Cyberpunk 2077-Entwickler erklärt kaputte Polizei und zieht kuriosen Elden Ring-Vergleich

Warum es in Cyberpunk 2077 keine echten Polizeiverfolgungen gibt, hat jetzt ein Entwickler von CD Projekt auf unglückliche Art und Weise während eines Livestreams erklärt.

von Dennis Michel,
21.12.2021 16:55 Uhr

Erst gestern hatten wir über eine Mod berichtet, dank der PC-Spieler*innen in Cyberpunk 2077 ein Metro-System samt 19 Stationen erhalten. Ein Feature, das ursprünglich geplant, später aber seitens CD Projekt Red verworfen wurde. Ein weiteres Feature, das zwar zum Release implementiert wurde, allerdings komplett verbugt und quasi nicht vorhanden ist, sind Verfolgungsjagden mit der Polizei. Wer das Action-RPG gespielt hat, erinnert sich unter anderem an aufploppende Beamte, denen bereits nach wenigen Metern die Puste ausgeht.

Quest Director Pawel Sasko hat jetzt zum einjährigen Cyberpunk-Jubiläum einen Let's Play Livestream gestartet, dabei Fragen zum Spiel aus der Community beantwortet – und dabei eine ziemlich unglückliche Antwort zum Thema gegeben.

In Elden Ring und Sonic Frontiers jagt uns auch keine Polizei

Darum geht's: Im gut sechsstündigen Livestream – wir haben euch das Video unten eingebunden – wird Sasko die Frage gestellt, warum in Cyberpunk im Gegensatz zu "allen anderen Open World-Spielen" keine Verfolgungsjagden mit der Polizei implementiert wurden.

Sasko korrigiert zunächst die Frage und sagt, dass ja nicht jedes Open World-Spiel eine solche Mechanik habe. Als Beispiele nennt er Sonic Frontiers und ... Elden Ring. Und ja, das stimmt, im kommenden Spiel mit dem blauen Igel und auch in FromSoftwares Fantasy-Rollenspiel werden wir nicht von der Polizei verfolgt. Wäre aber sicher lustig: Ein erbarmungsloser Kampf gegen einen zähnefletschenden Drachen, und plötzlich, tatütata, die Polizei ist da. Der Drache wird verhaftet, weiter geht's zum nächsten Boss.

Die Aussage könnt ihr im Video ab 3:38:30 anhören:

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Ok, Spaß beiseite. Dass diese Gegenüberstellung natürlich wenig passend ist, erklärt sich von selbst. Viel problematischer ist jedoch seine Aussage, dass mit der GTA-Reihe und "dem Spiel von Ubisoft" aka Watch Dogs nur wenige bzw. nicht alle Open World-Spiele eine solche Verfolger-Mechanik besitzen. Die Wahrheit ist jedoch, dass von Skyrim über Saints Row bis hin zu Mafia über Sleeping Dogs zig Spiele ein solches Feature besitzen. Davon ab ist es ja auch in Cyberpunk vorhanden, lediglich komplett unbrauchbar.

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Gründe für die mangelhafte Umsetzung

Im weiteren Verlauf des Livestreams geht Sasko auf die Gründe ein, wegen denen das Feature nicht korrekt umgesetzt werden konnte. Sasko sagt, dass viele Features Limitierungen zum Opfer gefallen sind. Im speziellen Fall der Verfolgungsjagden durch die Polizei spricht er von technischen Limitierungen, die eine Umsetzung für das polnische Entwicklerteam unmöglich gemacht haben. Er erwähnt aber auch, dass sie das Feature gerne korrekt umgesetzt hätten.

Ob hier in kommenden (kostenlosen) DLCs oder der Current-Gen-Version für PS5 und Xbox Series X/S im Frühjahr 2022 nachgebessert wird, bleibt abzuwarten.

Was sagt ihr zu den Aussagen von Sasko: Unglücklich ausgedrückt, im Scherz gemeint?

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