Am Wochenende habe ich mich ganz vorsichtig an den Netzwerktest zum kommenden Switch 2-Exclusive The Duskbloods rangewagt. PvPvE-Titel sind eigentlich gar nicht mein Beuteschema. Mit Battle Royale-Shootern kann man mich jagen, bei Elden Ring habe ich lediglich ganz kurz in den Arena-DLC reingelunzt und mich von Invasionen ferngehalten.
Aber wenn Miyazaki eben nun mal einen kompetitiven Multiplayer entwickelt, der auf den ersten Blick Bloodborne schreit, kann ich mir das nicht entgehen lassen. Und meine ersten Stunden mit The Duskbloods haben mich wirklich (positiv!) überrascht. Ein paar Bedenken bleiben aber noch.
Endlich weiß ich, was Duskbloods ist – und es gefällt mir unerwartet gut!
Bei der ersten Anmeldung hielten sich meine Panik und Neugierde die Waage. Aber schon in den ersten Partien, die ich gezockt habe, habe ich begeistert festgestellt: Im Spiel kämpfe ich doch viel mehr mit anderen zusammen oder ganz alleine, als ich erwartet hatte – und das macht richtig Spaß!
Das Grundprinzip von Duskbloods:
- Ich suche mir einen Charakter aus und starte eine Runde.
- 8 Spielende kämpfen in 3 Runden plus Finale um den Sieg.
- Während der Runden versuche ich, auf der Map möglichst viele Punkte zu sammeln, bevor der Timer abläuft. Die bekomme ich mit Objectives: z.B. Leichen mit Kerzen suchen und einsammeln, Elitegegner oder Bosse umhauen ...
- Bei Kämpfen sammle ich EP, werde stärker und levele. Ich verdiene auch Perks wie mehr Ausdauer oder mehr Einsätze für die Spezialfähigkeit. Oder beschwöre einen helfenden Geist.
- Wer am Ende der Runde nicht genug Punkte hat, fliegt raus.
- Im Finale kämpfen die 3 Personen mit der höchsten Punktzahl gegeneinander oder einen Koop-Boss.
Lore-Koryphäe Vaati erklärt noch mal alle zusätzlichen Details:
Link zum YouTube-Inhalt
PvP komplett vermeiden über friedliche Lobbys ist zwar nicht möglich, aber ich habe unterschiedliche Möglichkeiten, mich mit anderen zusammenzutun: Manchmal bekomme ich nach dem Zufallsprinzip einen Verbündeten oder eine Verbündete und kann mich mithilfe eines Items zu der Person teleportieren.
Ich kann aber den anderen auch aktiv eine Einladung schicken, mit mir gemeinsam die Map abzugrasen. Die großen Obermoppels auf der Karte werden außerdem immer im Koop umgehauen. Wer sich in der Nähe befindet, kann sich direkt in den Kampf beschwören lassen.
PvP ist währenddessen komplett deaktiviert.
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The Duskbloods: From Software kündigt ersten Netzwerktest für das düstere Multiplayer-RPG an
Grundsätzlich habe ich bei den meisten Runden gar nicht so häufig feindliche Spieler*innen auf der Map getroffen. Außer, wenn ich gezielt in die PvP-Arena gelaufen bin. Die ist allerdings nur für kurze Zeit in der zweiten und dritten Runde aktiv und dort geht es dann durchaus chaotischer zu. Mit meiner mangelnden Multiplayer-Erfahrung hatte ich sofort Puls. Theoretisch kann ich die Arena aber auch ignorieren und weiter anderen Objectives nachjagen.
Gleich in meiner zweiten Runde habe ich die volle Drama-Edition von Duskbloods erlebt: Ich habe mich von Anfang an mit einer anderen Person zusammengeschlossen und mit ihr die Map ordentlich aufgeräumt. Am Ende standen wir beide auf dem Board ganz oben – mussten aber im Finale gegeneinander um die Krone kämpfen.
Schließlich musste ich mich ganz knapp geschlagen geben. Den Sieg habe ich meinem Gegenüber aber voll gegönnt und der Spannungsbogen in der Partie war einfach perfekt.
Ich hatte richtig viel Spaß, aber 2 Dinge müssen gelingen, damit das so bleibt
Mit dem Mix aus Koop, alleine umherstreifen und ein bisschen gegeneinander antreten, hatte ich richtig Spaß. Das PvP-Element stand nicht so im Fokus wie befürchtet und hat einfach für zusätzlichen Nervenkitzel gesorgt. Immerhin kann ich in den normalen Runden auch jederzeit neu spawnen, wenn ich gekillt werde und habe im Finale zwei Leben.
Allerdings muss sich natürlich noch zeigen, wie sich die Community am Ende im finalen Spiel verhält und ob das Balancing die für mich sehr angenehme Spielweise aus dem Netzwerktest belohnt. Das könnte natürlich auch kippen, je nachdem, was am Ende gewinnbringend ist und wie die Community tickt.
Zudem braucht es natürlich unbedingt stabile Server. In der ersten Session am Freitag sind die komplett zusammengebrochen und am Wochenende gab es beim Matchmaking auch noch einige Abbrüche. Aber immerhin war es ja auch ein bewusster Stresstest und wenn ich dann mal in einer Partie war, lief alles reibungslos.
Was sagt ihr: Könnte das Konzept euch auch überzeugen? Und seid ihr generell Souls-PvP-Muffel? Oder ist das bei euch ganz anders?
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