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Zombie Army 4: Dead War angespielt - Koop-Spaß ohne Durchschlagskraft

Wir konnten Zombie Army 4: Dead War knapp drei Stunden ausprobieren, sind von der Zombie-Ballerei aber noch nicht gänzlich überzeugt. Der Grund: Das lahme Trefferfeedback.

von Tobias Veltin,
07.01.2020 16:00 Uhr

Zombie Army 4: Dead War in der Vorschau für PS4 und Xbox One. Zombie Army 4: Dead War in der Vorschau für PS4 und Xbox One.

Fast fünf Jahre ist es her, dass die Sniper Elite-Macher von Rebellion ihren deutlich durchgeknallteren Ableger Zombie Army Trilogy für die Konsolen brachten. Unser Fazit damals: Vor allem im Koop ziemlich spaßig, aber leider auf Dauer auch etwas abwechslungsarm. Mit Zombie Army 4: Dead War für PS4 und Xbox One wollen die Entwickler dem Konzept noch etwas "mehr Fleisch" geben. Und bereits vor dem Release am 4. Februar konnten wir den Shooter ausführlich ausprobieren.

Was konnten wir spielen?

Wir spielten mit drei anderen Journalisten im Koop zwei komplette Kampagnen-Level der PS4-Version (Meat Locker und Molten Nightmare), wofür wir etwa drei Stunden benötigten. Im fertigen Spiel wird es insgesamt neun Level sowie einen Survival-Modus mit Gegner-Wellen geben. Letzteren konnten wir bei unserem Anspiel-Termin allerdings noch nicht ausprobieren.

Wie funktioniert Zombie Army 4: Dead War?

Um es gleich vorweg zu nehmen: In seinen Grundstrukturen ist Zombie Army 4 seinem Vorgänger Zombie Army Trilogy extrem ähnlich. In der Rolle eines von mehreren Charakteren laufen wir durch die großen aber doch recht linearen Level und pusten mit unserem Waffenarsenal (bestehend aus einer Haupt-, Sekundär- und Handfeuerwaffe sowie diversen Gadgets) jede Menge anrückende Zombiehorden ins Nirvana.

Storytechnisch gibt es nicht viel zu erzählen: Zombie-Hitler rüstet mit seiner Untoten-Armee zum Angriff und wir müssen die wankende Brut aufhalten, um das schlimmste zu verhindern. Das gewinnt natürlich keinen Originalitätspreis - insbesondere im direkten Vergleich zum Vorgänger, in dem es fast haargenau denselben Plot gab - passt gleichzeitig aber auch wunderbar zum B-Movie-Flair des Spiels.

Gewohntes Bild: Auch in Zombie Army 4 stehen wir wieder Horden von Nazi-Zombies gegenüber. Gewohntes Bild: Auch in Zombie Army 4 stehen wir wieder Horden von Nazi-Zombies gegenüber.

Was sind die größten Neuerungen?

  • Die Waffen im Spiel lassen sich jetzt mit unterschiedlichen Upgrades modifizieren. Beispielsweise können wir nun den Zoomfaktor bei Zielfernrohren oder den Schadenswert unserer MP erhöhen. Es gibt aber auch abgefahrene Upgrades wie Flammen- oder Blitzgeschosse und weitere Anpassungsmöglichkeiten, beispielsweise lässt sich das Visier des Zielfernrohrs verändern.
  • Nahkampf spielt nun eine etwas größere Rolle. Jeder Charakter hat zwei besondere, mächtige Nahkampfattacken, die allerdings einen Cooldown haben.
  • Im Horde-Modus verändert sich die Karte, je länger wir überleben und natürlich gibt es auch die obligatorischen neuen Gegnertypen.

Was uns bereits gut gefällt

Atmosphärische Schauplätze

Die unterschiedlichen Areale (wir haben unter anderem einen düsteren Wald, Kanäle, eine kleine Stadt und ein Forschungslabor gesehen) sind alle sehr stimmungsvoll und detailliert designt und vermitteln eine schöne gruselige Atmosphäre.

Spaßiger Spielablauf

Das unkomplizierte und actionreiche Gameplay hat nichts von seinem Charme verloren. Das Prinzip ist schnell begriffen und insbesondere im Koop kommt viel Spaß auf.

Motivierender Punkte-Kombocounter

Je besser wir treffen und je mehr Zombies wir ohne Fehlschuss killen, desto höher wächst unter Punkte-Multiplikator. Das motiviert unheimlich, die Punkte lassen uns dann letztendlich im Rang steigen und neue Upgrades freischalten.

Upgrades wirken sich spürbar aus

Wir konnten dank freigespieltem Fortschritt schon einige der Waffen-Upgrades ausprobieren und diese machen im Spiel tatsächlich einen merkbaren Unterschied. Besonders gut gefallen hat uns beispielsweise das Flammengeschoss.

Mit Upgrades wie Elektrobolts lassen sich die Waffen spürbar verbessern. Mit Upgrades wie Elektrobolts lassen sich die Waffen spürbar verbessern.

Neue Gegnertypen fügen sich gut ein

Zombie Army 4 setzt auf mehrere neue Gegnertypen, unter anderem kriechende Wesen oder gepanzerte Riesenzombies mit Flammenwerfer und Gastanks auf dem Rücken. Diese erfordern dann teilweise eine entsprechende Strategie (z.B. Gastanks auf dem Rücken treffen und sorgen für Variation. Wir haben sogar einen Zombie-Panzer (!) gesehen.

Variantenreichere Ziele als im Vorgänger

Natürlich wirken die eigentlichen Aufgaben innerhalb der Levels etwas einfallslos, variieren aber immer wieder angenehm. Mal müssen wir bestimmte Schalter betätigen, dann wieder Benzintanks auffüllen oder eine Position eine bestimmte Zeitlang halten.

Saferooms bescheren Atempausen

Den Großteil des Spiels sind wir in Gefechte mit den Zombies verwickelt, da kommen die in den Levels verteilten Saferooms wie im Vorgänger gerade recht. Hier könnt ihr etwas Luft vor den nächsten Kämpfen holen, aufmunitionieren und eure Waffen wechseln.

Die X-Ray-Cam zeichnete schon die Vorgänger aus und ist auch in Zombie Army 4 wieder vertreten. Die X-Ray-Cam zeichnete schon die Vorgänger aus und ist auch in Zombie Army 4 wieder vertreten.

Interaktive Elemente

In den Levels verteilt gibt es einige interaktive Objekte, mit denen wir die Zombies ebenfalls loswerden können - beispielsweise Flugzeugturbinen ode die obligatorischen roten Fässer.

Was uns noch stört

Unbefriedigendes Trefferfeedback

Das hat uns am meisten überrascht. Im Gegensatz zur Zombie Army Trilogy haben die Waffen deutlich weniger Punch, gezielte Treffer fühlen sich seltsamerweise deutlich unbefriedigender an. Das hängt auch mit den nicht ganz so satten Waffensounds zusammen, insgesamt war dieser Punkt beim Anspielen am ernüchterndsten.

Stellenweise chaotisch und unübersichtlich

Teilweise stürmen derart große Horden von Zombies auf uns zu, dass es selbst mit vier Spielern schwer fällt, den Überblick zu behalten. Um dann zu überleben, hilft nur blindes Dauerfeuer in die Menge, was im Gegensatz zum gezielten Vorgehen beim Großteil des Spiels nicht so viel Spaß macht.

Passagen, an denen wir an einem fest montierten Geschütz klemmen, dürfen ebenfalls nicht fehlen. Passagen, an denen wir an einem fest montierten Geschütz klemmen, dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Nahkampf-Cooldown nervt

Die Nahkampf-Angriffe unserer Charaktere haben uns beim Anspielen in einigen Situationen das Leben gerettet. Der vergleichsweise lange Cooldown der Attacken nervt allerdings, wir würden die Angriffe gerne öfter ausführen können.

Gefühlter Fokus auf "Nicht-Sniper-Waffen"

In Zombie Army Trilogy beim Großteil des Spiels Sniper-Gewehre, das resultierte dann in einem sehr befriedigenden Spielgefühl. Bei Zombie Army 4 verlagert sich der Fokus dagegen auf die Zweitwaffen mit MGS oder Schrotflinten, die deutlich häufiger eingesetzt werden müssen. Das liegt unter anderem am Leveldesign, das uns öfter recht kompakt mit den Zombies zusammen pfercht. Kein direkter Kritikpunkt, aber im Vergleich zum Vorgänger ungewohnt.

Zombie Army 4: Dead War erscheint am 4. Februar 2020 für die PS4, Xbox One und den PC. Zombie Army Trilogy ist für die PS4 und Xbox One erhältlich, eine Switch-Portierung erscheint im ersten Halbjahr 2020.

Im ersten Trailer zu Zombie Army 4: Dead War lacht Hitler 2:39 Im ersten Trailer zu Zombie Army 4: Dead War lacht Hitler

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