Fallout 76: Bethesda lernt aus Fehlern & ist offen für neue MMOs

Die Einzelspielererfahrung soll in zukünftigen MMOs von Anfang an im Fokus stehen, so Todd Howard in einem Interview.

von Jasmin Beverungen,
02.12.2020 08:30 Uhr

Die Zukunft von Multiplayertiteln aus dem Hause Bethesda sieht rosig aus. Die Zukunft von Multiplayertiteln aus dem Hause Bethesda sieht rosig aus.

Das Online-Rollenspiel Fallout 76 ist ein gebrandmarktes Kind. Nach einem katastrophalen Launch, bei dem viele Spieler*innen unzufrieden mit dem technischen und spielerischen Zustand des Titels waren, kamen zahlreiche Debakel wie Bugs beim Premium-Aboservice Fallout 1st oder verbuggte Patches hinzu. Doch gerade aus diesen zahlreichen Niederschlägen scheint Bethesda wohl gelernt zu haben.

In einem Interview mit The Guardian verriet Bethesdas Director and Executive Producer Todd Howard nun, welche Konsequenzen man aus Fallout 76 ziehen möchte. So betonte Howard, dass es dem Unternehmen durchaus bewusst ist, dass sie viele Spieler*innen im Stich gelassen haben. So gab Howard zu, dass Bethesda aus den Fehlern von Fallout 76 gelernt habe und deshalb das Konzept für zukünftige Multiplayertitel ein wenig umstellen möchte.

So sieht die Zukunft von Bethesda aus

Worauf möchte sich Bethesda konzentrieren? Laut Howard wollen Spieler*innen, selbst wenn sie einen Multiplayertitel spielen, eine Einzelspielererfahrung geboten bekommen. Die Ablenkung durch andere Spieler*innen sei ein Grund, wieso sie sich beim Erleben des Spiels gestört fühlen könnten:

"Wir haben festgestellt, dass selbst wenn es sich um Multiplayer-Spiele handelt, ob es nun Elder Scrolls Online oder Fallout 76 ist, eine große Anzahl unserer Spieler*innen es wie einen Einzelspielertitel spielen wollen und sich nicht von den anderen Spielern ablenken lassen wollen. Spiele behandeln den Mehrspieler-Modus auf unterschiedliche Weise, und ich denke, dass jede davon berechtigt ist."

Spieler*innen sollen stolz auf sich sein

Howard erwähnte zudem, dass Bethesda weitere Konsequenzen aus dem katastrophalen Launch ziehen möchte. Das Unternehmen möchte weg vom linearen Aufbau von Quests. Ein längerfristig gesetztes Ziel soll in Zukunft die einzige Vorgabe sein und es werden mehrere Optionen zur Lösung einer Aufgabe zur Verfügung stehen. So haben Spieler*innen das Gefühl, dass es ihnen freisteht, wie sie die Aufgabe lösen können und entwickeln einen Stolz für ihre Taten. Laut Howard können Casual Gamer dieses Gefühl nicht unbedingt nachvollziehen.

Wohl kein leeres Versprechen: Bislang scheint Bethesda sein Wort zu halten, die Einzelspielererfahrung in Multiplayertiteln verbessern zu wollen. So erschien mit dem heutigen Update die frische Story-Erweiterung Stählerne Dämmerung, die ihr auch ohne weitere Spieler*innen absolvieren könnt.

Übernahme durch Microsoft

Für die Zukunft sei Bethesda weiterhin offen für neue MMOs, bei denen man von Anfang an auf das verbesserte Einzelspielererlebnis setzen wolle. Mit dem Hintergrund, dass Bethesda von Microsoft übernommen wird, bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die Multiplayertitel aus dem Hause Bethesda weiterentwickeln werden und ob Bethesda sein Wort halten kann.

Unsere Einschätzung zur Zukunft von Bethesda findet ihr hier:

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