Sword Art Online müsste nahezu jedem Anime-Fan bekannt sein. Immerhin handelt es sich um DIE Anime-Serie, die den berüchtigten Isekai-Trend – beziehungsweise die “In einer Welt feststecken oder wiedergeboren werden”-Thematik – erst so richtig losgetreten hat.
Da ist es nicht überraschend, dass der neue Spiele-Ableger Echoes of Aincrad sofort für großes Interesse sorgt – besonders, wenn die vorherigen Ableger nicht gerade gut abgeschnitten haben und auf Metacritic meist in 60er-Wertungsgefilden herumdümpeln.
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In Echoes of Aincrad schnetzelt ihr euch durch eine fliegende Festung, um zu überleben
Und tatsächlich! Im ersten Trailer machte Echoes of Aincrad einen überaus vielversprechenden Eindruck auf mich. Die Kämpfe sahen solide aus und auch die Grafik lässt sich sehen. Als die Demo angekündigt wurde, war daher sofort klar, dass ich reinspiele.
Umso größer war allerdings dann mein Schock und meine Verwirrung nach gut drei Stunden Spielzeit, dass ausgerechnet das eine Detail, das Sword Art Onlines Welt so ausmacht, in der Demo nahezu komplett gefehlt hat: andere Spieler.
Echoes of Aincrad ist schön, aber ziemlich leer und einsam
Einige Sachen vorweg: Echoes of Aincrad ist im Vergleich zu seinen Vorgängern grafisch auf einem ganz anderen Niveau. Die Welt ist detailreich gestaltet und die Charakter-Modelle sind in einem coolen 3D-Anime-Look gehalten. Ich persönlich würde es sogar als das schönste Sword Art Online-Spiel bezeichnen. Schön ist das Spiel also alle Mal.
Jetzt zu dem eigentlichen Knackpunkt: Dass Echoes of Aincrad ein komplettes Singleplayer-Spiel ist, ist bereits seit der Ankündigung. Es ist auch nicht der fehlende Multiplayer-Aspekt, der mich so an der Demo gestört hat, sondern generell das fehlende Lebenszeichen anderer “Spielercharaktere” in der Welt.
Befinde ich mich in einer Stadt, so strotzt die Umgebung nur so von NPCs, die ihrem Alltag nachgehen oder einfach umherlaufen. Das gab mir direkt das Gefühl, dass es sich wirklich um einen bevölkerten Ort handelt – auch wenn viele der Charakter-Modelle identisch aussehen. Das kann ich noch verkraften.
Und genau da liegt der Punkt: Während in der Stadt viele NPCs herumlaufen, sieht es draußen in der Welt außerhalb der sicheren vier Wände düster aus. Während der kompletten Demo war keine andere Menschenseele zu sehen – wirklich niemand.
Ich war alleine mit meinen zwei Partymitgliedern unterwegs und abseits von mir gab es sonst keinen einzigen anderen “Spieler”.
Warum der Mangel an anderen Spieler*innen in Echoes of Aincrad so unglaublich stört
Sword Art Onlines Welt stützt sich in der Geschichte des Romans und des Animes auf der Idee des beliebten namensgebenden MMORPGs “Sword Art Online”, in der es nur so von Spieler*innen wimmelt – ob nun in den Städten oder draußen auf den Feldern und auch in Dungeons.
Demnach sollte ich in einem Sword Art Online-Spiel eigentlich auch außerhalb der Stadt auf andere NPC-Spieler*innen stoßen und ihnen sogar im Kampf gegen gegnerische Monster helfen können.
Das war bereits in “Sword Art Online Alicization Lycoris” ein beliebtes Feature unter Fans. das dem Videospiel auch das Sword Art Online-Gefühl eines MMORPGs gab.
Dass Publisher Bandai Namco, beziehungsweise Entwicklerstudio Game Studio Inc, in Echoes of Aincrad keine solchen NPC-Spieler in der Welt eingebaut hat und ich als einziger Spieler-Avatar durch die Gegend laufe, passt meiner Meinung nach nicht gerade in das Worldbuilding von Sword Art Online und hat mich am Ende doch sehr gestört.
Wie gefällt euch bisher die Demo zu Echoes of Aincrad und welche Erwartungen habt ihr an das neue Sword Art Online-Spiel?
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