Fazit: Cult of the Lamb im Test: Erst waren wir besessen, dann wurden wir abtrünnig

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Fazit der Redaktion

Eleen Reinke
@ottadice

Besonders in den ersten Stunden hat Cult of the Lamb mir mit seinem Gameplay-Loop unglaublich Spaß gemacht. Kombiniert mit dem absurden Setting und der über-niedlichen Grafik wollte ich den Controller beim ersten Dungeon gar nicht aus der Hand legen. Mit dem ungewöhnlichen Genre-Mix erinnert es mich außerdem an Spiele wie Moonlighter oder Boyfriend Dungeon, mit denen ich ebenfalls eine Menge Spaß hatte.

Aber es teilt sich auch eine große Schwäche mit diesen beiden Vertretern, nämlich dass die Mechaniken einfach zu flach bleiben und entsprechend schnell gemeistert sind. Das heißt natürlich keineswegs, dass diese Spiele nicht unterhaltsam sind. Aber sie können es eben auch nicht mit großen Genrevertretern wie Hades aufnehmen, das ich auch nach hunderten Stunden noch gerne zocke.

Fazit der Redaktion

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Was haben uns Roguelite- und likes im vergangenen Jahrzehnt doch mit fantastischen Spielen verwöhnt. Hades hat das Genre mehr zugänglich gemacht und mit coolen Charakteren versehen. The Binding of Isaac hat Langzeitmotivation auf ein neues Level gehievt, und ein Enter the Gungeon hat uns coole Waffen nur so um die Ohren gefeuert. Cult of the Lamb will sich in die Riege dieser Meisterwerke mit einem Mix aus Iso-Schnetzelei, kultigem Aufbau-Sim und makaberer Niedlichkeit einreihen und trifft damit in den ersten Spielstunden voll ins Schwarze.

Allerdings hat sich der Anfangs motivierende Gameplay-Loop bei mir schon zur Mitte des Spiels doch etwas abgenutzt. Die eigentlich spaßigen und wuchtigen (Boss-)Kämpfe sind auf Dauer zu seicht, wenig fordernd und trotz neuen Gegnern zu repetitiv. Am wenigsten getaugt hat mir jedoch der Aufbau und die Versorgung des Kults, der doch recht schnell zur sich wiederholenden Fleißarbeit verkommt und dem nötige Komfortfunktionen wie eine Tätigkeiten-Übersicht meiner Kultisten fehlt.

Wolltet ihr jedoch schon immer eure eigene Sekte gründen und knuffige Schweine, Esel und Hasen “zum Wohle aller” opfern? Sind euch Roguelites oft zu frustig und in Sachen Gameplay zu fordernd? Wollt ihr eines der coolsten Würfel-Minispiele im Gaming zocken und mögt die knuffige Optik von Cult of the Lamb, dann bekommt ihr dennoch eine klare Empfehlung von mir. Denn das sei auch nochmal deutlich gesagt: Ihr könnt hier durchaus 15 bis 20 unterhaltende Stunden für einen fairen Preis  erleben, solltet rein spielerisch eure Erwartungen aber ein wenig senken. 

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