Final Fantasy - Rückkehr zu Steampunk & rundenbasierten Kämpfen nicht ausgeschlossen

Moderne Final Fantasy-Spiele sehen etwas anders aus als noch zu SNES- oder PS1-Zeiten. Doch die rundenbasierten Kämpfe und Steampunk-Welten gehören nicht zwangsläufig der Vergangenheit an, verriet uns Final Fantasy 15-Macher Hajime Tabata im Interview.

von Hannes Rossow,
23.08.2017 13:30 Uhr

Final Fantasy-Kämpfe liefen früher immer rundenbasiert ab. Final Fantasy-Kämpfe liefen früher immer rundenbasiert ab.

Der Roadtrip von Noctis und seinen Freunden mag bei den Kritikern (auch bei uns) gut angekommen sein und hat sich zumindest finanziell ausgezahlt, doch viele Fans der JRPG-Reihe waren mit der modernen Ausrichtung von Final Fantasy 15 unzufrieden. Werden Asphaltstraßen, Schnellimbisse, Polo-Hemden und vor allem Echtzeitkämpfe jetzt zum Aushängeschild von Final Fantasy? Wir haben bei den Machern nachgehakt, was aus den alten Tugenden geworden ist.

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Im Rahmen der gamescom 2017 hatte Kollegin Linda die Möglichkeit, mit Hajime Tabata zu sprechen, dem Game Director von Final Fantasy 15, der vor Ort unter anderem die Mobile-Variante des Rollenspiels enthüllt hat. Auf die Frage, ob die beliebten Steampunk-Welten aus Final Fantasy 6 oder Final Fantasy 9 endgültig der Vergangenheit angehören, zeigte sich Tabata uns gegenüber sehr offen.

"Wir erwägen es auf jeden Fall, Steampunk-Welten in Final Fantasy zurückzubringen. [...] Wir werden in zukünftigen Final Fantasy-Spielen viele verschiedene Welten sehen, traditionelle, moderne, mittelalterliche oder eben Steampunk. Solange Fans diese Welten wollen, zögern wir auch nicht, sie zu erschaffen. Wir haben da keine Richtlinie, die uns vorschreibt: 'das ist in Final Fantasy nicht möglich!"

Sogar die rundenbasierten Taktikkämpfe, die nach Final Fantasy 10 langsam in Vergessenheit gerieten, könnten in der Zukunft vielleicht wiederkehren, meint Tabata. In Final Fantasy 15 habe dieses System aber nicht hineingepasst.

"In Final Fantasy 15 haben wir uns dagegen entschieden - aber nicht, weil wir dachten, dass es vielleicht nicht mehr interessant ist. Wir haben einfach aus dem Grund ein Echtzeit-Kampfsystem gewählt, weil wir wollten, dass Spieler fühlen, direkt in der Welt zu sein."

Man sei immer noch überzeugt von rundenbasierten Kämpfen, müsse aber abwägen, zu welcher Art Spiel diese Mechaniken passen. Als Beispiel bringt Tabata ein Spiel, mit zehn Helden in einer Party, wo Echtzeitkämpfe einfach nur chaotisch wären. Hier würde er sich dann für ein klassisches System entscheiden.

Was erhofft ihr euch eigentlich von Final Fantasy 16?

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