Fallout 76 - Darum war es laut Bethesda richtig & wichtig, es zu machen

Trotz der durchwachsenen Kritik am Online-Rollenspiel bereut Pete Hines die Entscheidung zum Spiel nicht. Auch, um einer Tretmühlen-Mentalität zu entkommen.

von Tobias Veltin,
08.03.2020 11:51 Uhr

Fallout 76 musste seit Release ordentlich Kritik einstecken. Fallout 76 musste seit Release ordentlich Kritik einstecken.

Auch knapp anderthalb Jahre nach Release ist Fallout 76 immer noch nicht als wirklich ein Highlight der ansonsten so heiß geliebten Endzeit-Rollenspielreihe bekannt. Im Gegenteil, mit der Entscheidung, den Titel als Online-Rollenspiel auszulegen und auf Multiplayer zu konzentrieren, verhob sich Entwickler Bethesda. Da auch technische Probleme dazukamen, war die Kritik mehr als durchwachsen, auch wir hatten im Test zu Fallout 76 einiges zu meckern.

Mit dem auf der E3 2019 angekündigten Wastelanders-Update will Bethesda für weitere Verbesserungen sorgen und führt damit unter anderem NPCs und Fraktionen sowie das Ruf-System aus Fallout New Vegas ein.

Das Risiko war es wert

Trotz der teils sehr harschen Kritik am Spiel bereut Pete Hines, der Senior Vice President of Marketing and Communication, es nicht, das Spiel in dieser Form gemacht zu haben. Das verriet er im Interview mit dem Youtube-Kanal Kinda Funny:

"Es war ein Reminder für das was passieren kann, wenn du etwas neues und anderes versuchst. Wir wussten, dass es ein Risiko gab."

Aber dieses Risiko sei es laut Hines nicht wert gewesen, das Projekt nicht zu machen. Im Gegenteil.

"Wir haben etwas versucht, das eine ziemlich große Richtungsänderung für das Studio war. Und nur weil es nicht gut gegangen ist, bedeutet das nicht, dass man es nicht hätte machen sollen. Es bedeutet nur, dass man seine Lektionen daraus lernt, was nicht so gut gelaufen ist. [...]"

Darum war Fallout 76 als Idee richtig

Als Grund für Fallout 76 nannte Hines unter anderem einen Ausbruch aus einer gewissen Tretmühle.

"Wir sind nicht auf Nummer sicher gegangen und haben gesagt 'Wir hauen nur Single-Player-Fallouts oder -Elder Scrolls jedes Jahr raus'. [...] Irgendwann steckt man sich selbst in eine Schublade, so nach dem Motto 'Ich mache nur diese Art von Spielen'. "

Als Beispiel nannte er Horizon Zero Dawn. Dieses Spiel wäre nicht möglich gewesen, wenn das Team (Guerilla Games) nur bei der Art von Spielen geblieben wäre, die es gewohnt war (Killzone-Shooter). Etwas großartiges wie dieser Titel könne nur entstehen, wenn man etwas risikohaftes und "anderes" wagen würde.

Trotz vieler Macken hat Fallout 76 aber auch einige Stärken. Dazu zählt unter anderem die Community, wie mein Kollege Max in seiner Kolumne verrät.

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