Sword Art Online: Ich habe die Demo von Echoes of Aincrad gespielt und es könnte das beste Spiel der Reihe sein – wenn nicht das wichtigste Element aus der Serie fehlen würde

Myki ist beim Spielen der Echoes of Aincrad-Demo etwas Bedeutendes für die Sword Art Online-Reihe aufgefallen und das hat sie deutlich gestört.

Na, da fehlt doch etwas am neuen Sword Art Online-Spiel und das sollte nicht so sein. (© Reki Kawahara Bandai Namco) Na, da fehlt doch etwas am neuen Sword Art Online-Spiel und das sollte nicht so sein. (© Reki Kawahara / Bandai Namco)

Sword Art Online müsste nahezu jedem Anime-Fan bekannt sein. Immerhin handelt es sich um DIE Anime-Serie, die den berüchtigten Isekai-Trend – beziehungsweise die “In einer Welt feststecken oder wiedergeboren werden”-Thematik – erst so richtig losgetreten hat.

Da ist es nicht überraschend, dass der neue Spiele-Ableger Echoes of Aincrad sofort für großes Interesse sorgt – besonders, wenn die vorherigen Ableger nicht gerade gut abgeschnitten haben und auf Metacritic meist in 60er-Wertungsgefilden herumdümpeln.

Video starten 1:33 In Echoes of Aincrad schnetzelt ihr euch durch eine fliegende Festung, um zu überleben

Und tatsächlich! Im ersten Trailer machte Echoes of Aincrad einen überaus vielversprechenden Eindruck auf mich. Die Kämpfe sahen solide aus und auch die Grafik lässt sich sehen. Als die Demo angekündigt wurde, war daher sofort klar, dass ich reinspiele.

Umso größer war allerdings dann mein Schock und meine Verwirrung nach gut drei Stunden Spielzeit, dass ausgerechnet das eine Detail, das Sword Art Onlines Welt so ausmacht, in der Demo nahezu komplett gefehlt hat: andere Spieler.

Myki Trieu
Myki Trieu

Sobald es ein neues Spiel im Anime-Stil oder zu einem bestehenden Anime gibt, sperrt Myki meistens sofort die Lauscher auf und schaut es sich an. Schließlich gibt es im Anime-Bereich zwar viele Spiele, aber nur wenige können sich so wirklich behaupten – das gilt auch für die Sword Art Online-Reihe.

Als Echoes of Aincrad angekündigt wurde, war Myki dadurch bereits etwas skeptisch gegenüber dem neuen Ableger eingestellt. Dem Action-RPG eine Chance zu geben und direkt in die Demo reinzuschnuppern stand für sie aber ganz außer Frage. Zu groß war die Neugierde.

Echoes of Aincrad ist schön, aber ziemlich leer und einsam

Einige Sachen vorweg: Echoes of Aincrad ist im Vergleich zu seinen Vorgängern grafisch auf einem ganz anderen Niveau. Die Welt ist detailreich gestaltet und die Charakter-Modelle sind in einem coolen 3D-Anime-Look gehalten. Ich persönlich würde es sogar als das schönste Sword Art Online-Spiel bezeichnen. Schön ist das Spiel also alle Mal.

Jetzt zu dem eigentlichen Knackpunkt: Dass Echoes of Aincrad ein komplettes Singleplayer-Spiel ist, ist bereits seit der Ankündigung. Es ist auch nicht der fehlende Multiplayer-Aspekt, der mich so an der Demo gestört hat, sondern generell das fehlende Lebenszeichen anderer “Spielercharaktere” in der Welt.

Befinde ich mich in einer Stadt, so strotzt die Umgebung nur so von NPCs, die ihrem Alltag nachgehen oder einfach umherlaufen. Das gab mir direkt das Gefühl, dass es sich wirklich um einen bevölkerten Ort handelt – auch wenn viele der Charakter-Modelle identisch aussehen. Das kann ich noch verkraften.

In der Stadt laufen NPCs rum. (© Reki Kawahara Bandai Namco) In der Stadt laufen NPCs rum. (© Reki Kawahara / Bandai Namco)

Und genau da liegt der Punkt: Während in der Stadt viele NPCs herumlaufen, sieht es draußen in der Welt außerhalb der sicheren vier Wände düster aus. Während der kompletten Demo war keine andere Menschenseele zu sehen – wirklich niemand. 

Ich war alleine mit meinen zwei Partymitgliedern unterwegs und abseits von mir gab es sonst keinen einzigen anderen “Spieler”. 

Weit und breit ist niemand anderes auf der Map zu sehen oder anzutreffen. (© Reki Kawahara Bandai Namco) Weit und breit ist niemand anderes auf der Map zu sehen oder anzutreffen. (© Reki Kawahara / Bandai Namco)

Warum der Mangel an anderen Spieler*innen in Echoes of Aincrad so unglaublich stört

Sword Art Onlines Welt stützt sich in der Geschichte des Romans und des Animes auf der Idee des beliebten namensgebenden MMORPGs “Sword Art Online”, in der es nur so von Spieler*innen wimmelt – ob nun in den Städten oder draußen auf den Feldern und auch in Dungeons.

Demnach sollte ich in einem Sword Art Online-Spiel eigentlich auch außerhalb der Stadt auf andere NPC-Spieler*innen stoßen und ihnen sogar im Kampf gegen gegnerische Monster helfen können.

Das war bereits in “Sword Art Online Alicization Lycoris” ein beliebtes Feature unter Fans. das dem Videospiel auch das Sword Art Online-Gefühl eines MMORPGs gab.

Dass Publisher Bandai Namco, beziehungsweise Entwicklerstudio Game Studio Inc, in Echoes of Aincrad keine solchen NPC-Spieler in der Welt eingebaut hat und ich als einziger Spieler-Avatar durch die Gegend laufe, passt meiner Meinung nach nicht gerade in das Worldbuilding von Sword Art Online und hat mich am Ende doch sehr gestört.

Wie gefällt euch bisher die Demo zu Echoes of Aincrad und welche Erwartungen habt ihr an das neue Sword Art Online-Spiel?


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