Konnichiwa, ihr Lieben. Es ist mal wieder Zeit für Horizon, Forza Horizon 6 - und damit für eine meiner absolute Wohlfühlreihen unter den Rennspielen. Nachdem ich zuletzt für den GamePro-Test durch Mexiko gebrettert bin und hunderte Autos wie Pokémon gesammelt habe, ist jetzt Japan an der Reihe.
Bevor es am 15. Mai im Early Access und vier Tage später zunächst auf Xbox Series X/S und PC so richtig losgeht, haben mich Entwickler Playground Games bereits ans Steuer gelassen. Was ich spielen konnte, was es Neues zu sehen gab und warum ich am Ende am liebsten weitergespielt hätte, dazu jetzt mehr.
Ein ausführlicher Blick auf Forza Horizon 6
In meiner Preview Build haben mich Playground im Grunde genommen hinters Steuer geklemmt und mir eine gute Fahrt gewünscht.
Ich konnte also frei die komplette Spielwelt erkunden, den Prolog samt den ersten drei Story-Rennen fahren und allerhand Open World-Aktivitäten meistern.
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Probefahrt für Forza Horizon 6 - Das ist die Open World Japans!
An einigen Stellen war die Preview-Version allerdings noch limitiert. So ich konnte ich beispielsweise nur auf der Xbox Series X im Qualitätsmodus mit 30 fps fahren – der dafür aber sauber lief und gewohnt sehr schick aussah.
Einige neue Features, wie der Open World-Baukasten "The Estate" oder die Rush-Events, waren ebenfalls noch nicht dabei. Zu beiden Neuerungen hab ich aber dennoch im Artikel ein paar coole Infos für euch.
Japan ist eine Augenweide
Starten wir direkt mit dem Allerwichtigsten: Japan. Die neue und erneut riesige Spielwiese mit ihren 10 abwechslungsreichen Regionen sieht einmal mehr fantastisch aus.
Ob schneebedeckte Berge, rosafarbene Kirschbäume, wunderhübsche Vororte oder im Wasser liegende Reisfelder. Forza Horizon 6 ist wie die Vorgänger ein optischer Leckerbissen. Einen, den wir übrigens wieder in wechselnden Jahreszeiten erleben dürfen.
In der Preview-Version konnte ich mir allerdings nur die Sakura-Saison anschauen, also den Frühling.
Es gibt wieder allerhand zu tun
Doch Forza Horizon 6 sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch an jeder Ecke der Spielwelt wieder allerhand unterschiedliche Aktivitäten und Renntypen zu bieten.
So zum Beispiel Beschleunigungsrennen, Zeitrennen, extrem kurvenreiche japanische Touge-Rennen oder auch Drift-Passagen, in denen ihr im Need for Speed-Stil mit perfekten Slides den Highscore in die Höhe treiben müsst. Und natürlich sind auch all die Missionen zurück, die euch permanent in den XP-Rausch ziehen. Radarkontrollen oder Gefahrenstellen, an denen ihr möglichst weit springen müsst.
Für die Multiplayer-Fans! Im neuen Spec Racing-Modus herrscht fortan Chancengleichheit. Heißt: Alle Spieler*innen starten mit dem absolut identischen Auto und lediglich Geschick am Steuer entscheidet über Sieg oder Niederlage. Eine coole Ergänzung!
Zu den neuen Rush-Events
Neu hinzu kommen auch drei Rush-Events, die vom Ansatz her den spektakulären und teils filmreifen Showcase-Events ähneln. Ihr erinnert euch vielleicht an das Rennen gegen den kunterbunten Jumbo Jet oder den Jet Ski aus Forza Horizon 5?
Die Rennen führen euch beispielsweise an einem Weltraumbahnhof vorbei und sind als anspruchsvolle Zeitrennen ausgelegt. Also Rennen, die ihr für die Zeitenjagd auch durchaus öfter angeht und dabei stets besonders coole Locations genießen könnt. So zumindest der Hintergedanke von Playground. Selbst spielen konnte ich leider noch keines der Events.
Ein weiterer Pluspunkt der Spielwelt ist Tokyo. Die mit Abstand größte Stadt der Reihe hat es nämlich ebenfalls ins Spiel geschafft. Guanajuato aus Horizon 5 war bislang in Sachen Städte das höchste aller Gefühle. Tokyo toppt das Ganze laut Playground aber um das Fünffache.
Wer Bock hat, kann hier lange durch rechte enge Häuserschluchten fahren, sich den Container-Hafen anschauen und beispielsweise kleine Dango-Leckerlis umrammen. Sammeltitems, wie die Dangos, sind übrigens an regionale japanische Köstlichkeiten angelehnt. Falls ihr also ein paar Edamame oder ein paar Onigri am Straßenrand seht, fahrt besser drüber.
Tokyo als große Stadt tut der Reihe gut, da sich neben der optischen Abwechlsung auch die Rennen durch die verwinkelten und engen Gassen noch ein Stück anders anfühlen.
Hach, das Horizon Festival...
Nicht ganz so lecker wie die Onigris und vielmehr flach wie ein zerstochener Reifen, ist wohl wieder die Story. In der geht’s natürlich um das namensgebende Horizon Festival.
Als Touri in Japan müssen wir uns in der Rennszene zunächst einen Namen machen. Also erst einmal Qualifikationsrennen meistern, um die Zulassung für das große Event zu bekommen. In dem steigen wir dann nach und nach zur Rennlegende auf. Zudem wird’s spezielle Discover Japan-Missionen geben. Die sollen uns das Land anhand von Sehenswürdigkeiten näher bringen, wie GameStar-Kollege Jesko im Interview mit Playground erfahren hat.
Natürlich ist das hier nur mein erster Eindruck. Und klar, abseits der positiven Festival-Vibes spielt die Story in einem Forza Horizon auch keine große Rolle. Es geht um den Spaß am Fahren, den motivierenden Gameplay-Loop und natürlich ums Sammeln der vielen verschiedenen Autos. Aber ein wenig mehr als das ewig gleiche Schema F mit neuem Setting wäre im mittlerweile sechsten Ableger schon ganz cool gewesen.
Aber gut, dann vielleicht in Teil 7 mit Deutschland als Setting… und Rechtsverkehr. In Japan wird bekanntlich links gefahren. Das nur als Info für euch, falls ihr mit der für uns ungewöhnlichen Verkehrsführung so eure Probleme habt.
Eine Vorschau auf den Fuhrpark
Wenn es um den riesigen Fuhrpark geht, bleibt übrigens auch alles beim Alten – und das meine ich absolut positiv. Zum Start sollen es knapp 540 Autos ins Spiel schaffen. Also grob die Anzahl aus Horizon 5. Neben allerhand japanischer Hersteller wie Mazda, Mitsubishi und Nissan sind natürlich auch nicht-japanische Marken wie Hyundai, Mercedes oder Ferrari mit dabei.
Eine vorläufige Liste mit allen bislang bestätigten Autos findet ihr übrigens hier:
Aber ihr kennt das. Mit der Zeit kommen sicher noch allerhand neue Flitzer ins Spiel. In Horizon 5 sind wir aktuell schon bei unglaublichen 900 Fahrzeugen.
In meiner Anspielversion war der Fuhrpark allerdings stark begrenzt. Von Beginn an gab's den Nissan Silvia K’S, den Toyota Celica von 1994 und mit dem GMC Jimmy einen Geländewagen für das erste Offroad-Rennen. Damit mir bei Sprüngen abseits der Piste nicht gleich die Vorderradaufhängung in tausend Einzelteile zerfetzt. Also, rein theoretisch. So weit geht das Schadensmodell nämlich nicht, das sich vor allem auf Kratzer und stärkere Dellen beschränkt. Auch nicht im Simulationsmodus, wo beispielsweise der Motor platzen kann.
Außerdem konnte ich mir bei einem Gebrauchtwagenhändler noch den Honda Civic für mein Angespartes kaufen. Später im Spiel wird sich das Angebot übrigens am Story-Fortschritt orientieren und auch daran, wie viel Kohle ihr habt. Steht also ein wichtiges Offroad-Rennen an und ihr habt gerade nichts Passendes in der Garage, könnt ihr euch hier aufgemotzte Gebrauchte holen.
Eure eigenen Garagen
Erstmals in der Reihe könnt ihr euch übrigens eigene Garagen einrichten und hier euren Fuhrpark ausstellen. Dafür müsst ihr zunächst eines von insgesamt acht Häusern kaufen und könnt dann kreativ werden.
Was bereits in der Vorschau an Einrichtungsgegenständen vorhanden war, war schlicht enorm. Von Plastikdinos (!?) über zig Pflanzen und Bäume bis hin zu Reifenstapeln und neon-beleuchteten Palmen war hier gefühlt alles dabei. Die Items sind übersichtlich sortiert in entsprechende Kategorien unterteilt und können dann einmal ausgewählt frei im Raum platziert werden - vorausgesetzt ihr habt genug Schotter oder das für die Freischaltung benötigte Fahrerlevel.
Zusätzlich soll es mit “The Estate” noch ein ganzes Bergtal zum Kauf geben, das ihr dann komplett mit Straßen und Gebäuden ausstaffieren könnt. Das neue Feature gab’s in der Preview zwar leider nicht zu sehen. Im Interview konnte Jesko aber herausfinden, dass es neben modernen Häusern auch traditionell japanische Bauten gibt.
Zwar sind die Garagen und "The Estate" beides keine Features, die mich persönlich ansprechen. Dennoch ist es schön, dass Playground hier kreativen Raum für all diejenigen gibt, die sich die Welt von Horizon noch etwas heimeliger gestalten wollen.
Das Gefühl am Steuer und Infos zur KI
Auf der Strecke fühlt sich Forza Horizon 6 derweil sehr vertraut an. Ihr bekommt hier ermeut einen Arcade-Racer, logo. Allerdings einen, der auf dem normalen von insgesamt 9 Schwierigkeitsgraden zu meiner großen Überraschung schon gut fordert.
Mein kleiner Fuhrpark war jetzt wahrlich mit keinen Sportflitzern oder bestens getunten Offroad-Monstern gepflastert, aber die Konkurrenz petzt vom Start weg schon gut los. Eine Stufe tiefer schaut das Ganze übrigens schon deutlich leichter aus und ich konnte bereits auf den ersten Metern ein paar Plätze gutmachen. Im Umkehrschluss gibt's in leichteren Modi natürlich wieder weniger Punkte für das Horizon-Festival.
Und was auch in Horizon 6 wieder viel Spaß macht, sind die unterschiedlichen Gegebenheiten. Ob ihr durch Matsch fahrt, durchs hohe Wasser oder am Strand entlang. Beim Fahren machen sich die unterschiedlichen Terrains deutlich bemerkbar.
Was die KI anbelangt, habe ich übrigens noch ein paar offizielle Infos für euch. Die wurde laut Jeskos Interview mit Playgound zum einen überarbeitet, wodurch der Gummiband-Effekt nicht mehr allzu stark sein soll. In den wenigen freigeschalteten Rennen sah das auch schon richtig gut aus. Zudem soll es jetzt verschiedene KI-Typen für die unterschiedlichen Rennen geben. So zum Beispiel eine Drift-KI, die zu besonders aggressiven Überholmanövern neigt.
Fazit der Redaktion
Dennis Müller
@demig0rgon.bsky.social
Mein virtueller Abstecher nach Japan war einer, der erwartungsgemäß Lust auf mehr gemacht hat. Auch der mittlerweile sechste Teil trieft förmlich vor Forza Horizon-DNA.
Die riesige Spielwelt ist bildhübsch, das Fahren bockt und auch die Motivationsspirale hat bei mir sofort wieder gezündet. Davon ab sind die neuen Features, wie die eigenen Garagen, schöne Ergänzungen, bislang aber auch nichts, was die Reihe auf ein noch viel höheres Niveau hebt.
Um an der Stelle also ein wenig Erwartungsmanagement zu betreiben. Haben euch die Vorgänger bereits getaugt und ihr wollt mehr, wird’s das aller Voraussicht nach ab dem 19. Mai geben – zumindest auf Xbox und PC. Auf PS5 solls erst später im Jahr losgehen. Habt ihr euch hingegen an der Festival-Thematik sattgesehen und braucht einen großen neuen Anreiz, bleibt der wohl eher aus.
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