Final Fantasy - Welcher Ableger ist (wirklich) der Beste?

Die Final Fantasy-Reihe hat viele Fans und seit 30 Jahren steht die Frage im Raum, welcher Teil der Beste ist. Wir sagen euch, was uns gefällt.

von Hannes Rossow,
18.04.2020 15:00 Uhr

Cloud und Barrett können es kaum fassen, dass es auch Final Fantasy-Fans gibt, die Teil 7 nur "ok" fanden. Cloud und Barrett können es kaum fassen, dass es auch Final Fantasy-Fans gibt, die Teil 7 nur "ok" fanden.

Mit dem Remake von Final Fantasy 7 kehrt der wohl einflussreichste Ableger der langlebigen JRPG-Marke zurück. Und für viele Fans ist das PS1-Original auch bis heute deutlich der beste Teil der Reihe. Im Zuge dessen wollen wir euch aber mal verraten, welche Ableger bei uns ein Platz im Herzen haben.

Im Anschluss seid übrigens ihr dran! Schreibt uns in die Kommentare, welcher Teil für euch den Höhepunkt darstellt und verratet uns auch, wieso ihr das so seht. Viel Spaß!

Leroy schwört auf Final Fantasy 6

Final Fantasy 6 steht in meiner Gunst noch ein kleines Stückchen höher als das ebenso grandiose Final Fantasy 9. Der letzte Ableger für das SNES, der bei uns erst 2002 in einer erweiterten Fassung für die PS1 erschien, ist ein absolut zeitloses Spiel, das so vollgestopft mit Inhalten ist, dass ich selbst nach all den Jahren noch nicht alle Geheimnisse entdeckt habe.

Wer wie ich eine Liebe zur 16Bit-Optik des Super Nintendos hat, wird auch heute noch sofort in die magische Welt eintauchen können. Final Fantasy 6 zeigt meisterlich, dass für große Emotionen keine fette 3D-Grafik nötig ist. Es ist fast unglaublich, wie dieser Teil mit seinem exzellenten Soundtrack, seinen (verdammt) gut geschriebenen Dialogen und seinen putzigen Animationen die nach heutigen Maßstäben altbackene Aufmachung vergessen lässt.

Allein die vielzitierte Opern-Szene ist so großartig, dass ich sie mir ab und zu auf Youtube anschaue, sobald mir der Sinn danach steht. Außerdem hat Final Fantasy 6 mit Kefka den besten Antagonisten der gesamten Serie. PUNKT. Nicht zu vergessen der große Twist, dessen Nachwirken für mich noch emotionaler war, als der Tod eines bestimmten Blumenmädchens. Hach… Ich spüre, dass es wieder Zeit für einen Durchlauf wird. Zum Glück habe ich erst vor kurzem mein SNES Mini ausgebuddelt.

Hannes liebt Final Fantasy 9 und wird es immer lieben

In Final Fantasy 9 kehrte Square zu den Ursprüngen der Reihe zurück und stellte wieder das bekannte Job-System in den Fokus. Zwar hatten Zidane, Steiner und Co. keine direkten Klassen zur Auswahl, aber die Charaktere selbst waren den NES- und SNES-Vorgängern nachempfunden. Es kommt nicht von ungefähr, dass Vivi vom "Volk" der Schwarzmagier ist. Alles an Final Fantasy 9 wirkte wie "Final Fantasy" - die Quina.. ähhm Quintessenz der Marke.

Am meisten hat mir aber immer schon die Geschichte gefallen, die zwar auch epische Ausmaße annimmt, im Kern aber auf die Helden des Spiels fokussiert bleibt. Egal ob Garnet oder Freia: Immer steht ein innerer Konflikt im Mittelpunkt und wird meist mit der Hilfe von Freunden überwinden. Das mag banal klingen, ist aber aufrichtiger und gefühlvoller als die meisten Final Fantasy-Handlungen. Dass das alles dann auch noch in einem Shakespeare-artigen Theater-Motto präsentiert wird, passt da perfekt.

Oft wird gesagt, dass das allgemeine Art Design von Final Fantasy 9 zu kindisch sei. Die Figuren haben nicht gerade realistische Proportionen, einen zu großen Kopf und auch sonst stecke einfach zu viel "Märchen" im letzten PS1-Ableger der Final Fantasy-Reihe. Abgesehen davon, dass das reine Geschmackssache ist, fand ich den Look von Final Fantasy 9 schon immer passend und deutlich hübscher als bei den anderen Teilen. Und nur meine Meinung zählt, das seht ihr sicher auch so.

Ann-Kathrin hat ein Herz für Final Fantasy 10

Final Fantasy 10 ist wahrscheinlich der Teil der Reihe, mit dem ich am meisten Zeit verbracht habe. Nicht nur, weil ich mich verskillt hatte und das erst im Macalania-Wald gemerkt habe. Sondern auch, weil das Spiel in sich unheimlich stimmig ist. Die Welt ist schlichtweg wunderschön, die Geschichte ist voller spannender Wendungen (und Verrat! Oh, der Verrat!), und auch die Mechaniken passen super zur Story und den Figuren.

Klar, auf Blitzball könnte ich persönlich getrost verzichten, aber zu Tidus passt es perfekt. Außerdem waren mit selten Nebenfiguren so sympathisch wie Rikku und Lulu, auch wenn ich nie verstehen werde wie letztere mit 700 Gürtelschnallen in ihrem Rock laufen konnte. Und egal, was alle anderen sagen: Das Sphärobrett ist einer der coolsten Skilltrees, immer noch.

Linda liebt (und hasst) Final Fantasy 13

Natürlich habe ich Final Fantasy 13 nur hier mit reingenommen, um etwas Abwechslung in diese Liste zu bringen und euch ein wenig zu piesacken.

Aber Spaß beiseite: FF13 und mich verbindet eine tiefe Hassliebe. Hass, weil ich die Story um die mystischen Fal'Cie, L'Cie, Grand Pulse und Co. unnötig verworren finde. Noch mehr Hass, weil mir überzogen geschriebene Charaktere wie Snow, Vanille und Hope den letzten Nerv rauben.

Über all dem steht aber meine große Liebe zum Kampfsystem des Spiels, das für mich eine spaßige Weiterentwicklung des bekannten Active-Time-Battle-Systems aus früheren Ablegern darstellt. Die Paradigmen-Wechsel, also die Kombination unterschiedlicher Rollen wie Brecher und Magier, bringen für mich nicht nur eine spannende taktische Komponente in die Gefechte, sondern sorgen letztendlich für eine unvergleichliche Dynamik.

FF13 sieht außerdem (heute noch!) unverschämt gut aus auf der PS3 und Xbox 360, die Umgebungen und Charaktermodelle schaue ich mir im Jahr 2020 noch gerne an (nur höre ich ihrem nervigen Gejammer weniger gerne zu).

Jetzt seid ihr dran: Welcher Final Fantasy-Teil ist der Beste?

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