Assassin's Creed Infinity: Ubisofts toxische Arbeitskultur könnte Auswirkungen auf das Online-Projekt haben

An der geplanten Online-Plattform Assassin's Creed Infinity sind zwei Männer beteiligt, denen toxisches Verhalten, Homo- und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wird. Das könnte Folgen haben.

von David Molke,
08.07.2021 14:17 Uhr

Da wird sogar Eivor richtig sauer. Da wird sogar Eivor richtig sauer.

Assassin's Creed Infinity soll wahrscheinlich mehrer AC-Welten miteinander verbinden. Dass sich eine Online-Plattform in Arbeit befindet, hat Ubisoft gestern nach entsprechenden Berichten auch offiziell bestätigt. Genauere Details zu dem Projekt kennen wir noch nicht. Aber wir wissen, wer daran beteiligt ist und diese Personalien sorgen laut Bloomberg jetzt schon intern für Unmut und könnten dem Mammut-Assassin's Creed langfristig im Weg stehen.

Die Zukunft von Assassin's Creed könnte unter Ubisofts internen Problemen leiden

Darum geht's: Assassin's Creed Infinity soll wohl so etwas wie Ubisofts Antwort auf Online-Erfolge wie CoD Warzone, Fortnite oder GTA Online werden.

Laut einem Bericht von Bloombergs Jason Schreier erwartet uns womöglich eine Art übergreifende Multiplayer-Hub, der verschiedene, sich stetig erweiternde Assassin's Creed-Welten und -Spiele miteinander verbinden könnte. Mehr dazu lest ihr hier:

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Problematische Personalien: Ubisoft selbst hat bisher eigentlich nur bestätigt, dass ein Projekt mit dem Codenamen Assassin's Creed Infinity wirklich in Arbeit ist. Ansonsten wurden mehrere Namen genannt, die an dem nicht näher definierten Kollabo-Projekt von Ubisoft Quebec und Ubisot Montreal mitarbeiten sollen.

Darunter befinden sich auch mehrere Männer, denen in der Vergangenheit toxisches Verhalten vorgeworfen wurde. Sie sollen durch homo- und frauenfeindliche Aktionen sowie Aussagen, allgemeines Bullying oder zumindest das Fördern einer solchen Arbeitskultur und Unternehmensstruktur aufgefallen sein.

Genauer gesagt geht es dabei um Marc-Alexis Côté und Jonathan Dumont. Ersterer soll vor allem "narzisstisch und extrem manipulativ" sein, aber auch dafür gesorgt haben, toxisches Verhalten zu fördern und die dafür Verantwortlichen zu schützen.

Dumont wird vor allem vorgeworfen, andere Leute einzuschüchtern, sie zu beschimpfen, Dinge herumzuwerfen, Türen zu knallen und gegen Wände zu schlagen. Angebliche Homo- und frauenfeindliche Aussagen runden das Gesamtbild ab (via Gamasutra).

Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:

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Neue interne Ubisoft-Beschwerden: Dass auch in Zukunft offenbar immer noch Männer an wichtigen Projekten arbeiten, die Teil der problematischen, toxischen Unternehmenskultur von Ubisoft sein sollen, sorgt laut dem Bloomberg-Artikel für eine "frische Runde an Beschwerden auf Ubisofts internem Message-Board von Angestellten, die die Unternehmens-Antwort auf die Anschuldigungen nicht befriedigt hat".

Die vielfältigen Vorwürfe gegenüber hochrangigen Ubisoft-Mitarbeitern haben bereits für viel Wirbel gesorgt und einige Männer wurden daraufhin entlassen.

Im neuesten Axios-Newsletter heißt es, die Arbeitsplatz-Probleme hätten auch die Zukunft von Assassin's Creed verkompliziert. Offenbar ist das Problem aber immer noch nicht aus der Welt geschafft, was sich natürlich negativ auf die Zukunft von Assassin's Creed Infinity auswirken könnte.

Ubisoft selbst erklärt, die angemessenen Schritte eingeleitet zu haben. Sofern die entsprechenden Untersuchungen in Zusammenarbeit mit externer Hilfe die entsprechenden Ergebnisse zu Tage befördert hätten, seien die Betroffenen gewarnt, oder entlassen worden oder ihnen sei die Verantwortung entzogen worden, heißt es gegenüber Axios. Ubsioft habe vollstes Vertrauen in das Assassin's Creed-Team.

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