Death Stranding - Wirklich alles, was ihr über den Multiplayer wissen müsst

Ihr wollt wissen, was Brücken-Links sind, wie man Straßen baut und warum wir mit Sam nach anderen Spielern rufen können? Dann seid ihr hier genau richtig.

von Hannes Rossow,
07.11.2019 12:01 Uhr

In Death Stranding sind wir ständig allein, aber trotzdem helfen wir uns gegenseitig. Aber wie funktioniert das eigentlich? In Death Stranding sind wir ständig allein, aber trotzdem helfen wir uns gegenseitig. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Auf dem ersten Blick wirkt Death Stranding wie ein klassischer PS4-Exklusivtitel, der die Singleplayer-Erfahrung in den Mittelpunkt rückt. Aber das stimmt nur bedingt, denn Death Stranding hat einen ziemlich umfangreichen Multiplayer-Part, der sich stark auf das Gameplay auswirken kann - je nachdem, wie ihr spielen wollt.

Was sich hinter dem mysteriösen Feature und seinen vielen Mechaniken verbirgt und wie das Ganze überhaupt funktioniert, erkläre ich euch in diesem Artikel!

Alle Fragen & Antworten zum Multiplayer von Death Stranding

Kann ich Death Stranding auch offline spielen?

Ja, das ist kein Problem. Der Multiplayer-Part von Death Stranding ist rein optional. Ihr könnt Death Stranding komplett offline spielen und auf alle Multiplayer-Features verzichten, ohne dass euch daraus Nachteile entstehen. Allerdings könnte das Spiel dadurch etwas schwerer werden. Drückt dazu die Options-Taste und wählt unter System die Option Abmelden.

Gibt es einen Koop-Modus?

Nein, es gibt keinen Koop-Modus. Zwar ist der Multiplayer auf einem kooperativen Gedanken aufgebaut, aber wir können nicht vorher beeinflussen, mit welchen Spielern wir interagieren können - weder online noch lokal.

Kann ich andere Spieler in der Welt sehen?

Nein, das geht nicht. Ihr werdet immer nur euch selbst sehen und die Hinterlassenschaften der Mitspieler, niemals aber ihre Avatare. Der Multiplayer in Death Stranding läuft komplett indirekt ab.

Brauche ich für Death Stranding PS Plus?

Nein, braucht ihr nicht. Macht euch darum keine Sorgen. Ihr könnt einerseits sowohl komplett offline spielen (siehe oben) als auch komplett den Multiplayer nutzen, ohne ein kostenpflichtiges PS Plus-Abo abzuschließen.

Brücken gehören zu den wichtigsten Dingen, die die Community hervorbringt. Brücken gehören zu den wichtigsten Dingen, die die Community hervorbringt.

Wie funktioniert das Gameplay im Multiplayer?

Ok, das ist jetzt der wichtigste Punkt: Der Multiplayer-Aspekt von Death Stranding besteht darin, dass ihr alles mitbenutzen dürft, was andere Spieler im Spiel erstellen. Und das sind in erster Linie die sogenannten Konstruktionen.

Im Spielverlauf von Death Stranding bekommt ihr die Möglichkeit, Leitern, Seile, Brücken, bestimmte Gerätschaften und sogar ganze Straßen in der Welt zu platzieren. Damit könnt ihr dann Flüsse überqueren, Vorsprünge erreichen oder unterwegs eure Fahrzeuge aufladen. Das zur Verfügung stehende Angebot an Konstruktionen nimmt mit der Zeit zu und erleichtert den Fortschritt in Death Stranding enorm.

Ihr könnt aber nicht nur eure eigenen Bauten nutzen, sondern auch die der Community. Manchmal ist also schon eine Brücke vorhanden, die ihr überqueren könnt, manchmal entdeckt ihr einen Briefkasten, wo ihr überschüssige Fracht abliefern könnt und manchmal steht auch ein vergessenes Threewheeler-Bike herum, auf das ihr euch schwingen könnt. Es gibt aber auch Schilder, die aufgestellt werden können, um explizit andere Spieler zu warnen oder die richtige Richtung aufzuzeigen.

Immer wenn ihr eine Konstruktion eines Mitspielers nutzt, gebt ihr automatisch einen Like an den Spieler. Wer sich noch dankbarer für die unverhoffte Erleichterung zeigen möchte, darf dann noch manuell viele weitere Likes vergeben, um den Spieler zu belohnen.

Mit einfachen Schildern können sich Spieler Hinweise geben oder Warnungen aussprechen. Mit einfachen Schildern können sich Spieler Hinweise geben oder Warnungen aussprechen.

Ist dann irgendwann alles zugebaut?

Nein, denn hier schränkt Death Stranding den Zugriff auf die Community-Konstruktionen etwas ein. So könnt ihr nur dann auf die Werke anderer Spieler zurückgreifen, wenn ihr einen Kartenabschnitt in das chirale Netzwerk integriert habt. Wenn ihr das erste Mal eine Stadt oder einen Prepper-Bunker aufsucht, müsst ihr mit eigener Kraft ans Ziel gelangen.

Außerdem gibt es im chiralen Netzwerk eine begrenzte Bandbreite. Jede Konstruktion braucht einen Teil dieser Bandbreite auf und wenn das Limit erreicht ist, können keine weiteren Konstruktionen hinzugefügt werden. Das Erweitern der Netzwerkes, also das Hinzufügen neuer Orte in die UCA, schafft auch immer wieder neue Bandbreite.

Wie funktionieren Straßen?

Es gibt große und kleine Konstruktionen. Die kleinen Konstruktionen kann ein Spieler im Alleingang erstellen, zum Beispiel einen Briefkasten. Bei großen Konstruktionen wie einer Brücke, müssen zusätzlich Baumaterialien hinzugefügt werden. Diese können in Städten besorgt und händisch zur Baustelle getragen werden.

Die Straßen haben hier aber einen Sonderstatus, da sie auch miteinander verknüpft werden können. Einer der Hauptaufgaben der Community ist es, das zerstörte Straßennetz der USA wiederherzustellen. Automatische Straßenbaugeräte kann zwar jeder Spieler hinstellen, doch die erforderlichen Baumaterialien sind allein kaum zu stemmen.

Nach und nach können die Orte in Death Stranding durch Straßen miteinander verbunden werden. Nach und nach können die Orte in Death Stranding durch Straßen miteinander verbunden werden.

Helfen aber alle Spieler mit, entsteht ein Straßenzug, der sich etwas über dem Boden schwebend durch die Landschaft zieht. Auf der Straße selbst begegnen euch keine MULEs und keine GDs, auch wenn die Straße direkt durch ihr jeweiliges Gebiet führt. Außerdem wird bei Fahrzeugen oder Exo-Skeletten keine Akkuleistung verbraucht, wenn ihr sie auf den Highways einsetzt.

Eine Region mit ausgebauten Straßennetzt lässt sich innerhalb von Minuten durchqueren und erleichtert Lieferungen enorm.

Was bringt es, die Konstruktionen aufzuwerten?

Alle bereits existierenden Konstruktionen können auch aufgestuft werden. Insgesamt gibt es drei unterschiedliche Stufen, die jeweils unterschiedliche Mengen an Metallen, chiralen Kristallen, besonderen Legierungen und so weiter benötigen. Auf dem ersten Blick scheint es aber nicht viel Sinn zu ergeben, eine beispielsweise perfekt funktionstüchtige Brücke zu erweitern.

Und ja, im Grunde wird der grundsätzlichen Funktion nichts hinzugefügt. Aber Konstruktionen höherer Stufen haben dennoch Vorteile. So sind sie zum Beispiel resistenter gegen Zeitregen und verfallen nicht so schnell. Außerdem gibt es dann auch die Möglichkeit, sie individueller zu gestalten. So könnt ihr auf besonders beliebten Brücken zum Beispiel automatisch abgespielte Musik einstellen oder auch Emoji-Hologramme auswählen, die neben der Konstruktion erscheinen.

Mit Holgrammen könnt ihr eure Konstruktionen (oder die von anderen Spielern) personalisieren. Mit Holgrammen könnt ihr eure Konstruktionen (oder die von anderen Spielern) personalisieren.

Bleiben Konstruktionen ewig da?

Wie bereits erwähnt, nehmen Konstruktionen auch Schaden durch immerwährenden Zeitregen. Jedes Mal, wenn es regnet, altert die Konstruktion und ist irgendwann defekt. Dies kann durch das Aufwerten der Konstruktion verzögert werden, nicht aber komplett verhindert. Durch das Bereitstellen von Materialien können Konstruktionen aber auch repariert werden.

Ihr könnt im Spiel aber auch die Konstruktionen anderer Spieler einfach abbauen und aus der Spielwelt entfernen, wenn sie euch stören oder in die Irre führen. Allerdings werden sie dann nur aus eurem Spiel entfernt. Alle anderen Spieler können weiterhin darauf zugreifen.

Wie bekomme ich viele Likes für meine Konstruktionen?

Ganz einfach: Versetzt euch in die Rolle eurer Mitspieler. Konstruktionen sind immer dann beliebt und werden viel genutzt, wenn sie eine Lücke in der Infrastruktur schließen. Das kann ein Seil sein, dass einen besonders schnellen Abstieg an einer wichtigen Klippe ermöglicht oder eben ein Generator in den Bergen, der die beanspruchten Akku des Exo-Skeletts auffrischt.

In aller Regel gilt, dass ihr immer das bauen solltet, was ihr selber gerade gern vorgefunden hättet. Wer Glück hat und an der richtigen Stelle einen Briefkasten hinstellt, kann dann schnell auf mehrere tausend Likes anderer Spieler hoffen.

Über Gemeinschaftskästen könnt ihr euch öfter mit nützlichen Items anderer Spieler versorgen. Über Gemeinschaftskästen könnt ihr euch öfter mit nützlichen Items anderer Spieler versorgen.

Wie funktionieren Gemeinschaftskästen?

Neben den Konstruktionen äußert sich der Multiplayer-Gedanke von Death Stranding aber auch in anderen Teilen des Spiels. So könnt ihr an allen Städten auch auf den sogenannten Gemeinschaftskasten zugreifen, in dem jeder seine Ausrüstung oder seine Fracht hinterlegen, die er selbst nicht mehr braucht.

Ein regelmäßiger Blick hinein kann sich also lohnen, bevor ihr neue Waffen craftet, Blutbeutel herstellt oder ein paar frische Schuhe anfordert. Aber auch die hinterlegte Fracht kann von Vorteil sein, wenn ihr ohnehin gerade auf dem Weg zum jeweiligen Zielort seid und noch Platz habt. Likes sind Likes.

Ihr selbst könnt natürlich auch Ausrüstung spenden. Aber Vorsicht: Anders als beim privaten Spind, habt ihr im Anschluss keinen Zugriff mehr darauf.

Was sind Versorgungsanfragen?

Außerhalb von Städten taucht der Punkt Versorgungsanfragen im Hauptmenü auf. Hier könnt ihr eben dies tun: Anfragen stellen, dass bestimmte Ausrüstungsgegenstände für euch zu bestimmten Orten gebracht werden. Auch Briefkästen sind hier als Zielort möglich.

Seid ihr also in einem Gebiet unterwegs, wo ihr ziemlich sicher eine zeitlang nicht craften könnt, kann es helfen, nützliche Gegenstände zu einem nahen Briefkasten liefern zu lassen. Außerdem erspart dies auch das Herumschleppen von Ausrüstung.

Ihr selbst könnt natürlich auch Versorgungsanfragen erfüllen und erhaltet dafür im Gegenzug Likes für euren Brücken-Links-Wert.

Der Charakterfortschritt in Death Stranding funktioniert über ein Stern-System und ein Zacken des Sterns gehört den Brücken-Links. Der Charakterfortschritt in Death Stranding funktioniert über ein Stern-System und ein Zacken des Sterns gehört den Brücken-Links.

Immer wenn ihr eine Lieferung abrechnet, wird euer Lieferstern erweitert. Und einer dieser Zacken des Liefersterns steht für die sogenannten Brücken-Links. Damit sind einfach eure Interaktionen mit anderen Spielern gemeint. Je mehr Leute eure Konstruktionen nutzen oder eure Inhalte liken, desto mehr Likes könnt ihr selbst vergeben oder aber erhalten.

Wie funktionieren Strang-Verträge?

Falls ihr merkt, dass ihr ganz oft auf besonders hilfreiche Konstruktionen eines Spielers trefft, der augenscheinlich ähnlich denkt wie ihr und immer an den richtigen Stellen Hilfestellung leistet, könnt ihr einen Strang-Vertrag mit dem jeweiligen Spieler eingehen.

Das führt dazu, dass euch die Konstruktionen des Spielers bevorzugt angezeigt werden und über den weniger hilfreichen Bauten anderer Spieler priorisiert werden. Anfangs könnt ihr nur eine handvoll solcher Strang-Verträge abschließen, je höher euer Brücken-Link, desto mehr Spieler könnt ihr ins Boot holen.

Zu guter Letzt: Was bringt das Rufen?

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, könnt ihr mit dem Druck auf das Touchpad in die Spielwelt hinausrufen. Meistens fragt Sam, ob jemand da ist, oder ob ihn jemand hören kann. Und tatsächlich kann es sein, dass ihr manchmal eine Antwort erhaltet. Wenn andere Spieler im nahen Umkreis ebenfalls gerufen haben, hört ihr eine Stimme aus dem Off, die auf die Fragen von Sam antwortet.

Total verrückt übrigens, dass diese Spieler natürlich selbst auch alle Sam heißen.

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