Fazit der Redaktion
Dennis Müller
@demig0rgon.bsky.social
Hättet ihr mir nach den ersten Testtagen gesagt, dass ich einen solch positiven Test über Control Resonant schreibe, ich hätte euch ziemlich erstaunt angeschaut. Zur Wahrheit zählt nämlich, dass bei mir noch kein Singleplayer-Spiel von Remedy so lange gebraucht hat, bis es endlich klickt.
Dylan wirkte in den ersten Stunden mehr wie ein langweiliges Toastbrot, ich habe vergeblich die coolen Fähigkeiten gesucht, von denen Chris in seiner Preview so geschwärmt hat und viele Gegner haben mit mir den Boden aufgewischt.
Und warum? Weil Resonant vieles nicht erklärt und darauf baut, dass ihr selbst auf die Lösung kommt. Das gilt für scheinbar verschlossene Wege in Manhattan, wie auch das Lösen von Rätseln. Das gilt für das Verständnis über das gegnerische Levelsystem bis hin zum Ausklamüsern eines situativ sinnigen Builds.
Doch als ich endlich hinter all die Magie gekommen bin und ausführlich jede Ecke nach wirklich coolen Missionen abgegrast hatte, war der Bann gebrochen. Das wahrlich nicht fehlerfreie Kampfsystem hat auf einmal mächtig Spaß gemacht und mit Dylan hat auch die Story deutlich an Fahrt aufgenommen.
Wie es euch mit Control Resonant ergeht, ist daher abseits einem Faible für das Übernatürliche und Weirde also ganz stark davon abhängig, mit welcher Einstellung ihr ans Actionspiel geht. Und auch, ob ihr einem Spiel die ein oder andere Macke verzeihen könnt, weil es euch im Gegensatz zu manch anderem Spiel zügellos in seine interessante und richtig atmosphärische Spielwelt entlässt und sagt: “Mach mal”.
Eleen Reinke
@ottadice.bsky.social
Hach, Control Resonant, wie hab ich in meiner ersten Spielsession mit dir geflucht! Irgendwie wollte nichts so richtig laufen, Dylan war so spannend wie trocknende Farbe, die Kämpfe waren einfach Draufkloppen, ich habe einen Parier-Button schmerzlich vermisst und dann bin ich in der Hauptmission auch noch in ein Areal gekommen, wo Feinde mich plötzlich mit 2 bis 3 Schlägen wegwamsten.
Am liebsten hätte ich in diesem Moment das Spiel weggelegt und nie wieder angefasst. Am nächsten Tag hab ich dann aber den neuen Versuch gewagt und nochmal von vorne losgelegt. Und siehe da: Diesmal hat es Klick gemacht.
Ich hab mich nämlich auf das Spiel eingelassen, statt all die Dinge zu vermissen, die es einfach nicht ist. Kollege Chris hat das treffend mit der ersten Erfahrung mit einem Souls-Spiel verglichen – nicht etwa, weil Control so bockschwer ist, das ist es wirklich nicht, solange ich das richtige Level habe.
Aber weil ich mich eben damit auseinandersetzen muss, was das Action-RPG eigentlich sein und bieten will und wie ich mir klug meine Vorteile verschaffe.
Dann habe ich auch richtig Spaß und kann dem Spiel so einige Macken wie die repetitiven Kämpfe oder die manchmal mangelnde Spielerführung verzeihen – und stattdessen einfach das schnelle, wuchtige Effektgewitter, die wirklich herrlich abgedrehten Nebenmissionen und die spaßige Erkundung samt Knobeleien genießen. So lange, bis ich wieder im nächsten Areal lande, wo die Gegner mich wegwamsen. Dann geht der Kreislauf von vorne los.
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