Cyberpunk 2077: Verbraucherschutz könnte Strafen verhängen, wenn Patches nicht reichen

Cyberpunk 2077-Macher CD Projekt RED steht jetzt offenbar gewissermaßen unter Beobachtung. Der polnische Verbraucherschutz interessiert sich für die nächsten Updates.

von David Molke,
11.01.2021 11:21 Uhr

Cyberpunk 2077 hat vor allem auf PS4 und Xbox One einen extrem holprigen Start hingelegt und könnte jetzt sogar Ärger mit dem Verbraucherschutz bekommen. Cyberpunk 2077 hat vor allem auf PS4 und Xbox One einen extrem holprigen Start hingelegt und könnte jetzt sogar Ärger mit dem Verbraucherschutz bekommen.

Cyberpunk 2077 läuft auf PS4 und Xbox One immer noch nicht richtig, obwohl der Launch jetzt schon über einen Monat zurückliegt. Offenbar meldet nun sogar der polnische Verbraucherschutz Interesse am Fortschritt der Updates an. Sollte CD Projekt RED mit den beiden angekündigten Patches die vielfältigen Probleme nicht beheben können, drohen dem Entwicklerstudio womöglich hohe Strafen.

Cyberpunk 2077-Macher CD Projekt RED muss sich wohl dem Vebraucherschutz erklären

Darum geht's: Die Konsolenversion von Cyberpunk 2077 ist in einem katastrophalen Zustand veröffentlicht worden. Auf PS4, Xbox One und mit Abstrichen auch auf PS5 und Xbox Series X/S läuft das Spiel wenn überhaupt nur sehr schlecht, Abstürze und Performance-Einbrüche sowie sehr viele Bugs sind an der Tagesordnung. Hier seht ihr die Unterschiede:

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Deshalb hat Sony Cyberpunk 2077 zum Beispiel bereits aus dem PlayStation Store geworfen und alle Käufer*innen können ihr Geld zurück verlangen. Allerdings hat auch das eine Weile gedauert und besonders problematisch wirkt, dass CDPR wohl absichtlich keine Konsolen-Versionen für Vorab-Tests zur Verfügung gestellt hat.

Verbraucherschutz wird aktiv: Nun hat sich der polnische Verbraucherschutz der Sache angenommen. Aktuell wurden ersten Berichten zufolge nur einige Fragen gestellt: Die Verantwortlichen sollen offenbar erklären, was die Probleme des Spiels sind und was dagegen unternommen wird.

Auch der Umgang mit den Beschwerden werde genauer untersucht. Wie es aussieht, wartet der Verbraucherschutz nun ab, wie die beiden angekündigten großen Updates für Cyberpunk 2077 aussehen.

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Was könnte dann passieren? Im allerschlimmsten Worst Case-Szenario (möglicherweise wenn die Patches nicht oder zu spät kommen beziehungsweise wenn die größten Schwierigkeiten nicht behoben werden) könnte CD Projekt RED eine Strafe bezahlen müssen.

So hoch wäre die Strafe: Laut einem Benchmark-Bericht (via Reddit/Comicbook) könnte der polnische Verbraucherschutz das Entwicklerstudio zu einer Strafe verdonnern, die maximal 10 Prozent des Jahreseinkommens des Unternehmens beträgt. Das wäre angesichts der gigantischen Cyberpunk 2077-Verkaufszahlen sicher eine stattliche Summe.

Aktuell steht allerdings noch nichts fest. Wenn alles gut läuft, muss CDPR überhaupt keine Strafe zahlen und wir bekommen die rettenden Updates innerhalb der nächsten beiden Monate.

Was haltet ihr davon, dass CDPR vielleicht sogar eine Strafe für den verkorksten Cyberpunk 2077-Launch zahlen muss?

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