Wie es auch gehen kann, zeigt das kleine Studio hinter der Life-Sim Paralives. Die Alternative zu Die Sims ist seit einigen Wochen im Early Access spielbar und ein gigantischer, überraschender Erfolg. Was aber nicht heißt, dass jetzt richtig viele Leute eingestellt werden oder irgendetwas anders laufen soll als geplant.
Ein Erfolg wie aus dem Bilderbuch – und so soll es bei Paralives auch bleiben
In einem ausführlichen GameSpot-Interview berichtet das gleichnamige Studio hinter Paralives, sie hätten niemals damit gerechnet, dass ihr Spiel so dermaßen durch die Decke geht. Sie hatten auf 100.000 oder vielleicht sogar 200.000 verkaufte Exemplare gehofft. Mittlerweile sind es über eine Million.
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Aber die Prioritäten des Studios bleiben dieselben: Die 15 Personen des Studios wollen einfach weiter an Paralives arbeiten, es fertigstellen und im Anschluss sämtliche DLCs und Zusatzinhalte kostenlos anbieten. Daran ändert auch der Mega-Erfolg des Early Access-Starts nichts. Im Gegenteil: Er macht es nur ein bisschen einfacher.
"Dieser Plan ist etwas, das wir schon angekündigt hatten, bevor das Spiel veröffentlicht worden war, und unsere Verkäufe in der ersten Woche – am ersten Tag – haben bestätigt, dass das auch realisierbar sein wird.
Wir sind ein kleines Team aus 15 Personen. Wir planen nicht, viel größer zu werden, nur ein paar Senior-Positionen, und wir haben keine Investoren."
Besonders praktisch ist da natürlich auch, dass es keinen großen Publisher im Hintergrund gibt und keine Geldgeber, keine Investoren oder Shareholder. Paralives wurde komplett über Crowdfunding finanziert. Jetzt gibt es offenbar so ein großes Finanzpolster durch die Million verkaufter Exemplare, dass die Macher entspannt in die Zukunft blicken können:
"Wir müssen niemandem etwas zurückzahlen. Die Entwicklung bisher wurde voll und ganz von unseren Patreons bezahlt. Und uns geht's gut. Wir können so jahrelang weitermachen und sicherstellen, dass wir den Spieler*innen kostenlose Updates und kostenlose DLCs liefern und weiter am Spiel arbeiten."
Auch an der Zeitplanung ändert sich nicht groß etwas. Es sei sowieso oft ein Trugschluss, schneller entwickeln zu können, wenn einfach mehr Leute eingestellt werden. Mit dem Hochskalieren kämen auch neue Herausforderungen und "Management-Kram" dazu.
Aber es wird jetzt einfacher, gute Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise habe man eine externe Firma für Playtests im November angeheuert. Sich auch Hilfe holen zu können, wenn es nötig ist, sei einfach entspannt:
"Es ist nicht so, dass Geld uns Features kaufen kann, und wir müssen immer noch am Spiel arbeiten, aber es garantiert uns einfach eine Zukunft als Unternehmen und das ist wirklich gut."
Falls ihr euch übrigens gefragt habt, ob die 15 Menschen des Paralives-Studios generative KI einsetzen, geben sie ebenfalls eine sehr klare, eindeutige Antwort: Nein, generative KI werde nicht genutzt und es gebe auch keinerlei Pläne, etwas daran zu ändern.
Einen genauen Release-Termin für Version 1.0 hat Paralives übrigens noch nicht. Aber bis zum Ende dieses Jahres ist auf jeden Fall geplant, noch ein größeres Update mit mehr frischen Inhalten und Erweiterungen des Spiels zu veröffentlichen. Aktuell gibt es Paralives ausschließlich für den PC.
Was haltet ihr von den Aussagen? Wer könnte sich da eurer Meinung nach mal eine Scheibe von abschneiden?
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