Ich habe das lange verschollene Pragmata angespielt und ein Element macht mir schon jetzt Lust auf mehr

Das SciFi-Abenteuer von Capcom soll 2026 endlich erscheinen. Tobi hatte die Gelegenheit, den Titel auszuprobieren – und musste an einer besonders spannenden Stelle aufhören.

Diana und Hugh Williams bilden in Pragmata ein ungleiches Duo. Diana und Hugh Williams bilden in Pragmata ein ungleiches Duo.

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Pragmata war lange Zeit ein Mysterium. Nachdem es im Jahr 2020 angekündigt worden war, verschwand es lange in der Versenkung – sogar so sehr, dass uns auch eine Einstellung des Titels nicht mehr gewundert hätte. Seit ein paar Wochen wissen wir allerdings: Pragmata lebt und soll nun 2026 erscheinen.

Deswegen war ich auch enorm auf die kurze Gameplay-Demo gespannt, die ich vor Kurzem spielen durfte. Und die mir schon gezeigt hat, dass der besondere Gameplay-Kniff des Spiels viel Potenzial hat.

Was konnte ich spielen?
Anfang Juli besuchte uns Mai-Vy Thach von Capcom mit einer knapp 20-minütigen Gameplay-Demo von Pragmata, die wir auf einer PS5 Pro spielen konnten.

Ungleiches Duo auf Basistour

Ganz kurz zur Prämisse des Spiels: Pragmata spielt in der nahen Zukunft. Hauptcharakter ist Hugh Williams, der auf einer Mondbasis nach dem Rechten schauen soll, nachdem sämtliche Kontakte dorthin abgebrochen sind. Allerdings merkt er schnell, dass er auf der Station nicht willkommen ist und wird kurz nach der Ankunft verletzt. Glücklicherweise kommt ihm das Androiden-Mädchen Diana zu Hilfe und fortan müssen sich die beiden gemeinsam durch die Station schlagen.

Hugh Williams und Diana müssen zusammen auf der Mondbasis überleben – und herausfinden, was dort passiert ist. Hugh Williams und Diana müssen zusammen auf der Mondbasis überleben – und herausfinden, was dort passiert ist.

Was ein Androiden-Mädchen auf einer Mondbasis macht und welche Rolle Diana spielen wird, konnte ich in der kurzen Anspielzeit natürlich nicht ausmachen. Aber es wird sicher ein zentraler Punkt in der Handlung sein. Ich mache mich zu Beginn der Demo erstmal mit den Steuerungsgrundlagen des Third-Person-Spiels vertraut. Grundsätzlich spielt sich Hugh – der Diana auf dem Rücken bzw. der Schulter trägt – in seinem klobig wirkenden Anzug etwas träger als in anderen Spielen.

Das heißt aber nicht, dass er unbeweglich wäre – im Gegenteil. Mit Schubdüsen kann Hugh kurze Zeit in der Luft schweben oder Sprünge abfedern und auf Knopfdruck zudem schnell zur Seite dashen. Schon nach kurzer Zeit klappt das ganz intuitiv, weswegen ein paar Laserbarrieren in einem der ersten Gänge der Demo im Nu überwunden sind.

Video starten 2:38 Pragmata: SciFi-Spiel zeigt sich in neuem Trailer

Pragmatas Gameplay-Kniff ist ungewohnt, aber cool

Und dann ist auch direkt Kampfzeit, denn ein erster Roboter marschiert auf mich zu und will mich am Weiterkommen hindern. Hier kommt die große Besonderheit vom Pragmata-Gameplay zum Tragen: Diana kann nämlich Gegner und bestimmte Apparaturen hacken, um sie zu überbrücken bzw. ihnen Schaden zuzufügen.

Bei Kämpfen äußert sich das in einem fünf mal fünf Felder großen Raster, in dem ich mithilfe der vier Face Buttons eine Linie zu einem grünen Punkt lenken muss. Schaffe ich das, erleidet der Gegner Schaden, welcher sich durch das "Abklappern" von bestimmten Symbolen im Raster zusätzlich erhöhen lässt. Gleichzeitig läuft aber auch ein Zeitbalken ab, ewig kann sich Diana beim also nicht Zeit lassen.

Während links der Gegner in Schach gehalten werden muss, findet rechts das Hacking-Minispiel statt. Während links der Gegner in Schach gehalten werden muss, findet rechts das Hacking-Minispiel statt.

Zeitgleich nimmt Hugh aber auch mit der jeweils ausgewählten Waffe den Feind aufs Korn, das Hacking-Feld erscheint dann rechts in seinem Sichtfeld. Man muss also sowohl Bewegung, Feindbeschuss als auch hacken mehr oder weniger parallel handhaben, was zumindest mich anfangs etwas überfordert. Allerdings ist der angreifende Roboter ziemlich langsam, weswegen er kurz danach in seine Einzelteile geschossen ist. Nur ballern funktioniert zwar auch, mit den Hacks geht es aber deutlich schneller.

Trotz – oder gerade wegen – dieser Gleichzeitigkeit fühlen sich die ersten Kämpfe in Pragmata aber auch richtig gut an. Das System ist interessant und offenbar werden sich später auch zusätzliche Symbole und Booster in dem Raster platzieren lassen – beispielsweise ein Schild. Gerade im späteren Spielverlauf, wenn Gegner dann schneller sind oder möglicherweise noch “Fallen” in das Raster kommen, dürfte der Stresslevel in Pragmata deutlich zunehmen – und die Spannung auch.

Rätsel und Erkundung gibt es auch

Dianas Hacking-Fähigkeiten werden auch beim Lösen von kleineren Rätseln benutzt – in der Demo gehört es beispielsweise zu meinen Aufgaben, 5 Schalter in der Umgebung zu finden und zu aktivieren. Dafür müssen sie nur per Hacking-Ansicht anvisiert und anschließend die angezeigten Knöpfe in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden. In der Demo sind diese Aufgaben noch recht simpel, gut möglich, dass das im fertigen Spiel noch etwas anspruchsvoller wird.

Hugh setzt die Schwebefunktion seines Anzugs auch zur Erkundung der Mondbasis genutzt. Hugh setzt die Schwebefunktion seines Anzugs auch zur Erkundung der Mondbasis genutzt.

Neben Kämpfen und Rätseln soll auch Erkundung ein wichtiger Gameplay-Aspekt von Pragmata sein. Das ist in der Demo nur in überschaubarem Rahmen möglich, ich entdecke aber immerhin ein paar schriftliche Notizen (Audiologs scheint es nicht zu geben) und neue Waffen.

Standardmäßig ist Hugh mit einer pistolenartigen Knarre ausgestattet, ich benutze beim Anspielen zudem eine Shotgun-Entsprechung, die vor allem auf nahe Distanzen ausgelegt ist sowie ein Gerät, das ein Energiefeld erzeugt, was Gegner lähmt. Eine kleine "Lv. 1"-Anzeige bei den Waffen verrät zudem, dass sie sich möglicherweise später aufleveln oder verbessern lassen, dazu bekomme ich aber keine weiteren Informationen.

Cleaner Look, den ihr in Köln selbst sehen könnt

Technisch macht Pragmata schon eine ordentliche Figur. Die Animationen und Effekte sind schick, die ganze Basis wirkt mit ihren weiß-metallenen Strukturen und großen Glasscheiben sehr clean und futuristisch, aber auch etwas steril. Die von mir gespielte PS5-Pro-Version läuft sichtbar in einem Qualitätsmodus, denn Texturen und Spiegelungen an blankpolierten Metallwänden sind recht detailliert, die Framerate bewegt sich allerdings deutlich unter 60 fps.

Just in dem Moment, in dem es richtig spannend wird – vor einem Bosskampf gegen einen dicken Mech – muss ich den DualSense leider aus der Hand legen. Wie mir gesagt wird, könnt ihr diesen Kampf aber bald selbst spielen – zumindest wenn ihr die gamescom besucht. Denn in Köln wird Pragmata am Capcom-Stand spielbar sein – perfekt also, um euch ein eigenes Bild vom lange verschollenen SciFi-Spiel zu machen.

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