Mit dem Rerelease von Pokémon Feuerrot und Blattgrün am 27. Februar erinnern sich viele Fans gerade daran, wie anders sich diese Remakes im Vergleich zu modernen Teilen anfühlen. Die Spiele sind inzwischen über 20 Jahre alt – und obwohl sie technisch zur dritten Generation gehören, wirken viele ihrer Mechaniken heute fast schon fremd.
Viele Details sind anders als in späteren Generationen
Gerade wer erst später eingestiegen ist, dürfte über einige Eigenheiten stolpern. Im Subreddit r/pokemon hat Nutzer Magnakilro versucht, die wichtigsten Eigenheiten der über 20 Jahre alten Remakes zusammenzufassen.
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Pokemon Feuerrot und Blattgrün kehren auf die Nintendo Switch zurück
So wird zum Beispiel Mewtu nicht allein dadurch freigeschaltet, dass ihr Champ werdet. Erst wenn ihr den Nationaldex besitzt und die Sevii-Islands-Quest inklusive Rubin und Saphir abgeschlossen habt, öffnet sich die Azuria-Höhle.
Auch Weiterentwicklungen sind eingeschränkt. Pokémon wie Golbat versuchen zwar, sich bei hoher Zuneigung zu entwickeln, doch ohne Nationaldex bricht die Entwicklung automatisch ab – Iksbat bleibt also zunächst gesperrt. Gleiches gilt für andere Weiterentwicklungen, die erst in späteren Generationen eingeführt wurden.
Psiana und Nachtara sind in Feuerrot und Blattgrün überhaupt nicht erhältlich, da es kein Tag-/Nacht-System gibt.
Wer sich für Bisasam oder Schiggy entscheidet, sollte zudem gut überlegen, wofür der Meisterball eingesetzt wird. Im Postgame erscheinen Entei oder Raikou als umherstreifende Pokémon – und durch Attacken wie Brüller können sie sich selbst aus dem Kampf entfernen und den weiteren Fortschritt blockieren:
Ein weiterer Unterschied zum Original: Lavados befindet sich nicht mehr an seinem alten Fundort, sondern wartet auf dem Gipfel des Mount Ember auf One Island. Auch der Weg nach Safrania City wurde vereinfacht. Statt im Kaufhaus ein Getränk zu besorgen, erhaltet ihr das benötigte Item direkt von einem NPC im Prismania-Anwesen.
Und wer auf neue Monster aus Hoenn hofft, wird enttäuscht: Regulär fangbar sind nur Azurill und Isso – mehr Pokémon der dritten Generation tauchen nicht auf.
Die Community ergänzt zwei weitere Besonderheiten
Die Diskussion im Thread blieb jedoch nicht bei diesen Punkten stehen. Andere Nutzer ergänzten noch zwei weitere Details, die gerade für moderne Spieler ungewohnt sein dürften.
Feuerrot und Blattgrün gehören zur dritten Generation – daher existiert der heute bekannte Physisch-Spezial-Split noch nicht. Statt einzelner Attacken entscheidet allein der Typ darüber, ob Schaden physisch oder speziell berechnet wird. Das kann Teamzusammenstellungen deutlich beeinflussen.
Zum anderen funktioniert die Fähigkeit Robustheit noch nicht wie ein eingebauter Fokusgurt. Sie schützt lediglich vor klassischen K.O.-Attacken wie Guillotine oder Hornbohrer – nicht jedoch vor regulären Treffern, die ein Pokémon mit vollen KP besiegen würden.
Feuerrot und Blattgrün wirken damit wie ein spannender Zwischenstand der Reihe: moderner als die Game-Boy-Originale, aber mit vielen Einschränkungen, die erst spätere Generationen aufgelöst haben. Vielleicht liegt genau darin ihr Charme – in einer Zeit, in der Pokémon noch etwas kantiger war.
Habt ihr beim Wiederspielen gemerkt, wie sehr sich diese Remakes von aktuellen Teilen unterscheiden?
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