Forza Horizon 6 lässt euch alles mögliche über den Haufen fahren, aber keine Kirschbäume und daran liegt's

In Forza Horizon 6 können wir wie nichts Gutes quer durch die Pampa brettern und dabei eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Aber nicht alles gibt nach, manches sorgt auch für einen plötzlichen, unfreiwilligen Halt.

Fahrt ihr im Frühling durch die Welt von Forza Horizon 6, könnt ihr natürlich auch die japanische Kirschblüte erleben. Fahrt ihr im Frühling durch die Welt von Forza Horizon 6, könnt ihr natürlich auch die japanische Kirschblüte erleben.

Es macht einfach Spaß, in einem Spiel wie Forza Horizon 6 mit Vollgas durch die Botanik zu brettern und dabei gefühlt ganze Landstriche in Schutt und Asche zu legen. Nichts kann uns aufhalten! Außer ein paar Kirschbäumen, dem einen oder anderen Tempel oder auch Schrein. Was natürlich gute Gründe hat.

Darum könnt ihr nicht einfach durch die Kirschblüten-Bäume in Forza Horizon 6 brettern

Zum einen wäre da selbstverständlich der Realismus. Wir können schließlich auch nicht einfach durch Betonpfeiler rasen. Da wäre es doch zumindest höchst seltsam, wenn massive Tempel kein Hindernis darstellen würden. Bei Bäumen sieht das schon anders aus. Die allermeisten davon können wir in Forza Horizon 6 einfach umfahren.

Video starten 13:24 Forza Horizon 6 im Test: Die Spitze der Open World-Racer?

Bei den Kirschbäumen mit den schönen rosafarbenen Blüten im Frühling sieht das aber ganz anders aus. Sie bleiben unzerstörbar und wenn wir gegen einen davon krachen, bleibt unser Fahrzeug sehr abrupt stehen.

In Wirklichkeit wäre das je nach Geschwindigkeit ein Totalschaden und die Menschen im Auto wahrscheinlich tot oder schwer verletzt, aber im Spiel bleibt uns das zum Glück erspart.

Dass die Entwickler*innen von Playground Games sich dazu entschlossen haben, das Ganze so einzurichten, hat denselben Grund, der auch dafür sorgt, dass Schreine und Tempel in Forza Horizon 6 unzerstörbar sind.

Es handelt sich dabei einfach um wichtige Bestandteile der japanischen Kultur mit so einer großen Bedeutung, dass sie nicht in einem Spiel wie diesem zerstört werden sollen.

Der Forza Horizon 6-Design-Director Torben Ellert hat das gegenüber der Japan Times (via: Dexerto) folgendermaßen erklärt:

"Fast alle Bäume im Spiel sind zerstörbar, um sicherzustellen, dass es Spaß macht und lohnenswert ist, sich durch die Spielwelt zu bewegen. Aber einige Bäume wie die Kirschblütenbäume sind es nicht, weil sie ein ikonisches Element der japanischen Kultur sind.

Manche Tempel oder andere kulturelle Elemente sind davon ebenfalls ausgenommen, so dass die Spieler*innen nicht versucht sind, durch Schreine oder andere Örtlichkeiten kultureller Bedeutung zu fahren."

Was hat es mit der japanischen Kirschblüte auf sich?

Die Kirschblüte ist natürlich überall auf der Welt gleichermaßen schön, aber in Japan wird ihr besonders große kulturelle Bedeutung beigemessen. Die Blüte steht für Aufbruch, Schönheit und Vergänglichkeit und markiert den Beginn des Frühlings.

Laut Wikipedia sind in Japan etwa die Hälfte aller Laubbäume in den Städten Kirschbäume, oft die keine Früchte tragende Yoshino-Sorte. Die Kirschblüte ist außerdem auch die offizielle Pflanze der japanischen Hauptstadt Tokio.

Wie findet ihr die Design-Entscheidung? Habt ihr schon versucht, durch die Kirschbäume durchzufahren und wurdet bitter enttäuscht?


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.