GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Jederzeit online kündbar

Seite 2: Dead Rising 4 im Test - Stille Nacht, Zombienacht

Zeitlimit? Nein, danke!

Wer den in Deutschland indizierten Vorgänger gespielt hat, weiß schon in etwa, wie Dead Rising 4 funktioniert: Das Levelsystem ermöglicht uns ein stetiges Verbessern unserer Angriffs- und Überlebensfähigkeiten, und der Hauptanreiz zum Weiterspielen ist nicht die etwas dünne Story, sondern die Aussicht, neue Kombowaffen aufzustöbern und vor allem auszuprobieren, die alle einen ganz eigenen Charakter haben und am witzigsten sind, wenn sie einen weihnachtlichen Dreh haben.

Dank des weggefallenen Zeitlimits können wir die riesige Spielwelt innerhalb und außerhalb der Mall in Ruhe erkunden. Dank des weggefallenen Zeitlimits können wir die riesige Spielwelt innerhalb und außerhalb der Mall in Ruhe erkunden.

Neu im Programm sind die Exo-Suits, die Frank zusätzliche Kraft bescheren, sodass er etwa Parkuhren aus dem Boden rupfen und als Keule schwingen oder Kranhaken zu Schlaginstrumenten umfunktionieren kann. Die Exo-Suits sind verhältnismäßig spärlich in der Stadt verteilt und können immer nur eine begrenzte Zeit lang getragen werden.

Multiplayer
Dead Rising 4 verfügt über einen Koop-Multiplayermodus für bis zu vier Spieler, in dem ihr Missionen erfüllt und Erfahrungspunkte sammelt. Das Aufleveln der Spielfigur funktioniert dabei ähnlich wie in der Solokampagne. Während unseres Tests kam es zwar immer wieder mal zu erfolglosen Versuchen, Mitspieler zu finden, doch erstens spielten wir bereits vor Verkaufsstart und zweitens solltet ihr euch bei einem Spiel wie Dead Rising 4 ohnehin besser mit Freunden zu Onlinepartien verabreden, statt euch mit Fremden zusammenwerfen zu lassen.

Ebenfalls eine nette Zusatzidee: Frank muss immer wieder Tatorte untersuchen und mit seiner Kamera Fotos von wichtigen Beweise aufnehmen. Die Kamera hat drei Sichtmodi, die dabei helfen, bestimmte Hinweise zu entdecken. Außerdem können wir natürlich auch Fotos von Zombiemassen oder interessanten Orten machen, für die wir je nach Inhalt Erfahrungspunkte erhalten.

Im vierten Teil der Reihe entfällt erstmals das Zeitlimit, das in den Vorgängern durchaus für Hektik sorgen konnte: Wir dürfen uns in unserem ganz eigenen Tempo durch die von modrigen Zombies überrannte Stadt splattern und ohne Zeitdruck auch den letzten Winkel erforschen. Das nimmt nicht nur Anspannung aus dem Spielsystem, sondern macht Dead Rising 4 in Kombi mit der freien Speicherfunktion zum wohl einfachsten Teil der Serie.

Der Exo-Suit verleiht Frank zusätzliche Kraft und lässt ihn Verkehrsschilder als Knüppel benutzen. Der Exo-Suit verleiht Frank zusätzliche Kraft und lässt ihn Verkehrsschilder als Knüppel benutzen.

Das mag nicht allen Fans von Dead Rising schmecken, doch auf diese Weise kommt der verspielte Charakter der absurden Zombieschnetzelei viel besser zum Ausdruck. Dead Rising 4 ermöglicht es uns, den roten Storyfaden bei Bedarf einfach mal auszublenden und das Spiel nach unseren Regeln zu genießen. Es ist wie ein Spielzeug, das wir zum sinnlosen und stressfreien Zeitvertreib nutzen können - wenn auch einem extra blutigen.

Von Zombies vertont?

Technisch ist Dead Rising 4 etwa auf dem Stand des Vorgängers, bietet also eine durchaus detailreiche Grafik und riesige Zombiemassen auf den Straßen. Das Spielgeschehen läuft mit recht konstanten 30 Frames, besonders auffällige Ruckler sind uns keine untergekommen. Dafür gibt es immer wieder mal deutlich sichtbares Screen-Tearing.

Und wenn euch das Splatterspektakel doch mal anöden sollte, könnt ihr das Spiel alternativ auch als weihnachtliche Hintergrundberieselung nutzen - im Pausemenü erklingen nämlich schön eingespielte Versionen bekannter Weihnachtslieder.

Mit Gesundheits-Items und Waffen werden wir reichlich bedacht - der Trick ist die richtige Nutzung. Mit Gesundheits-Items und Waffen werden wir reichlich bedacht - der Trick ist die richtige Nutzung.

Kein Ohrenschmaus ist hingegen die deutsche Synchronisation des Spiels: Miese Betonungen und fragwürdige Übersetzungen machen die deutschen Dialoge zu einem Trash-Happening sondergleichen. Und obwohl sich das Spiel selbst zu keiner Zeit ernst nimmt, ist die miserable Vertonung kontraproduktiv. Wir raten zur über das Optionsmenü wählbaren englischen Tonspur mit deutschen Untertiteln, wenn ihr auf blutende Gehörgänge verzichten könnt.

2 von 4

nächste Seite


zu den Kommentaren (36)

Kommentare(36)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.