Elder Scrolls Online: Mit diesen Builds werden auch Anfänger zu ESO-Helden

Wenn euch der Einstieg in das Zenimax-MMO etwas schwer fällt, haben wir vielleicht eine Lösung für euch.

von Stephan Zielke,
04.12.2020 18:30 Uhr

Echten Helden reicht auch nur eine Waffe. Echten Helden reicht auch nur eine Waffe.

Mit dem Erscheinen von Elder Scrolls Online und der Erweiterung Morrowind im Xbox Game Pass, gab es nie einen besseren Zeitpunkt, einen Blick in das MMO zu werfen. Falls euch euer Ausflug in die Online-Welten von Tamriel gefallen haben sollte und ihr beschließt mehr Zeit in euren Charakter zu investieren, müsst ihr euch irgendwann Gedanken um einen Build machen. Diese sind aber häufig sehr kompliziert und fordern von euch, ständig zwischen zwei Waffen hin- und her zu wechseln, was für viele neue Spieler, aber auch Veteranen aus anderen MMOs, sehr frustrierend sein kann.

Aus diesem Grund hat sich die Community um ESO etwas besonderes einfallen lassen: One-Bar-Builds.

Wie funktioniert das Kampfsystem normalerweise?

Der Wechsel zwischen Waffen ist eigentlich elementarer Bestandteil des Kampfsystems. Der Wechsel zwischen Waffen ist eigentlich elementarer Bestandteil des Kampfsystems.

Einer der Grundpfeiler des Kampfsystems ist der Wechsel zwischen Waffen und den zugehörigen Fähigkeiten-Leisten. Ab Stufe 15 könnt ihr auf Knopfdruck auf euer zweites Waffenset samt Fähigkeiten zugreifen. In Guides werden die beiden oft als die Front Bar und die Back Bar bezeichnet.

Front Bar: Hier liegt eure Hauptwaffe. Für Nahkämpfer sind das Zweihandwaffen oder zwei Einhänder, für Magier ein Zerstörungsstab, und Fernkämpfer nutzen auf der Front Bar einen Bogen. Hier befinden sich alle Fähigkeiten auf der Leiste, die ihr häufig benutzt und den Großteil eures Schadens verursachen. Ein Angriff gegen einzelne Gegner, einer gegen mehrere, und ein paar situative Dinge wie eine schnelle Heilung.

Back Bar: Die Waffe auf der Back Bar wird nicht so ausgiebig genutzt. Stattdessen liegen auf dieser Leiste meistens Fähigkeiten, die über einen längeren Zeitpunkt wirken. Darunter fallen entweder Schaden-über-Zeit Fähigkeiten (in MMO-Sprache Dot genannt für damage over time), Stärkungen für euren Charakter (auch als Buffs bekannt) oder Schwächungen, die eine gewisse Zeit auf Gegner wirken (Debuffs).

Ein normaler Kampf in ESO läuft dann folgendermaßen ab:

  • Ihr beginnt auf eurer Back Bar und aktiviert alle Dots, Buffs und Debuffs.
  • Dann wechselt ihr auf die Frontbar und nutzt eure Schadens-Fähigkeiten so lange, bis die Fähigkeiten von der Back Bar auslaufen.
  • Wechselt zurück auf die Back Bar und alles von vorn.

Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis ihr eure Gegner besiegt habt. Stark vereinfacht ausgedrückt funktionieren alle Klassen nach diesem Prinzip. Nur nutzen diese je nach ihren spezifischen Talenten andere Fähigkeiten.

Was ist das Problem?

Im Getümmel ist es manchmal schwer sich zu konzentrieren. Im Getümmel ist es manchmal schwer sich zu konzentrieren.

Für viele Spieler ist das System der zwei Waffenleisten ein Dorn im Auge. Das kann mehrere Gründe haben.

Überwältigend für Anfänger: Gerade neue Spieler haben häufig Probleme mit diesem Konzept. Während man sich noch an das Spiel gewöhnt, ist es in der Hitze des Gefechts leicht die Fähigkeiten auf der Back Bar zu vergessen. Stattdessen liegt die Konzentration eher auf den Gegnern und der Umgebung.

Außerdem versuchen sich sehr viele Spieler an ESO, die zuvor nur die Singleplayer Teile der Elder-Scrolls Serie gespielt haben, in denen die Kampfsysteme auch vollkommen anders sind.

Verwirrend für Wechsler: Auch Leute, die aus anderen MMOs zu ESO wechseln, brauchen oft einige Zeit das neue Konzept anzunehmen. Die anderen Größen des Genres, wie World of Warcraft oder Final Fantasy 14, folgen eher dem klassischen Kampfsystem, bei der man eine Waffe nutzt und alle Fähigkeiten gleichzeitig zur Verfügung hat.

Nervig für Rollenspieler: Einigen Spielern geht es aber auch ums Prinzip. Jemand, der einen Krieger mit Zweihandaxt spielen möchte, hat nicht unbedingt Lust die Hälfte der Zeit mit dem Bogen zu hantieren. Dasselbe gilt auch für Bogenschützen, die nicht unbedingt dauernd auf einen Zweihänder wechseln wollen, nur um einen physischen Schadens-Buff zu aktivieren. Da geht es mehr um Stil, als um Effektivität.

Prinzip der One-Bar-Builds

One-Bar-Builds existieren für alle Klassen. One-Bar-Builds existieren für alle Klassen.

Daher gibt es einen nicht gerade kleinen Teil der Community, die sich auf die sogenannten One-Bar-Builds spezialisiert hat. Dabei wechselt ihr niemals die Leiste, was bedeutet, dass ihr nur fünf Fähigkeiten und einen Ultimate-Skill zur Verfügung habt. Das muss allerdings nicht heißen, dass ihr dadurch viel weniger Schaden verursacht. Mit den richtigen Rüstungs- und Waffensets gibt es fast keinen Unterschied zu den regulären Builds. So könnt ihr selbst als blutiger Anfänger eure ersten Versuche in Verließen oder den normalen Raids des Spiels unternehmen.

Upgrades sind jederzeit möglich:Das Beste an den One-Bar-Builds ist auch, dass viele Verfasser darauf achten, dass ihr sie leicht durch eine zweite Waffe aufstocken könnt, wenn ihr euch sicher genug fühlt. Meistens ändert sich an dem Spielstil dann relativ wenig, ihr fügt jediglich einige zusätzliche Dots und Buffs hinzu.

Ein Beispiel: Der God Mode Templar

Dieser Build ist von Hack the Minotaur, ein beliebter ESO Youtuber. Er ist bekannt für seine einfachen und zugänglichen Builds, darunter viele One-Bar-Builds. Einer davon ist der God Mode Templar, der, nur mit einem Blitzstabstab bewaffnet, jede Solo-Herausforderung im Spiel problemlos bestehen kann.

Link zum YouTube-Inhalt

Auf der Leiste liegen:

  1. Elementare Blockade
  2. Fluch der Vampire
  3. Elementarer Entzug
  4. Durchschlagender Schwung
  5. Konzentrierter Fokus
  6. Elementarer Zorn oder Solare Störung

Alles was ihr nun tun müsst, ist Blockade, Fluch, Entzug auf euren Feinden zu halten, in eurem Fokus zu stehen und die Gegner mit Durchschlagender Schwung zu beharken. Nicht nur regeneriert ihr wahnsinnig viel Mana, sondern heilt euch auch noch durchgehend. In Verbindung mit ein oder zwei magischen Rüstungssets und den passenden passiven Talenten könnt ihr sogar Bosse in der offenen Welt gänzlich ohne Hilfe besiegen.

Solche Builds eignen sich hervorragend dafür, die Mahlstrom Arena oder die neue Arena aus Greymoor zu meistern.

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Habt ihr schon mal einen One-Bar-Build ausprobiert?

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