Devil May Cry für Switch im Technik-Check - So schlägt sich der PS2-Port

Wir haben Devil May Cry für die Switch angespielt und verraten, ob der Port des Klassikers sein Geld wert ist.

Dante schnetzelt jetzt auch auf der Switch. Dante schnetzelt jetzt auch auf der Switch.

Den PS2-Klassiker Devil May Cry, der mittlerweile stolze 18 Jahre auf dem Buckel hat, könnt ihr jetzt auch unterwegs auf der Nintendo Switch spielen. Um ein Missverständnis gleich von Beginn an aus der Welt zu schaffen. Hierbei handelt es sich lediglich um den ersten Teil und nicht etwa um die komplette HD-Collection.

Wir haben uns die Version für die Hybridkonsole vorgeknöpft und wollen euch in aller Kürze verraten, ob ihr für stolze 19,99 Euro einen gelungenen Port erhaltet.

Hinweis: Das Spiel selbst wird in diesem Artikel nicht bewertet, hier geht es lediglich um die technische Umsetzung der Switch-Version.

Das ist positiv

Fangen wir zunächst mit den Pros der Switch Version an:

  • Gleich den Versionen für PS4, Xbox One und PC erscheint der Port in HD.
  • Die Ingame-Auflösung wurde von 4:3 auf 16:19 angepasst.
  • Deutsche Untertitel
  • Flüssige Framerate

Das ist Geschmackssache

Beim Port handelt es sich grob ausgedrückt lediglich um ein HD-Remaster und kein vollwertiges Remake. Zwar macht der HD-Look den PS2-Klassiker ansehnlicher, eine wirkliche Schönheit ist Devil May Cry im Jahre 2019 allerdings nicht mehr.

Das sollte allerdings Liebhaber und alle jene, die eines der besten Action-Adventures der zweiten PlayStation-Generation nachholen möchten, aber nicht abschrecken.

Das ist negativ

An dieser Stelle kommen wir leider zum mit Abstand größten Punkt des Ports, den Contras. Diese beziehen sich sowohl auf den Handheld- als auch auf den Docked-Modus.

  • Das Spiel verbraucht stolze 9,2 GB Speicherplatz auf der Switch. Zum Vergleich: Zelda: BOTW benötigt 13,4 GB und das Remaster von Assassin's Creed 3 13,6 GB eures Speichers. Eine physische Version des Spiels wird es nicht geben.
  • Das Menü wird lediglich in 4:3 dargestellt und wirkt stark verwaschen. Einige Anzeigen wirken zudem deplatziert.

Das Menü des Ports ist wirklich kein schöner Anblick. Das Menü des Ports ist wirklich kein schöner Anblick.

  • Die Steuerung mittels Joy-Cons wirkt hakelig und ist gewöhnungsbedürftig. Hier würden wir euch den Griff zum Pro Controller empfehlen.
  • Die Cutscenes sehen im Vergleich zum Gameplay optisch deutlich schlechter aus und wurden wohl ohne Überarbeitung direkt von der PS2-Version übernommen.

Dennis Michel
@RecaBlog

Um die Frage vom Anfang zu beantworten: 20 Euro für einen eher lieblos wirkenden Port sind wahrlich happig, bedenkt man, dass die komplette HD-Collection auf den anderen Plattformen bereits für zehn Euro mehr zu haben ist.

Eine Empfehlung würde ich lediglich für all jene unter euch aussprechen, die ausschließlich eine Switch zur Hand haben oder das Spiel gemütlich im Handheld-Modus nachholen oder neu erleben möchten.

Holt ihr euch Devil May Cry für die Switch?

Der Start der Reihe ähnelte mit seinen Rätseln Resident Evil und bot zur PS2-Ära packende Action und coole Momente. Der Start der Reihe ähnelte mit seinen Rätseln Resident Evil und bot zur PS2-Ära packende Action und coole Momente.

zu den Kommentaren (6)

Kommentare(5)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.