EA - Trotz Lootbox-Kritik, Publisher will Ultimate Team-Modi "weiter vorantreiben"

Sowohl Fans auch Behörden stören sich an den Lootbox-Mechaniken der Ultimate Team-Modi. EA will aber weiterhin auf die lukrative Einnahmequelle setzen.

von Hannes Rossow,
09.05.2018 16:45 Uhr

Der Ultimate Team-Modus in FIFA 18 wird in manchen Ländern stark kritisiert.Der Ultimate Team-Modus in FIFA 18 wird in manchen Ländern stark kritisiert.

Im Rahmen einer Investorenkonferenz hat Publisher Electronic Arts die Finanzen für das zurückliegende Fiskaljahr bekannt gegeben.

Mit einem Umsatz von über 5 Milliarden US-Dollar kann sich EA nicht gerade über schwächelnde Geschäfte beschweren. Einen großen Anteil an diesen Erfolgen haben dabei die verschiedenen Ultimate Team-Modi in FIFA, Madden NFL, NHL und NBA Live.

Lootbox-Debatte
Deutsche Behörden schlagen Lösungsstrategien zur Regulierung vor

Wie CEO Andrew Wilson verraten hat, spülen diese Live Service-Modi mehr Geld in die Kassen als das Die Sims-Franchise oder die Battlefield-Reihe.

Da Ultimate Team aber auf den Verkäufen von Karten-Packs setzt, bei denen die tatsächlichen Inhalte nicht vorher bekannt sind, sieht sich EA auch hier stark der öffentlichen Kritik an Lootbox-Mechaniken ausgesetzt. (via VentureBeat)

FIFA 18 - FUT ist für EA kein Glücksspiel

In manchen Länder wie Belgien oder den Niederlanden haben Glücksspielkommisionen gefordert, dass Entwickler von Spielen wie Overwatch und FIFA 18 Anpassungen an die entsprechenden Lootbox-Mechaniken vornehmen müssen.

Doch von diesen Regularien scheint sich EA nicht einschüchtern zu lassen. Viel mehr gab Wilson zu Protokoll, dass man in Zukunft noch stärker auf Ultimate Team setzen werde.

"Wir werden [FIFA Ultimate Team] weiterhin vorantreiben. Wir denken stets an unsere Spieler. Wir denken immer daran, diese bestimmten Erfahrungen unseren Spielern auf eine transparente, spaßige, faire sowie ausbalancierte Art und Weise zu liefern - und wir werden weiterhin mit Regulierungsbehörden daran arbeiten."

Laut Wilson arbeite EA weltweit mit unterschiedlichen Regulatoren zusammen und sie seien gemeinsam zum Schluss gekommen, dass Ultimate Team nicht als Glücksspiel anzusehen ist.

So sei immer garantiert, dass der Spieler eine bestimmte Anzahl an Karten erhalte und da sie keinen echten Wert besitzen, sei die Mechanik unproblematisch. Allerdings sei Wilson auch bewusst, dass es illegale Plattformen gebe, auf denen echtes Geld für FUT-Karten bezahlt wird.

Wie steht ihr zum Thema? Nutzt ihr die Ultimate Team-Modi regelmäßig?


Kommentare(2)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen