Große offene Spielwelten können mich entweder völlig in ihren Bann ziehen oder aber komplett abschrecken. Während es mich reizt, einfach drauf loszulaufen und Geheimnisse zu entdecken, schrecken mich Checklisten und zu viele Marker schnell ab. Das sieht dann nämlich nach langweiliger Arbeit für mich aus. Trotzdem will ich natürlich in Spielen, die mir Spaß machen, alles finden.
Ein Spiel, das Anfang des Jahres erschienen ist, hatte die perfekte Lösung für dieses Dilemma. Ich spreche aber nicht von dem Open World-Spiel, über das gerade alle reden, also Crimson Desert – sondern von Nioh 3.
Nioh 3 lässt mich erst mal frei Schnauze erkunden, dann den Rest bequem abarbeiten
Nioh 3, das neueste Soulslike von Team Ninja, ist kein klassisches Open World-Spiel, das mich in eine einzige zusammenhängende Open World schickt, sondern bringt mich nacheinander in mehrere unterschiedliche Geschichtsepochen. Jede dieser Zeiten kommt mit einer großen Map samt mehreren Regionen, durch die ich mich frei bewegen kann.
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Neben den Story-Missionen prügle ich mich dort mit Minibossen, finde Schätze, befreie Basen, jage kleinen, runden Katzen hinterher, um nützliche Boni abzusahnen oder schalte Checkpoint-Schreine frei. Sprich: Ich absolviere typische Open World-Aktivitäten.
Das Besondere dabei sind jedoch die Erkundungsstufen: In jeder Unterregion starte ich erstmal auf Stufe 0, was bedeutet, dass die Map noch unter Nebel verborgen ist und ich gar keine Ahnung habe, was mich wo erwartet.
Während ich mich umschaue und immer mehr entdecke, steigere ich gleichzeitig aber die Erkundungsstufe und bekomme mit jedem Schritt mehr Map-Icons angezeigt. Habe ich Stufe 4 in einer Region erreicht, kann ich dort alle Points of Interests mit den passenden Symbolen sehen.
Das System ist super simpel, aber auch richtig clever: Anfangs werde ich nämlich nicht mit zu vielen Markern überfordert, prügle mich erst mal ganz intuitiv durch die Gebiete, und lasse mich überraschen, was es zu sehen und zu tun gibt. Genau die Art von Erkundung, die ich so liebe.
Am Ende, wenn ich schon vieles ganz automatisch auf dem Weg mitgenommen habe, sehe ich aber, was mir noch fehlt und kann meine Sammlungen komplettieren, ohne ewig rumzusuchen oder einen Guide aufrufen
Das System war derart motivierend, dass ich mir am Ende sogar die Platin erarbeitet habe, für die ich unter anderem alle runden Katzen einsammeln oder Fähigkeitenmeister bezwingen musste. Natürlich hat auch das extrem rasante und runde Kampfsystem eine Rolle gespielt, die Erkundung war aber genauso spaßig.
Die Map mittels Erkundungsstufen aufzudecken, kommt meiner Spielweise viel mehr entgegen, als wenn ich beispielsweise einen bestimmten Turm erklimmen oder eine Karte finden muss, die mir dann gleich alles zeigt – wie das in vielen Open World-Titeln der Fall ist. Ein derartiges System dürfte es gerne öfter geben!
Wie gefällt euch das System? Kennt ihr noch andere Spiele, die es genauso oder ähnlich machen oder die ein anderes cooles System nutzen?
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