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Seite 2: Assassin's Creed Syndicate im Test - Wer hätte damit gerechnet?

Zwei Helden, ein Ziel

Weit mehr als eine rein optische Änderung ist hingegen die zweite Hauptfigur: Zum ersten Mal in der Serie schlüpft man parallel in die Rolle von zwei Meuchler-Helden. Jacob und Evie Frye sind Zwillinge aus dem Städtchen Crawley, die vom gemeinsamen Assassinen-Papa in allerlei Kriegskunst ausgebildet wurden. Im Jahr 1868, mitten in den Wirren der Zweiten Industriellen Revolution, ist London als Hauptstadt des British Empire fest in der Hand des Templer-Oberschurken Crawford Starrik.

Der sieht nicht nur aus wie ein fieser Hipster mit Schnauzbart und Seitenrasur, sondern kontrolliert auch noch jedes gesellschaftliche Milieu von der Queen bis zur Straßenbande. Sein Ziel: die Weltherrschaft. Mein Auftrag als Frye-Duo: London zurückerobern. Denn weil der Vater der Zwillinge zum Zeitpunkt des Spiels nicht mehr lebt, müssen die beiden unerfahrenen Helden die uralte Fehde zwischen Templern und Assassinen übernehmen. Und das heißt für den Spieler vor allem eines: launige Popcorn-Action.

Neues Levelsystem In Syndicate steigen unsere Figuren im Level auf und erhöhen Schaden, Verteidigung und Überlebenschancen.

Erfahrung sammeln Für jedes Attentat, jede Mission und jedes Manöver hagelt es Punkte. Alle 1000 Einheiten kriegen wir einen Skillpunkt, den wir in Fähigkeiten investieren.

Fähigkeiten freischalten Jacob und Evie leveln unabhängig voneinander, verfügen aber über viele identische Skills. Erst in den höchsten Tiers gibt's Spezialisierungen für die schleichende Evie und den action-lastigen Jacob.

Die Geschichte von Syndicate ist in erster Linie eine imposante Kulisse für knapp 40 Stunden abgedrehter Stunts. Sie nimmt sich meist nicht allzu ernst, funktioniert vor allem über die sympathischen Hauptcharaktere - und sie ist simpel. Sehr, sehr simpel. Das mag dem Fan der ersten Teile übel aufstoßen.

Wo Ubisoft damals noch den Versuch gestartet hat, verschiedene Positionen zu Herrschaft, Moral und Menschlichkeit gegeneinander ins Verschwörungsrennen zu schicken, gibt es jetzt wirklich nur noch den Kampf Gut gegen Böse. Crawford Starrick ist so fies, wie ein Schurke nur sein kann. Damit kommt er nicht an die Klasse anderer Ubisoft-Bösewichte wie Vaas oder Pagan Min ran, brennt sich aber ähnlich markant ins Gedächtnis wie die Borgia in Assassin's Creed 2 und Brotherhood.

Kleinerer Cast, größere Wirkung

Der größte Pluspunkt der simplen Story ist jedoch gleichzeitig das, was Unity mit am meisten gefehlt hat: Struktur. In Syndicate weiß ich zu jedem Zeitpunkt, warum ich gerade dieses Gebäude in die Luft jage, jener Person helfe oder Kinder aus einer Fabrik rette. Alle Haupt- und Nebenmissionen sind dem großen Ziel untergeordnet, Starrick und seine Offiziere zu Fall zu bringen. Ubisoft räumt seine Spielstruktur auf und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Nach jeder Sequenz wird gezeigt, wie böse Crawford Starrick wirklich ist. Simpel, aber wirksam. Nach jeder Sequenz wird gezeigt, wie böse Crawford Starrick wirklich ist. Simpel, aber wirksam.

In Unity habe ich Dutzende Aufträge für Dutzende historische Persönlichkeiten erledigt, die mit der losen Haupthandlung quasi nichts zu tun hatten. Dialoge gab es in diesen Mini-Aufträgen auch kaum. Syndicate setzt stattdessen auf einige wenige Charaktere, deren Loyalität ich mir erarbeiten muss, weil sie direkt mit der großen Geschichte verbunden sind.

So helfe ich als Jacob Inspektor Frederick Abberline bei der Jagd nach Templer-Verbrechern. Das findet sowohl in Haupt- als auch Nebenaufgaben statt und zementiert eine Freundschaft zwischen Jacob und »Freddy«, die bis zur allerletzten Mission wichtig bleibt. Für die junge Informantin Clara hole ich Kinder aus den Fabriken, mit Karl Marx kämpfe ich für die Arbeiterklasse (das ist für mich als Trierer natürlich besonders spannend), an der Seite von Ned Wynert zerstöre ich das Verkehrsmonopol der Templer.

Dafür gibt es Informationen, Waffen, Geld und Beziehungen. Nach einmaligem Durchspielen kann ich jede Haupt- und Nebenfigur von Syndicate aus dem Kopf aufs Papier bringen. Dabei sind die meisten nicht mal besonders plastisch oder komplex geschrieben. Der Kniff ist, dass alle Akteure sowohl spielerisch als auch story-technisch wichtig für mich sind. Sie wachsen mir ans Herz, weil sie das ganze Abenteuer über an meiner Seite stehen - mal in einer persönlichen Mission, mal in einer geschäftlichen. Hier liefert Syndicate auf dem Niveau von Assassin's Creed 2.

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