Alpha schneidet in allen Bereichen gut ab. Nur dann, wenn man sehr hohe Ansprüche an die Klangqualität hat oder eben kein Kabel möchte, muss man zu einem anderen Headset greifen.

HyperX Cloud Alpha bei Amazon*

Bequem und guter Klang: Logitech G Pro X Wired

Logitech G Pro X Das Logitech G Pro X ist bequem und klingt gut, das Mikrofon gehört aber nicht zur Spitzenklasse.

Pro
  • Guter Klang mit hervorragenden Mitten
  • sehr bequem
  • gute Verarbeitungsqualität
  • abnehmbares Mikrofon
Contra
  • mäßige Mikrofonqualität

Preis: circa 100 Euro

Logitech G Pro X bei Amazon*

Gut verarbeitet: Das Logitech G Pro X trägt sich sehr bequem. Der Bügel ist flexibel und gut gepolstert, die Polster an den Hörern sind abnehmbar. Es liegen Kunstleder- und Velour-Polster bei. Auch ansonsten fühlt sich die Verarbeitung sehr hochwertig an. Sowohl das Kabel als auch das Mikrofon sind ablösbar. Da sich die Hörer nicht einklappen lassen, ist das Headset für unterwegs trotzdem eher mäßig geeignet. Im Gegensatz zu vielen anderen Logitech-Headsets verzichtet das G Pro X auf die unnötige und oft sogar nervige RGB-Beleuchtung.

Mäßiges Mikrofon: Am Kabel befindet sich ein Lautestärkeregler sowie ein Stummschalter fürs Mikrofon. Das Mikro bietet eine zufriedenstellende Leistung. Die Stimme wird gut verständlich wiedergegeben, sie klingt aber etwas dünn und nasal. Das Problem tritt bei Logitech-Headsets leider öfter auf. Immerhin werden Umgebungsgeräusche gut herausgefiltert. Trotzdem bekommt man beispielsweise beim Astro A10 bessere Mikrofonqualität für weniger Geld.

Guter Sound mit tollen Mitten: Beim Sound schneidet das Logitech G Pro X mit seinen 50-mm-Treibern sehr gut ab. Vor allem die Mitten klingen hervorragend, was unter anderem für die Wiedergabe von Sprache wichtig ist. Auch bei den Höhen ist es besser als viele andere Headsets seiner Preisklasse. Bei den Bässen ist der Sound zwar auch recht gut, aber verglichen mit der Konkurrenz zu diesem Preis nur Durchschnitt. Ebenfalls mittelmäßig ist die Abschirmung gegen Lärm aus der Umgebung. Trotzdem dringt nicht allzu viel Sound aus den Hörern nach außen.

Fazit: Wenn es euch bei einem Gaming-Headset vor allem auf ein gutes Mikrofon ankommt, ist das Logitech G Pro X nicht die beste Wahl. Zwar ist es nicht schlecht, aber es gibt Besseres für weniger Geld. Wenn für euch hingegen das Mikro Nebensache ist und vor allem Sound und Tragekomfort im Vordergrund stehen, dann dürftet ihr mit dem G Pro X sehr zufrieden sein, denn in diesen Bereichen schlägt es sich sehr gut.

Logitech G Pro X bei Amazon*

Konsistenter Sound: Astro A10

Astro A10 Das Astro A10 muss nicht immer perfekt sitzen, um guten Sound zu liefern.

Pro
  • sehr gutes Mikrofon
  • Sound auch bei Positionswechseln konsistent
  • guter Bass
Contra
  • klobige Form
  • sitzt etwas eng
  • Sound fürs Musikhören nicht ausgewogen genug

Preis: circa 55 Euro

Astro A10 Gaming-Headset bei Amazon*

Klobig und ein bisschen eng: Wie die meisten Headsets seiner Preisklasse ist das Astro A10 sparsam ausgestattet. An seinem Kabel befindet sich lediglich ein Lautstärkeregler. Das etwas klobige Mikrofon lässt sich durch Hochklappen stummschalten. Abnehmen lässt es sich leider nicht. Immerhin ist das zwei Meter lange Kabel mit 3,5-mm-Klinkenstecker abnehmbar. Dank des flexiblen und mit einem kleinen, aber effektiven Polster ausgestatteten Kopfbügels trägt sich das A10 recht bequem. Allerdings kann es für große Köpfe etwas eng sein und bei langen Sessions drücken.

Konsistenter Sound: Der Sound des Astro A10 ist für den Preis recht gut. Vor allem die Bässe kommen gut rüber. Bei den Mitten und Höhen hingegen schneidet es etwas schwächer ab. Fürs Gaming geht das in Ordnung, für hohe Ansprüche beim Musikhören ist der Klang aber nicht ausgewogen genug. Dafür zeichnet sich das Astro A10 durch einen sehr konsistenten Sound aus: Wie gut das Headset klingt, hängt nur in geringem Maß von der optimalen Positionierung auf dem Kopf. Das ist nützlich für alle, die ihr Headset zwischendurch auch mal abnehmen oder bei denen es etwa aufgrund einer Brille nicht immer optimal sitzt.

Tolles Mikro, schwache Isolierung: Das Mikrofon des A10 ist von sehr guter Qualität, auch im Vergleich zu vielen teureren Headsets. Es gibt nicht nur die Stimme sehr klar und deutlich wieder, sondern filtert auch Umgebungsgeräusche zuverlässig heraus. Für die Kopfhörer gilt das übrigens nicht: Umgebungslärm ist durch sie hindurch sehr stark wahrnehmbar. Umgekehrt geben sie zwar nicht ganz so viel Lärm an die Umgebung ab, aber wenn ihr den Menschen um euch herum nicht auf die Nerven gehen wollt, ist das Astro A10 dennoch nicht die beste Wahl.

Fazit: Wenn das Headset optimal sitzt, ist das Astro A10 nicht besser als beispielsweise das ungefähr gleich teure SteelSeries Arctis 1*. Das Astro A10 liefert aber auch dann noch guten Sound, wenn es mal nicht optimal sitzt. Man muss nicht nach jedem Abnehmen oder Verrutschen wieder nach der perfekten Position suchen. Wie wichtig das ist, hängt sehr vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Aber auch davon abgesehen könnt ihr mit dem Astro A10 nicht viel falsch, den für seinen Preis in fast allen Bereichen gute Leistung. Nur ist es aufgrund seiner klobigen Form nicht sehr praktisch für utnerwegs.

Astro A10 Gaming-Headset bei Amazon*

Leichtgewicht: Razer Kraken X

Razer Kraken X Das Razer Kraken X ist deutlich leichter als die meisten anderen Gaming-Headsets.

Pro
  • sehr gutes Mikrofon
  • gute Tiefen und Mitten
  • leicht und angenehm zu tragen
Contra
  • Schwächen bei den Höhen
  • insgesamt etwas zu basslastig

Preis: ca. 50 bis 60 Euro

Razer Kraken X bei Amazon*

Leicht: Razer wirbt mit dem leichten Gewicht des Razer Kraken X. Tatsächlich wiegt das Headset mit seinen circa 250 Gramm etwa 80 bis 90 Gramm weniger als das HyperX Cloud Alpha oder das Byerdynamic MMX 300. Das sieht man dem Kraken X allerdings auch an: Die Verarbeitungsqualität geht zwar in Ordnung, trotzdem wirkt das Headset deutlich billiger. Statt Metall gibt es hier nur Plastik. Obwohl auch die Polster recht dünn sind, ist das Kraken X aufgrund des geringen Gewichts bequem und drückt nicht.

Sehr gutes Mikrofon: Die Bedienelemente hat das Razer Kraken X nicht am Kabel, sondern ähnlich wie kabellose Headsets am Hörer. Neben dem Lautstärkeregler gibt es einen Mute-Button für das Mikro. Das Mikrofon ist für die Preisklasse erstaunlich gut und schafft es auch sehr gut, Geräusche aus der Umgebung auszublenden. In dieser Hinsicht kann das Kraken X auch mit teureren Headsets wie dem HyperX Cloud Alpha mithalten. Allerdings ist das Mikro nicht abnehmbar.

Schwache Höhen: Beim Sound hinterlässt das Razer Kraken X einen gemischten Eindruck. Bässe und Mitten bringt es zwar gut rüber, bei den Höhen hat es aber Schwächen. Hier hört man deutlich, warum das Kraken X viel günstiger ist als das Razer Kraken Ultimate*, das weit besseren und ausgewogeneren Klang bietet. Dass das Klangbild des Kraken X insgesamt zu basslastig ist, kann man beim Gaming aber durchaus hinnehmen. Immerhin kommen Explosionen so wuchtig rüber. Wer das Headset auch zum Musikhören nutzen will, sollte aber vielleicht etwas mehr Geld ausgeben.

Fazit: Für seinen Preis bietet das Razer Kraken X durchaus ansprechende Leistung. Es ist ein gutes kabelgebundenes Headset für alle, die nicht viel Geld ausgeben wollen, aber doch davor zurückschrecken, nach den billigsten Low-Budget-Headsets zu greifen. Bei der Klangqualität schneidet das auch nicht allzu teure HyperX Cloud Alpha allerdings deutlich besser ab. Wenn ihr das Headset häufig nutzt, lohnt es sich deshalb auf jeden Fall, etwas mehr zu bezahlen.

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Die Low-Budget-Lösung: Beexcellent GM-6

Beexcellent GM-6 Das Beexcellent GM-6 ist ein Billig-Headset, das trotzdem ordentliche Qualität liefert.

Pro
  • für den Preis gute Verarbeitung
  • zuverlässiges, flexibles Mikrofon
Contra
  • Schwächen bei den Höhen
  • zu basslastig

Preis: circa 25 Euro

Beexcellent GM-6 bei Amazon*

Ordentlich verarbeitet: Neben den Headsets der großen Marken findet man bei großen Händlern wie Amazon auch viele Billigprodukt im Preisbereich zwischen 20 und 40 Euro. Die Modelle von Beexcellent wie das GM-6 gehören zu den besseren und verlässlicheren Headsets dieser Kategorie. Die Verarbeitungsqualität ist für den Preis erstaunlich gut. Zwar wirkt das Plastik etwas billig, aber immerhin gibt es einen Metallbügel und ein stoffummanteltes Kabel.

Licht und flexibles Mikro: Die aufwendige Beleuchtung hätte sich Beexcellent sparen können, zumal sie sowieso nur über USB funktioniert. Daneben stehen Klinkenanschlüsse für Konsole und PC zur Verfügung. Die Kabelfernbedienung erfüllt mit Lautstärkeregler und Mute-Schalter den Standard. Das Mikrofon genügt zwar nicht höchsten Ansprüchen, erledigt seinen Job aber problemlos. Im Gegensatz zu älteren Modellen wie dem GM-1 verfügt das GM-6 über ein flexibles Mikrofon, das sich näher an den Mund bringen lässt.

Mäßiger Sound: Bei der Soundqualität muss man zu diesem Preis natürlich ein paar Kompromisse machen. Ähnlich wie das Razer Kraken X ist das GM-6 sehr basslastig. Bei den Höhen schneidet es nicht gut ab, hier merkt man den Unterschied zu einem teureren Headset sofort. Trotzdem ist der Sound insgesamt nicht schlecht. Insbesondere beim Gaming kann man mit den Macken leben, wenn man keine zu hohen Ansprüche hat. Für Musik sollte man sich aber etwas Besseres holen.

Fazit: Trotz des niedrigen Preises ist das Beexcellent GM-6 kein schlechtes Headset. Es ist recht gut verarbeitet, bietet ein zufriedenstellendes Mikrofon und eine zumindest brauchbare Klangqualität. Ob das reicht, hängt von der Art der Nutzung ab. Wer sowieso nur ab und zu mal zum Headset greift und es auch nur zum Spielen benutzen will, kann mit der gebotenen Qualität auskommen. Wer es häufig nutzen will oder schlicht etwas höhere Ansprüche hat, sollte mehr Geld ausgeben.

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3. Welche Headsets sind kompatibel mit Xbox Series X & S?

Kabelgebundene Headsets

Nahezu alle kabelgebundenen Headsets, die über den 3,5-mm-Klinkenstecker an den Xbox-Controller angeschlossen werden können, sollten mit der Xbox Series X und S kompatibel sein. Damit das Mikrofon funktioniert, muss es sich aber um einen vierpoligen Stecker (erkennbar an den drei Ringen) handeln. Am PC werden Headsets hingegen oft über einen dreipoligen Stecker für die Hörer und einen separaten Stecker für das Mikrofon angeschlossen.

Kabellose Headsets

Kabellose Headsets, die über einen USB-Dongle verbunden werden, funktionieren nur zum Teil. Hier sollte man vor dem Kauf die Herstellerangaben genau prüfen. Headsets, die über eine Basis mit optischem Anschluss verfügen (z.B. Astro A50), machen ebenfalls Probleme, weil die Xbox Series einen solchen nicht mehr besitzt. Zwar gibt es Workarounds (z.B. Anschluss an den Fernseher), diese funktionieren aber nicht immer perfekt.

Die Verbindung per Bluetooth wird nicht unterstützt. Speziell für die Xbox entwickelte kabellose Headsets können dafür häufig über das Xbox Wireless Protocol direkt mit der Konsole verbunden werden, ohne Hilfsmittel wie einen USB-Stecker. Falls sie keine zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten (Bluetooth, 3,5-mm-Klinke) bieten, funktionieren solche Headsets dann tatsächlich nur mit Xbox One und Series, es sei denn, ihr besitzt einen Xbox Wireless Adapter*, mit dem sie auch am PC verwendbar sind.

* Diese Kaufberatung ist nicht von einem Werbepartner in Auftrag gegeben, sondern eine Liste mit Empfehlungen. Die hier aufgeführten Angebote sind aber mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GamePro: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision. Habt ihr Vorschläge für Artikel, die wir aufnehmen sollten? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

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