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Seite 2: Das perfekte Spielezimmer - Teil 2 - Voll aufs Ohr

Kompakte Klangleisten

Wer über die Anschaffung von Lautsprechern nachdenkt, steht vor einer größeren Auswahl: Stereo oder Surround? Soundbar oder Satelliten? Komponentenanlage oder Paketlösung? Wir kümmern uns zuerst um die einfachste Variante, eine sogenannte Soundbar beziehungsweise ein Soundboard. Diese beiden Geräte verfolgen ein ähnliches Konzept, sie vereinen zwei oder mehr Lautsprecher und den dazugehörigen Verstärker in einem einzelnen Gehäuse. Der Unterschied liegt in der Bauweise: Soundbars sind meistens relativ dünn und finden vor dem Fernseher Aufstellung oder können darunter an der Wand montiert werden.

Die etwas jüngeren Soundboards weisen eine größere Gehäusetiefe auf. Sie werden quasi als Sockel unter das TV-Gerät gestellt. Aufgrund ihres größeren Volumens klingen sie in der Regel besser als Soundbars. Guter Klang braucht Platz, vor allem potente Basstreiber beanspruchen viel Raum. Im Vergleich zu Satellitenboxen spart man mit einer Soundbar respektive einem Soundboard dennoch Stellfläche. Ein weiterer Vorteil dieser Geräte ist der einfache Aufbau: Audiokabel an die Konsole, Netzstecker anschließen, gegebenenfalls in den jeweiligen Menüs die passenden Aus- respektive Eingänge wählen, fertig.

Soundbars- und Boards_ Nubert nuPro AS-250 Das Soundboard zeichnet sich durch seinen hervorragenden Stereoklang aus, bietet aber keinen Bluetooth-Funk und HDMI nur optional. Straßenpreis: um 590 Euro

Teufel Cinebase Sehr gut ausgestattetes Soundboard mit Virtual-Surround-Funktion, Bluetooth-Anbindung und Dolby-/DTS-Verarbeitung. Straßenpreis: um 600 Euro

Yamaha YSP-2500 Schlanke Soundbar mit externem Subwoofer, die dank patentierter Reflexionstechnik tatsächlich überzeugenden Surround-Sound liefert. Straßenpreis: um 890 Euro

Halbwegs brauchbare Soundbars gibt es schon um 100 Euro, für ein richtig gutes Soundboard werden rund 500 Euro fällig. Freilich gibt es auch Minuspunkte. Selbst die besten Boards und Bars klingen nicht so gut wie ein ausgewachsenes Boxensystem mit Subwoofer. Das liegt unter anderem daran, dass die Lautsprecherchassis in dem kompakten Gehäuse relativ dicht nebeneinander platziert sind. Dadurch wirkt die akustische Bühne weniger breit und plastisch als bei weiter auseinander gestellten Satellitenboxen.

Auch Surround-Sound, also räumlicher Klang wie im Kino, wo Effekte aus allen Richtungen kommen, ist mit Soundbars und -boards üblicherweise nicht drin. Manche Modelle verfügen zwar über eine »Virtual Surround«-Schaltung, wirklich überzeugen kann die aber nicht. Die einzige Ausnahme stellen die (recht kostspieligen) Sound-Projektoren der Firma Yamaha dar, die über ein patentiertes Reflexionsprinzip tatsächlich »echten« Raumklang generieren; ein Beispiel findet sich in unseren Empfehlungen.

Computersound

Kommen wir nun zu den »klassischen« Komponentenanlagen, also Kombinationen aus zwei oder mehreren Satellitenlautsprechern und einem entweder eingebauten oder separaten Verstärker. Auch in dieser Kategorie finden sich Paketangebote, meist im Einsteigerbereich. Eine recht günstige Option sind beispielsweise PC-Soundsysteme von Herstellern wie Creative, Teufel oder Logitech. Die sind zwar primär für den Computer gedacht, doch sofern geeignete Anschlüsse vorhanden sind, spricht nichts dagegen, sie an einer Xbox, Wii oder PlayStation zu betreiben. Die billigsten Exemplare sind schon für unter 100 Euro zu bekommen. Ton auf Kinoniveau ist in dieser Klasse zwar nicht zu erwarten, etwas besser als der Fernseher klingen diese Anlagen aber allemal.

Viele dieser Systeme folgen dem sogenannten 2.1-Aufbau, bestehen also aus zwei Satellitenboxen und einem Subwoofer, der für wuchtige Bässe sorgt. Der große Nachteil ist, gerade bei Einsteigergeräten, dass sich oft nur ein bis zwei Zuspieler anbinden lassen. Und: Fällt ein Teil aus, kann man meist die ganze Anlage wegwerfen. Denn diese Systeme verwenden leider allzu oft proprietäre Stecker, sodass sich die Komponenten nicht ohne Weiteres tauschen lassen. Das schließt üblicherweise auch eine spätere Erweiterung aus, etwa von 2.1 auf 5.1. Wer mit dem ganzen Zahlensalat nichts anfangen kann: Auch dieser Artikel wird, wie der vorhergehende, von einem kleinen Glossar begleitet, das die wichtigsten Fachbegriffe und Abkürzungen erläutert.

Wohnzimmerzentrale

Wer richtig in die Vollen gehen will, stellt sich seine Anlage am besten selbst aus ausgewählten Bestandteilen zusammen: aus zwei oder mehr Lautsprechern und einem AV-Receiver (AV steht für Audio und Video, Receiver heißt Empfänger). Dieser erfüllt gleich mehrere Funktionen. Zum einen befeuert er als Verstärker die Boxen, zum anderen fungiert er als Vermittlungs- und Kommandozentrale für die verschiedenen Endgeräte im Spielzimmer.

Gute Receiver weisen eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen auf, sowohl für Ton- wie auch für Bildsignale: An fünf oder mehr HDMI-Ports findet praktisch jede Konsole Anschluss, für ältere Geräte stehen zum Beispiel Komponenteneingänge bereit (der antiquierte SCART-Standard ist allerdings inzwischen praktisch verschwunden). Das Schöne an diesen Geräten ist, dass sie alle Daten aufbereiten und bündeln. Es gibt also kein lästiges Umstecken oder Fummeln im TV-Menü mehr, ein Knopfdruck auf der Fernbedienung genügt, und Bild und Ton sind da. Damit das funktioniert, muss der Receiver jedoch entsprechend eingerichtet werden.

AV-Receiver: Denon AVR X1100W Der X-1100W zeichnet sich vor allem durch seine Netzwerkfunktionen und seine beachtliche Leistung von 145 Watt pro Kanal aus (6 Ohm). Straßenpreis: um 450 Euro

Marantz NR1605 Bei Platzmangel empfiehlt sich ein Slimline-Gerät wie der NR1605. Für die kompakte Bauweise (etwas über 10 Zentimeter hoch) zahlt man aber drauf. Straßenpreis: um 680 Euro

Onkyo TX-NR636 Befeuert bis zu sieben Lautsprecher und zwei Aktiv-Subwoofer und kann UHD-Bildsignale verarbeiten. Hat sogar einen Plattenspielereingang. Straßenpreis: um 390 Euro

Pioneer SC-LX87 9.2 Kanäle, 220 Watt Leistung (6 Ohm), App-Steuerung, Internet-Streaming, UHD-Skalierung … dieses Kraftpaket lässt keine Wünsche offen. Straßenpreis: um 1.500 Euro

Sony STR-DH550 Sparsame Ausstattung, komplizierte Einrichtung und vergleichsweise geringe Leistung, aber ein fast unschlagbarer Preis. Straßenpreis: um 260 Euro

Yamaha RX-V477 Sehr günstiges Gerät, das trotzdem fortgeschrittene Features wie Airplay-Streaming und eine ausreichende Anschlusszahl mitbringt. Straßenpreis: um 320 Euro

Man muss ihm also sagen, an HDMI 1 hängt die Xbox, an HDMI 2 die PlayStation, der Satellitenempfänger am dritten Port, der Ton vom Netzwerk-Player am zweiten optischen Eingang und so weiter. Das ist nicht ganz trivial und ein wesentlicher Punkt, in dem sich Einsteigergeräte bis etwa 400 Euro von höherwertigen Exemplaren unterscheiden. Bei den billigen Modellen lassen sich die Eingänge nicht frei zuordnen oder das Setup erfolgt mithilfe eines kryptischen Mini-Displays am Gerät. Teurere verwenden dafür mehr oder weniger aufwändige grafische Menüs, die auf dem Fernseher dargestellt werden, was die Sache deutlich komfortabler gestaltet. Aber mit einem Blick ins Handbuch lässt sich die Angelegenheit so oder so in ein paar Minuten erledigen, und schließlich macht man das nicht jeden Tag.

Durchblick im Anschlussdschungel : Durchblick im Anschlussdschungel

1. Digitaleingänge
Optische (eckig) und elektrische (rund) Digitaleingänge für Audiosignale.
2. Komponentenausgänge und -eingänge
Empfehlen sich für den Anschluss älterer Konsolen wie der ursprünglichen Xbox 360.
3. Composite-Eingänge
Aufgrund der niedrigen Übertragungsqualität höchstens für Uralt-Konsolen geeignet.
4. Stereo-Cinch-Eingänge
Stereo-Cinch-Eingänge und -ausgänge sind bei sehr vielen Audiogeräten zu finden.
5. Subwoofer-Ausgänge
Für den Betrieb aktiver Subwoofer gedacht.
6. HDMI-Eingänge
Hier finden Konsolen und andere Zuspieler wie Satellitenempfänger oder CD-Player Platz.
7. HDMI-Ausgänge
Am Hauptausgang wird der Fernseher oder Beamer angeschlossen. Hochwertige Modelle besitzen einen zweiten oder dritten Ausgang für zusätzliche Displays.
8. Lautsprecher-Schraubklemmen
Hier werden die Kabel für die Boxen angeklemmt. Wer sich die Fummelei sparen will, kauft sich Kabel mit sogenannten Bananensteckern.

Ist alles korrekt konfiguriert, kann mit einer Taste zwischen verschiedenen Bild- und Tonquellen gewechselt werden. Moderne AV-Receiver haben darüber hinaus noch eine Menge mehr auf dem Kasten. Sie empfangen beispielsweise Internetradio, verbessern Optik und Akustik, streamen Musik aus dem heimischen WLAN oder vom Smartphone. Viele lassen sich inzwischen auch vom Handy aus steuern, was aber nicht immer besser funktioniert wie mit der beiliegenden Fernbedienung. Längst nicht alle Funktionen bringen Spielern Mehrwert. Auf Schnickschnack wie UHD-Upscaling oder THX-Zertifizierung können Zocker durchaus verzichten.

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