Zum Release von Resident Evil 2 - Unsere schlimmsten Horror-Momente in Spielen

Zum Release von Resident Evil 2 Remake am 25. Januar 2019 denken wir darüber nach, welches Spiel uns so richtig Angst eingejagd hat.

von Maximilian Franke,
19.01.2019 12:00 Uhr

Es muss nicht immer ein brutaler Mörder sein. Es muss nicht immer ein brutaler Mörder sein.

Mit dem erneuten Release des Klassikers Resident Evil 2 steht uns ein potentielles Horror-Highlight bevor. Die Demo hat bereits eindrucksvoll bewiesen, dass es hinsichtlich der gruseligen Atmosphäre dem beliebten Original vermutlich nicht nachstehen wird.

Im Rahmen dessen fragten wir uns, was unser persönlicher, gruseligster Moment war, den wir in einem Spiel erlebt haben. Herausgekommen ist eine Liste, die deutlich macht, dass nicht nur ausgewiesene Horrorspiele gruselig sein können.

Linda - Resident Evil 7 in VR

Das gesamte Spiel. Das gesamte Spiel.

Linda Sprenger
@lindalomaniac

Ich bin nicht der größte Horrorspiel-Fan und habe im Laufe meines Lebens nur eine Handvoll gespielt. Dementsprechend weiß ich heute gar nicht mehr, welcher Teufel mich geritten hat, als ich mich Anfang Januar 2017 freiwillig fürs Ausprobieren von Resident Evil 7 in VR gemeldet habe.

In der virtuellen Realität wirkt der Horror von Resident Evil 7 dank des Mitten-Drin-Gefühls viel eindringlicher als im Standard-Modus. Umso schreckhafter schlich ich in den ersten 30 Minuten des Spiels durchs Anwesen der Baker-Familie.

Resident Evil 7 - Die größte Schwäche des Spiels macht den VR-Modus so gut

Als Papa Jack Baker dann plötzlich hinter mir Stand und versuchte, mir seinen Spaten in die Stirn zu rammen, verspürte ich eine solche Panik, dass ich am liebsten auch im echten Leben die Beine in die Hand genommen hätte. Eine Erfahrung, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde.

Max - Gothic

Das Nest der Minecrawler in der Alten Mine. Das Nest der Minecrawler in der Alten Mine.

Maximilian Franke
@mafra_tw

Gothic ist eines der besten Spiele aller Zeiten. So. Trotzdem sind nicht alle Erinnerungen daran ausschließlich positiv. Als ich Piranha Bytes erstes RPG gespielt habe, war ich acht Jahre alt. Ich kannte mich mit Rollenspielen nicht allzu sehr aus und Gothic war ein riesen Spielplatz für mich. Ich hatte das klassische "Hier kann man ja wirklich alles machen!"-Gefühl und war glücklich.

Bis ich nach vielen Stunden des Erkundens in die Alte Mine kam und mich dort um das Minecrawler-Nest kümmern sollte, dass den Wachen schlaflose Nächte bescherte. Ich muss dazu sagen, dass ich zwar keine ausgewiesene Spinnen-Phobie habe, aber komische Krabbel-Viecher mit zu vielen Beinen habe ich schon immer lieber auf Abstand gehalten. Völlig unvorbereitet ging ich also in den Bau.

Alles war dunkel. Komische, irgendwie eklige Röhren-Gebilde kommen aus den Wänden und zu viele Minecrawler stürmten auf mich zu. Das war zu viel. Ich hab es mehrmals versucht, aber letztlich musste ich tatsächlich einen Freund bitten die Sequenz für mich zu spielen, damit es weiter ging. Wenn ich mir das Level heute angucke, kann ich nur darüber lachen. Aber damals bekam ich tatsächlich Albträume davon.

Ann-Kathrin - Projekt Zero

Das Kind unter der Terasse! Das Kind unter der Terasse!

Ann-Kathrin Kuhls
@casual_kuhls

Eigentlich könnte ich Project Zero als Ganzes hier eintragen. Der Survival-Horror verlässt sich nicht auf Jumpscares, um gruselig zu sein, sondern erschafft von Anfang an eine erwartungsvoll-bedrückende Stimmung. Ich möchte nicht an diesem Ort sein, kann das Spiel aber auch nicht abschalten, weil ich unbedingt wissen muss, was hier passiert ist.

In dieser Stimmung bin ich durch den Innenhof des riesigen Hauses aus dem ersten Teil gestreift, als ich plötzlich Kinderlachen hörte. Warum müssen es nur immer Kinder sein? Die Stimmen hatte ich so lange im Ohr, dass ich sie irgendwann lediglich für einen Teil der Geräuschkulisse hielt.

Falsch gedacht. Die kleinen Biester kamen völlig unerwartet unter einem der Balkone hervorgekrochen und erschreckten mich so sehr, dass ich den Controller wegwarf. Meine Freunde ziehen mich heute immer noch damit auf.

Tobi - Dead Space

Der Hunter in Kapitel 10. Der Hunter in Kapitel 10.

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Wie ich glaube ich schon mehrfach erwähnt habe, ist Dead Space für mich das beste Horrorspiel aller Zeiten mit einer Atmosphäre, wie ich sie seitdem nicht wieder erlebt habe.

Der Hunter ist in Dead Space gleich in mehrfacher Hinsicht furchterregend. Nicht nur kommt das Monster stets unaufhaltsam auf mich zu und erledigt mich mit einem Angriff, nein, er ist auch - zumindest ohne größere Hilfsmittel - unbesiegbar.

In dem Wissen, dieses Biest in einem vorherigen Kapitel erledigt zu haben, machte ich mich damals in Kapitel 10 an die Untersuchung der Mannschaftsunterkünfte und schob mit der Telekinese ein paar Schränke zur Seite, baute mich damit förmlich ein.

Und just als ich damit fertig war und mir ein dort liegendes Audiotape angehört hatte, brach auf einmal besagter Hunter durch die Decke. Ich und das Monster eingepfercht auf kleinstem Raum, der Weg zurück von Schränken versperrt. In Panik schaffte ich es irgendwie, die Telekinese zu aktivieren und den sicherlförmigen Klauen des Monsters zu entkommen.

Ich weiß noch, dass ich nach dieser Szene pausieren musste, das Herz schlug mir bis zum Hals. Und das ist nur einer der Gründe, warum mir Dead Space bis heute in Erinnerung ist.

Hannes - P.T.

Die böse Frau im Gang. Die böse Frau im Gang.

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt

Dass P.T., der "Playable Teaser" zum eingestellten Silent Hills, wohl zu den gruseligsten Spielerfahrungen der letzten 10 Jahren gehört, dürfte niemand wirklich bezweifeln wollen. Aber es gab da diesen einen Moment, der mich wirklich gepackt hat und den ich so schnell auch nicht mehr losgeworden bin. Und das hat etwas mit dem besonderen Aufbau des Spiels zu tun.

In P.T. wandern wir bekanntlich durch den immergleichen Korridor, in dem sich bei jedem Durchlauf etwas geändert hat. Mal sind es Kleinigkeiten, mal verlieren wir jeden Bezug zur Realität. Nach und nach kommen wir so dem einzigen "Feind" näher, mit dem wir es in P.T. zu tun bekommen: Die verzerrte Geistergestalt Lisa.

Und dann passiert es. Ich laufe schon fast routinemäßig um die Ecke und Lisa steht im Gang vor mir. Ich weiß, dass ich an ihr vorbei muss. Ich weiß, dass das der Weg ist, den ich gehen muss. Aber ich will nicht. Ich will mich einfach dieser Figur nicht aussetzen. Also stehe ich still. Langsam sammele ich Mut und mache einen Schritt. Dann bleibe ich wieder stehen.

Irgendwann bin ich dann nahe genug und es passiert, was in P.T. eben passiert. Aber es ist der Moment davor, der mich noch heute erschaudern lässt. Das Wissen, das gleich etwas schlimmes passiert und das ich trotzdem weitergehen muss. Ein Jumpscare, der sich selbstbewusst ankündigt. Das werde ich wohl nie vergessen.

Was ist mit euch? Welches Spiel hat euch für immer gezeichnet?


Kommentare(37)

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