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F1 22-Preview: Bitte Codemasters, baut keinen Mist!

Das neue Codemasters-Rennspiel macht auf der Strecke einen tollen Eindruck, wäre da nur nicht ein spezieller Modus, der unsere Vorfreude überschattet.

von Dennis Michel,
09.05.2022 17:00 Uhr

Wir haben allerhand neue Infos zu F1 22 für euch. Wir haben allerhand neue Infos zu F1 22 für euch.

Bevor F1 22 am 01. Juli an den Start geht, hat uns Entwickler Codemasters nicht nur ans virtuelle Lenkrad gelassen, sondern auch mit allerhand neuen Infos zum Lizenzspiel der Königsklasse des Motorsports versorgt. Wie in der realen Formel 1, wird sich auch digital so einiges ändern. Ob aber all die Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger für mehr Spielspaß sorgen, dahinter steht aktuell noch ein derart großes Fragezeichen, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Was konnten wir spielen? Einen Preview-Build auf dem PC, in dem unter anderem Miami als neue Rennstrecke dabei war. Als Modi waren lediglich der klassische Grand Prix und das Zeitfahren freigeschaltet, während einer Präsentation haben uns die Entwickler jedoch allerhand weitere Infos zu F1 22 geliefert.

Die coolste Neuerung: Fahrbare Supercars

Wer die Gerüchte aus den vergangenen Wochen mitverfolgt hat, den wird diese Ankündigung nicht überraschen: Ihr könnt in F1 22 neben den neuen Formel 1-Boliden aus der Saison 2022 auch Supersportwagen wie das Safety Car von Aston Martin fahren. Die vollständige Liste der Autos könnte übrigens ein Leak verraten.

Im Pirelli Hot Lap-Modus könnt ihr an normalen Rennen teilnehmen, Zeitfahren und Verfolgungsrennen sollen ebenfalls möglich sein. Leider konnten wir uns noch nicht ans Steuer der neuen Flitzer setzen, dass uns in F1 22 aber ein wenig der Hauch von Assetto Corsa oder iRacing entgegenweht, ist erst einmal eine schöne Neuerung.

Die unschönste Neuerung: F1 Life

Kommen wir zum großen Geschmäckle in F1 22, einem Hub-Bereich namens F1 Life. Den könnt ihr euch wie einen Showroom vorstellen, in dem ihr nicht nur eure individuelle Spielfigur und ausgestellte Supercars seht, sondern der laut Codemasters auch als Lobby für den Multiplayer dient.

Customization im Fokus: Damit ihr euren persönlichen Bereich im Spiel so individuell wie möglich gestalten könnt, habt ihr hier die Option, eure Spielfigur mit neuen Klamotten einzudecken. Auch könnt ihr die Lobby selbst anpassen, neue Bodenbeläge wählen oder andere Bilder an die Wand hängen.

Wie wir genau an neue Items gelangen und welche Rolle Mikrotransaktionen spielen, wissen wir konkret noch nicht. Dass allerdings im zweiten Jahr mit EA als Publisher eine der größten Neuerungen mit Rolex-Uhren zu tun hat, die wir unserer kaum sichtbaren Spielfigur übers Handgelenk stülpen, hinterlässt für uns einen enorm faden Beigeschmack, der durch den nachfolgenden Punkt noch weiter verstärkt wird.

Gibt es einen Story-Modus in F1 22?

Kurz gesagt: Nein! Auf die Frage nach dem "Warum" hieß es, dass solch ein Modus zu viel Arbeit in Anspruch genommen hätte. Arbeit, die nicht jedes Jahr in die Reihe fließen könne.

Mal davon ab, dass wir gerne ein Braking Point 2.0 erlebt hätten und wir durchaus nachvollziehen können, dass nicht für jeden neuen Ableger solch ein Modus entwickelt werden kann, zieht sich uns hier mit Blick auf F1 Life doch ein wenig die linke Augenbraue nach oben. Im Worst Case tauscht Codemasters hier einen speziell für den Spieleinstieg und für Neulinge beliebten Modus durch eine Mikrotransaktions-Schleuder, nach der wohl kaum ein Formel 1-Fan gefragt hat.

Weitere "kleine", aber schöne Neuerungen im Überblick

Bevor wir zum Fahrgefühl kommen, hier noch allerhand Infos, die viele von euch freuen dürften.

  • Sprint-Rennen: Mit Imola, Österreich und Brasilien sind nach ihrer Abwesenheit in F1 21 jetzt auch die neuen Qualifikations-Rennen mit dabei. Hier wird wie in der echten Formel 1 die Startaufstellung ausgefahren.
  • Immersive Einführungsrunde: Während der Formation-Lap könnt ihr jetzt auch ordentlich auf den Startplatz fahren. Alternativ könnt ihr euch die Formation Lap gleich einer Fernsehübertragung auch anschauen.
  • Neue Boxenstopps: Die Dauer der Pit Stops könnt ihr jetzt mit einem Tastendruck zur rechten Zeit beeinflussen. Das Fahrzeug in der Boxengasse selbst steuern, das ist jedoch weiterhin nicht möglich. Schön ist aber, dass die KI jetzt auch beim Reifen- und Flügelwechsel Fehler machen kann.
  • VR-Modus: Spielt ihr F1 22 auf dem PC, könnt ihr die Rennen komplett in VR erleben. Auf Konsolen ist das nicht möglich. Infos zu einer möglichen PSVR 2-Umsetzung liegen uns nicht vor.
  • Crossplay: Zwar wird es zum Release noch nicht möglich sein mit Spieler*innen auf einer anderen Plattform zusammen zu zocken, laut Codemasters wird das Feature jedoch nach Veröffentlichung nachgereicht.
  • My Team-Customization: Für die Lackierung eures Boliden könnt ihr jetzt unter anderem glänzende, matte, metallische und seidenglänzende Liverys auswählen.
  • GP-Upgrades: Die Strecken Australien, Spanien und Abu Dhabi wurden angepasst
  • Formel 2-Autos sind erneut mit dabei. Classic Cars wird es jedoch nicht geben.
  • Neuer Renn-Ingenieur: Sagt Goodbye zu Jeff, fortan kümmert sich der ehemalige McLaren-Mechaniker, Autor und F1-Experte Marc Priestley um euch. Sascha Roos von Sky wird das Spiel übrigens kommentieren. Sehr cool!
  • Neue Legendary Driver: Das Roster der Fahrerlegenden wird weiter aufgestockt. Wer neu mit dabei ist und wer in F1 22 nicht zurückkehrt, ist uns aktuell noch nicht bekannt.
  • DualSense-Support: Wurden die Funktionen des PS5-Controllers in F1 21 noch nicht ausgereizt, erhaltet ihr im kommenden Ableger laut Codemasters vollen DualSense-Support.
  • Neue Practice-Programme

Auf der Strecke geht die F1-Reihe mehr in Richtung Sim. Auf der Strecke geht die F1-Reihe mehr in Richtung Sim.

Fahrgefühl F1 22: Unser Eindruck von der Strecke

Ein Disclaimer vorab: Aus Erfahrung solltet ihr speziell den Preview-Eindruck von der Strecke noch mit großer Vorsicht betrachten, da sich wie in den vergangenen Jahren zu Hauf erlebt, bis zum Release und darüber hinaus noch allerhand zum Negativen oder Positiven ändern kann. Und falls euch beim Blick auf die F1-Autos eine ganz bestimmte Frage umtreibt. Die Modelle sind aktuell die der einheitlichen F1 22 Show Cars und wir hoffen stark, dass sich das bis zum Release noch ändert. Andernfalls wäre das enttäuschend.

"Ihr werdet fühlen, wie anders F1 22 ist."

Codemasters

Wie fühlt sich F1 22 an? Die aktuelle Formel 1-Saison kommt mit riesigen Änderungen daher, wie wir sie lange nicht mehr erlebt haben: Größere Reifen (13 auf 18 Zoll), die statt auf 100 Grad nur noch auf 70 Grad vorgeheizt werden dürfen. Schwerere Autos, eine veränderte Aerodynamik, um nur wenige Punkte zu nennen.

Auch ist Miami als neue Strecke mit dabei, von der ihr im Video einen ersten Eindruck bekommt:

F1 22 - Die komplett neue Strecke in Miami in digitaler Form vorgestellt 1:03 F1 22 - Die komplett neue Strecke in Miami in digitaler Form vorgestellt

Auch in F1 22 sind diese Reglement-Änderungen deutlich spürbar, zumindest, wenn ihr den Vorgänger ausgiebig gespielt habt. Für Neulinge sei grob zusammengefasst, dass Codemasters F1-Reihe seit Jahren ein tolles Fahrgefühl speziell im Casual-Bereich bietet, was sich auch im neuen Ableger kaum ändern wird.

Wichtige Änderungen für Experten

Drastische Änderungen am Reifen-Management: Wer jedoch mehr in der Materie ist, dem wird sofort auffallen, dass es in F1 22 wie auch im echten Leben deutlich schwerer ist, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Das kann insbesondere nach Boxenstops aber auch in der Formation Lap einen Unterschied machen. Hier schlägt die Nadel im Spiel weiter in Richtung Simulation aus und F1 22 fühlt sich realer denn je an, wenngleich wir noch weit von der oben angesprochenen Sim-Konkurrenz, allen voran iRacing, entfernt sind.

Verbessertes Handling in schnellen Kurven: Eine große Kritik seitens der F1-Community am Vorgänger war das teils unzuverlässige Handling in schnellen Kurven, das immer wieder zum Kontrollverlust führte. In F1 22 sind speziell diese Kurven durch das erhöhte Gewicht der Wagen besser fahrbar, was eine scheinbar kleine, aber immens wichtige Änderung ist. In langsamen Kurven haben wir hingegen etwas weniger Grip, was sich ebenfalls richtig anfühlt.

Falls ihr euch übrigens fragt, wie uns die KI in der Preview gefallen hat, dann können wir das mit dem Wort "chaotisch" am besten zusammenfassen. Speziell in Miami fehlte noch komplett das Feintuning und wir wurden nicht nur einmal von der Strecke geschossen. Lasst euch davon aber nicht abschrecken, dieses Szenario erleben wir Jahr für Jahr und wir meist bis zum finalen Build gefixt. Die KI in Codemasters F1-Reihe ist keine perfekte, dafür aber eine überaus spaßige.

Schadensmodell Das Schadensmodell wurde laut Codemasters an die neuen Fahrzeuge angepasst, wird jedoch im Vergleich zum Vorgänger kaum spürbar verbessert. Ein Auto kann bspw. nicht entzwei brechen bzw. dramatische Unfall-Verformungen wird es nicht geben.

2022er-Autos In der Preview waren alle Autos abseits der Lackierung gleich. Es bleibt zu hoffen, dass wir zum Release nicht nur die Show Cars zu Gesicht bekommen.

Miami Miami ist die einzig neue Strecke im Spiel. Dafür macht das Streckenlayout aber mächtig Spaß.

Die wichtigste Änderung für Neulinge

Codemasters wollen die F1-Reihe noch mehr als die Jahre zuvor zu einem Ort für Rennspiel-Profis aber auch für Neulinge machen. Dafür wird in F1 22 eine adaptive KI eingeführt. Dass bedeutet, dass sich das Fahrverhalten eurer Gegner an eure Leistung auf der Strecke automatisch anpasst, was speziell für Neulinge eine große Hilfe ist.

Wie sich das vielversprechende System aber final im Spiel auswirkt und ob hier nicht nur eine Gummiband-KI eingeführt wurde, das sehen wir dann in der Release-Version.

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